Wie alle anderen Weinbauländer hat Deutschland ebenfalls eine Qualitätseinstufung für die erzeugten Weine. Während in z. B. Italien oder Frankreich stark auf die Herkunft, die Lage und sogar das Weingut geachtet wird, sieht das deutsche Weingesetz einzig und alleine im Extraktgehalt des Mostes (in Grad Oechsle) das Qualitätsmerkmal. In Deutschland gibt es daneben auch Regionalbezeichnung, wie z. B. Rheinhessen, aber es gibt keine Unterscheidung der Qualität nach Ursprung oder der Lage des Weinbergs. In absteigender Reihenfolge gibt es vier Stufen:
1. Prädikatswein, vor 2006:Qualitätswein mit Prädikat (QmP),
2. Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA), 3. Landwein,
4. Tafelwein.
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Deutsche Prädikatsweine
Für die Prädikatsweine gibt es noch einmal folgende Qualitätsabstufung:- Kabinett: Diese unterste Stufe der Prädikatsweine kommt unmittelbar nach dem Qualitätswein verschiedener Weinbaugebiete. Ein Kabinettwein ist recht leicht und hat wenig Alkohol. Er darf trotz des geringen Mostgewichts bei der Lese nicht aufgebessert werden. Das Mindestmostgewicht liegt bei 67 bis 83 Grad Oechsle, je nach Anbaugebiet.
- Spätlese: Hier müssen die Trauben nach der Hauptlese abgeerntet worden sein. Je nach Anbaugebiet muss das Mostgewicht mindestens 76 Grad bis 90 Grad Oechsle betragen.
- Auslese: Diese besteht aus komplett fehlerlosen Trauben. Beschädigte, unreife oder kranke Beeren müssen aussortiert werden. Je nach Anbaugebiet muss das Mindestmostgewicht 83 Grad bis 95 Grad Oechsle betragen. Bei Rotwein sogar bis zu 100 Grad Oechsle.
- Beerenauslese: Diese wird aus edelfaulen oder überreifen Trauben gewonnen. Sehr häufig müssen die Trauben einzeln gelesen werden. Je nach Anbaugebiet muss eine Beerenauslese eine Mindestmostgewicht von 110 Grad bis zu 128 Grad Oechsle aufweisen.
- Trockenbeerenauslese: Diese besteht vollständig von der Edelfäule befallen Trauben. Diese bleiben so lange am Rebstock, bis sie den Rosinen ähnlich sind. Eine Trockenbeerenauslese hat ein Mindestmostgewicht von 150 Grad bis 154 Grad Oechsle.
Eine Spezialität ist der Eiswein. Er wird aus Trauben gekeltert, die bei der Lese und auch bei der Kelterung gefroren sind. Die Lese findet daher bei Temperaturen ab -6 Grad Celsius und darunter statt. Da das in den Beeren enthaltene Wasser zu Eis geworden ist, kann es beim Keltern nicht in den Most gelangen. Jedoch liegt das Mindestmostgewicht mit zwischen 110 Grad und 128 Grad Oechsle je Weinbaugebiet unter dem der Trockenbeerenauslese.













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