Wissenswertes über die Rebsorte Elbling für Weißwein



Elbling - weiße Rebsorte

Elbling in Kürze

Sehr alte Sorte mit einer roten Spielarten

Synonyme für Elbling Albana, Albich, Burger, Elsässer, Frankenthaler, Großrieslung, Grüner Heunisch, Kleinberger, Räifrench, Rheinalben, Silberweiß, Weißer Silvaner

Die weiße Rebsorte Elbling ist unter zahlreichen Synonymen bekannt, von denen einige sehr naheliegend sind, wie zum Beispiel Weißer Elbling, und andere eher für Verwirrung sorgen, so zum Beispiel Albana. Hin und wieder kommt es zu Verwechslungen mit der in Kalifornien kultivierten Sorte Monbadon, die auch als Elbling bezeichnet wird. Verwandtschaftliche Beziehungen zwischen diesen Reben bestehen allerdings nicht.

Die Abstammung der weißen Rebsorte Elbling ist bis heute nicht zu 100% geklärt. Untersuchungen legen allerdings nahe, dass es sich um das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung handelt, an der auf jeden Fall Weißer Heunisch (Gouais Blanc) beteiligt war, vermutlich auch ein Traminer-Sämling.
Ihrerseits war Elbling als Kreuzungspartner bei den Sorten Elbriesling und Huxelrebe beteiligt.

Auch die Herkunft der Elbling-Rebe ist nicht gesichert. Es könnte sein, dass sie bereits bei den Römern bekannt war und diese die Sorte aus Italien an die Mosel gebracht haben. Diese Theorie lässt sich aber wohl nicht beweisen und wird aufgrund der Elternschaft der Sorte Weißer Heunisch vielfach angezweifelt.
Sicher ist, dass die Elbling eine der ältesten Rebsorten Mitteleuropas ist. Schriftliche Belege stammen aus dem 15. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war die Sorte weit verbreitet, vermutlich die am häufigsten kultivierte Sorte Deutschlands. Es wird vermutet, dass um das Jahr 1800 etwa drei Viertel der deutschen Rebfläche mit dieser Sorte bedeckt waren. In der Folge wurden Riesling und Silvaner immer wichtiger und verdrängten die ursprünglich dominierende Rebe. Heute ist die Elbling daher in Deutschland nur noch auf einer vergleichsweise kleinen Fläche von gut 500 Hektar zu finden, die sich nahezu vollständig an der Mosel befindet. Kleinere Bestände sind in Baden und Sachsen vorhanden. Außerhalb der deutschen Weinbaugebiete gibt es in Frankreich (Elsass), Luxemburg und der Schweiz kleine Anbauflächen.
Im Allgemeinen wird die Elbling daher heute als eine aus Deutschland stammende Rebsorte angesehen.

Die Traube erbringt trockene Weißweine mit kräftiger Säure und relativ geringem Alkoholgehalt. Er ist in der Regel fruchtig und spritzig. Insgesamt bringt die Elbling-Rebe damit sehr gute Voraussetzungen für die Schaumweinproduktion mit.

Es gibt die Spielart Roter Elbling, für die es ebenfalls zahlreiche Synonyme gibt. Es handelt sich um eine farbliche Mutation mit roten Beeren.
In Luxemburg werden beide Varianten der Traube oft im Gemischten Satz unter der Bezeichnung Räifrench angebaut. Das Lesegut wird vornehmlich zu Schaumwein verarbeitet.

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