Auge - Möglichkeit der Ertragsvorhersage



Auge - ein Fachbegriff im Weinbau

Die Knospen eines Rebstocks werden als Augen bezeichnet. Ein Auge enthält die vollständig ausgebildete Sproßanlage einer Rebe, mit Blättern, Blüten und Ranken. Im Herbst ist die Sproßanlage voll ausgebildet. Je wärmer der Spätsommer und der Herbst sind, desto besser ist das Auge ausgebildet. So lässt sich bereits im Herbst feststellen, wie der Ertrag des nächsten Jahres ausfallen wird. Anhand der Anzahl der Augen pro Quadratmeter lässt sich die ungefähre Literzahl pro Hektar berechnen. Beim Rebschnitt werden die Augen auf die gewünschte Anzahl zurückgeschnitten. Die Augen bei winterharten Sorten können Temperaturen bis zu -15°C unbeschadet überstehen. In Weinbauregionen mit niedrigeren Temperaturen werden die Reben, nachdem sie im Herbst ihre Blätter verloren haben, zum Schutz vor der Kälte umgebogen und mit Erde zugedeckt.