Rotwein-Rebe Marechal Foch im Rebsortenlexikon von ps-wein.de



Marechal Foch - rote Rebsorte

Maréchal Foch in Kürze

Französische Hybridrebe

Synonyme für Maréchal Foch Foch, Kuhlmann 188-2, Marshal Fosh

Die nach dem berühmten General des 1. Weltkriegs benannte Rotweinrebe ist eine französische Hybride. Sie wurde vom französischen Rebenzüchter Eugene Kuhlmann zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Elsass gezüchtet. Die Maréchal Foch ist aus der Kreuzung einer Riparia-rupertis-Hybride mit der Vinifera-Sorte Goldriesling hervorgegangen.

Angebaut wird die Sorte vor allem in Kanada und den USA, insbesondere im Bundesstaat New York. Aber auch in der Schweiz sind einige Hektar mit ihr bestockt. In Frankreich war sie an der Loire früher recht weit verbreitet, ist aber inzwischen kaum noch zu finden.
In Deutschland wurde sie in den 1930er Jahren verboten – was sicherlich in erster Linie auf ihren Namen zurückzuführen ist, schließlich war Marschall Ferdinand Foch federführend bei den Verhandlungen des Waffenstillstands von Compiègne. Seit 2008 ist die rote Rebsorte in Deutschland wieder zugelassen, wird allerdings kaum kultiviert.

Die Maréchal Foch ist eine früh reifende und frostharte Sorte, sodass sie sich sehr gut für den Anbau in kühlen bis kalten Anbauzonen eignet. Sie ist unempfindlich für beide Mehltauarten und Botrytis.
Sie erbringt farbkräftige Rotweine mit hohem Tanningehalt. Üblicherweise zeigen diese Weine eine deutliche Kräuternote, oftmals auch rauchige Aromen. Für mehr Substanz werden die Weine gerne im Holzfass ausgebaut. Für Tropfen, die spürbar leichter ausfallen sollen, setzten die Weinbauern auf Kohlensäuremaischung.

 
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