Champagner, ist ein Schaumwein, der im Weinanbaugebiet der
Champagne in Frankreich erzeugt wird. In fast allen Teilen der Welt gilt der Champagner als wohl festlichstes und vornehmstes Getränk. Aber Schaumwein darf sich nur Champagner nennen, wenn sein Grundwein aus der Champagne kommt und der auch dort unter Einhaltung von strengen Produktions- und Qualitätsvorschriften vergoren und abgefüllt wurde. Alles andere ist eben nur Schaumwein, auch wenn dieser in Deutschland
Sekt genannt werden darf. Daher hat ein Champagner immer den Status einer
Appellation d’Origine Contrôlée, auch wenn es nicht auf der Flasche steht.
Es steht außer Frage, dass der Verbraucher insbesondere beim Kauf von Champagner der führenden Erzeuger die Kosten der weltweiten Werbung mitbezahlen muss. Aber er bekommt dafür auch ein Getränk, das den striktesten Vorschriften zu Herstellung unter allen Schaumweinen hat. Dazu zählen:
- ein streng abgegrenztes Anbaugebiet
- besondere Anpflanzvorschriften, z. B. Pflanzendichte
- der Ertrag wird eingeschränkt
- die Trauben müssen immer per Hand gelesen sein
- die Beeren müssen sofort und schonend ausgepresst werden
- es muss das Verfahren der Flaschengärung angewendet werden
- er muss für eine vorgeschriebene Zeit auf der Hefe lagern
- und das Transvasierverfahren (Filterung anstatt Degorgieren) ist verboten.
[mehr Infos...]
Champagner Rebsorten und Lagen
Die Champagnerreben gedeihen in einem weltweit einmaligen Terroir (was ein abgestimmtes Mikroklima, Geologie, Topographie, Bodenbeschaffenheit erfordert), was die Qualität des noch sehr handwerklich hergestellten Getränks maßgeblich beeinflusst. Das Gebiet von rund 33.500 Hektar wurde 1927 gesetzlich festgeschrieben und umfasst u. a. die Weinanbaugebiete
Montagne de Reims,
Vallée de la Marne,
Côte des Blancs und Côte des Bar. Für die Erzeugung von Champagner werden die Beeren von ausschließlich drei Rebsorten, der
Pinot Noir, was ein Spätburgunder ist, der
Pinot Meunier, eine Müllerrebe oder ein
Schwarzriesling, und der Rebsorte
Chardonnay verwendet.
In der Côte des Blancs wird der Grundwein hauptsächlich aus
Blanc de Blancs Cuvées der Chardonnay sortenrein bereitet. In der Champagne bedeutet Cuvée, dass hierzu nur die Trauben der ersten Lese hergenommen werden. In der Champagne wurde auch der Begriff der Blanc de Noirs, also Weißwein aus dunklen Trauben, erfunden. Diese sind hier heute seltener zu finden, jedoch erzeugen die Sekthäuser Bollinger, Bruno Paillard und Mailly noch welche.