Rotwein-Rebe Mondeuse Noir - Rebsorte Mondeuse im Rebsortenlexikon

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Mondeuse Noir - rote Rebsorte

Mondeuse Noir in Kürze

Sehr alte Sorte

Synonyme für Mondeuse Noir Angelique, Begean, Gros Rouge, Grosse Sirah, La Dame, Mandoux, Persaigne, Refosco, Savoyard, Tinta Rodo, Tornarin

Die Mondeuse Noir stammt aus Frankreich und ist eine der ältesten Rebsorten in Savoyen. Nach einer Hypothese soll es sich gar um die in der Antike von Plinius dem Älteren beschrieben Sorte Allobrogica handeln. Belege jeglicher Art gibt es dafür natürlich nicht. DNA-Untersuchungen haben im Jahr 2012 ergeben, dass die Mondeuse Noir aus einer höchstwahrscheinlich natürlichen Kreuzung zwischen Mondeuse Blanche x Tressot hervorgegangen ist. Im Zuge dieser genetischen Untersuchung konnte auch widerlegt werden, dass die Mondeuse Blanche eine farbliche Mutation ist. Die Mondeuse Gris hingegen ist eine hellbeerige Mutation der Mondeuse Noir. Herausgestellt hat sich außerdem, dass die Douce Noir eng verwandt ist.
Zu Verwechslungen führen einige der Synonyme, unter denen die Mondeuse Noir bekannt ist. So wird die Rotweinrebe in Kalifornien als Refosco bezeichnet, was dazu führt, dass immer wieder angenommen wird, es handle sich um einen direkten Nachfahren der antiken Rebe oder um die Rotweinrebe gleichen Namens, die in Norditalien kultiviert wird. Auch mit Milgranet und Syrah ist die Mondeuse Noir weder identisch noch verwandt.


Die mittel reifende Rebe ist empfindlich für Dürre und anfällig für Milben und beide Arten des Mehltaus. Sie erbringt farbkräftige und alkoholstarke Rotweine mit würziger Pfeffernote. Diese Weine weisen gutes Alterungspotenzial auf.
Sie ist in der französischen Weinbauregion Savoyen in den beiden Appellationen Bugey und Vin de Savoie zugelassen. Insgesamt steht die Rebe hier auf rund 300 Hektar. In der benachbarten Schweiz und in Australien gibt es weitere kleine Bestände.

 
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