Informationen über die historisch bedeutende Rotwein-Rebe Mission

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Mission - rote Rebsorte

Mission in Kürze

Historisch bedeutende Sorte

Synonyme für Mission Criolla Chica, El Paso, Listan Prieto, Listrao, Mission's Grape, Negra Corriente, Pais, Rosa del Peru, Uva Negra, Uva Pais

Der roten Rebsorte Mission kommt eher eine historische Bedeutung zu, als eine für den heutigen Weinbau. Die Rebe, die unter zahlreichen Synonymen bekannt ist, wie Criolla Chica, Listan Prieto oder auch El Paso und Pais, stammt ursprünglich aus Spanien und ist heute in vielen Ländern Südamerikas verbreitet.
Die Rotweinrebe Mission wurde von spanischen Franziskanermönchen um das Jahr 1540 nach Mexiko gebracht. Dort gründeten die Franziskaner einige Missionen und benötigen Reben, um ihren Messwein zu keltern. Ob die Mönche damit die erste aus Europa stammende Vitis vinifera auf dem südamerikanischen Kontinent handelt, ist nicht gesichert, denn der Konquistador Hernan Cortez, der rund 20 Jahre vor den Geistlichen nach Südamerika kam, soll ebenfalls Reben eingeführt haben.
Sicher ist, dass sich die Mission von Mexiko aus ausgebreitet hat. Denn spanische Kolonisten führten sie im Laufe des 17. Jahrhunderts in Argentinien, Chile und Peru ein. Die Franziskaner brachten sie im 18. Jahrhundert dann nach Nordamerika, genauer gesagt nach Kalifornien, wo sie ebenfalls missionarisch tätig waren. Damit ist die Mission die erste erfolgreich in Nordamerika kultivierte europäische Sorte. Es gab zwar bereits vorher Versuche, Reben aus Europa auf dem Gebiet der heutigen USA zu kultivieren, doch scheiterten diese alle an der Reblaus.

In ihrer Heimat Spanien wurde die Rotweinrebe durch die Reblaus im 19. Jahrhundert so gut wie ausgerottet. Heute ist sie auf dem spanischen Festland überhaupt nicht mehr zu finden, lediglich auf den Kanarischen Inseln gibt es noch einen Bestand, der etwa 30 Hektar umfasst.
In Chile hat die Mission, allerdings in der Regel unter dem Namen Pais, noch große Bedeutung. Zwar geht die Rebfläche langsam zurück, aber noch immer sind gut 3.500 Hektar mit dieser Sorte bestockt. In Argentinien steht die Mission auf etwa 400 Hektar, in Kalifornien belegt sie rund 250 Hektar. In anderen Weinbauländern auf dem amerikanischen Doppelkontinent ist sie nicht mehr oder in nur sehr geringem Umfang zu finden.

Die Mission ist eine ertragreiche Rebe, die widerstandsfähig gegen Dürre ist und damit für den Anbau in vielen Regionen Südamerikas gut geeignet ist. Die Beeren dieser Sorte sind hellrot und erbringen rosefarbenen Wein, der manchmal auch als sehr dunkler Weißwein durchgehen könnte. Dennoch handelt es sich um eine rote Rebsorte.
Die Weine sind sehr einfacher Natur, meistens süß und werden häufig mit farbkräftigeren Sorten verschnitten. In der Regel werden sie in Tetra Paks oder anderen Großgebinden abgefüllt und lokal konsumiert.
Aufgrund steigender Qualitätsansprüche sinkt die Nachfrage nach der Mission stetig, sodass anzunehmen ist, dass ihr Bestand in den nächsten Jahren weiter zurückgehen wird.

 
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