Die rote Rebsorte Blauer Portugieser wird vor allem in den beiden deutschen Weinbaugebieten Rheinhessen und Pfalz kultiviert, lässt aber unerfahrene Weintrinker an Portugal denken. Also, Namensschwindel oder was? - Keinesfalls!
Die Herkunft dieser roten Rebsorte ist umstritten. Für die einen ist klar, dass diese Rebsorte aus Portugal stammt, für die anderen ist dies eine Legende. Allerdings gibt es in der österreichischen Gemeinde Gumpoldskirchen, unweit von Wien, einen beurkundeten Hinweis, dass ein Freiherr von Fries die Rebsorte Blauer Portugieser im Jahr 1772 aus Porto nach Bad Vöslau in Österreich gebracht habe.
Die Rebsorte, die nach Spätburgunder und Dornfelder die dritt häufigste rote Rebsorte in Deutschland ist, stammt also mit einiger Sicherheit wirklich aus Portugal und trägt ihren Namen daher zu recht.
Ein Dokument aus dem 16. Jahrhundert belegt, dass die Benediktiner-Mönche der Abtei St. Hilaire im Südwesten Frankreichs Schaumwein erzeugt haben. Es handelt sich um die heutige Appellation Blanquette de Limoux im Languedoc, wo auch heute noch Schaumwein erzeugt wird.
Für den Schaumwein aus der Appellation Blanquette de Limoux werden die drei Rebsorten Blanquette (Mauzac), Chenin Blanc und Chardonnay verwendet, wobei auf Blanquette 90% entfallen und die beiden anderen Rebsorten zur Abrundung des Verschnitts verwendet werden. Der Schaumwein in dieser Region im Languedoc wird nach der Champagner-Methode erzeugt und kommt in drei Versionen auf den Markt: brut, demi-brut und doux.
Das kleine Örtchen Barolo in Norditalien ist weltberühmt. Grund für diese Bekanntheit ist der gleichnamige Rotwein, der in Barolo und der näheren Umgebung erzeugt wird.
Auf rund 1200 Hektar gedeihen die Nebbiolo-Trauben unter nahezu idealen Bedingungen. Der nahe gelegene Fluss Tanaro sorgt für die notwendige Luftfeuchtigkeit und die Böden bieten alles, was die Rebstöcke benötigen, um hervorragende Trauben hervorzubringen.
Eine Besonderheit des Barolo ist sein mächtiger Körper, der ihn in jungen Jahren oft unnahbar erscheint. Da der Barolo sehr langsam reift, sind junge Weine kein Genuss. Um seine volle Klasse zu entfalten, sollte dem Wein Zeit gegeben werden, knapp 10 Jahre dürfen es ruhig sein. Erstklassige Tropfen aus besonders guten Jahrgängen dürfen gut und gerne ein Jahrzehnt lagern, ehe sie ins Glas kommen.
Wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab, ist Wein das beliebteste Getränk der Deutschen zum Weihnachtsmenü. Laut dieser Umfrage werden 61% der befragten Personen Wein zum Weihnachtsessen trinken, während 36% zu Wasser und anderen alkoholfreien Getränken greifen und sich 12% auf ein Bier am Weihnachtsabend freuen.
Weinbergstouren mit Anhänger und Trekker sind in Rheinhessen unter der Bezeichnung Funzelfahrten bekannt. Diese Fahrten lieferten nun die Idee für ein Brettspiel, das die Atmosphäre der Weinbegrsrundfahrten in den heimischen vier Wänden wieder aufleben lässt.
4 bis 14 Personen können sich für zwei bis drei Stunden auf die Funzelfahrt begeben und dabei Wein probieren und jede Menge theoretische und praktische Aufgaben rund um das Thema Wein bewältigen.
Das komplette Spielset beinhaltet neben Spielbrett und Figuren selbstverständlich eine gut verständliche Anleitung und außerdem 7 Flaschen ausgesuchten Wein des Weinguts Petershof in Rheinhessen.
Kreiert wurde das Spiel von Karin und Peter Huff vom Weingut Petershof in Nierstein in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur aus Oppenheim.
Wenn es draußen so richtig kalt und ungemütlich ist, der Wind an den Rolläden rüttelt und der Regen ums Haus peitscht, dann verzieht man sich am besten mit einer guten Flasche Rotwein, einem spannenden Buch und einer warmen Decke aufs Sofa und schon ist das Wetter vergessen und der Tag gerettet!
Neulich beim Surfen im Internet stieß ich auf eine Seite, die Tipps zum Trinken ohne Kater vorstellte. Einer dieser Tipps lautetet: Besser Weißwein trinken, statt Rotwein zu genießen, denn erster erzeugt seltener Kopfschmerzen als sein roter Gefährte.
Das mag ja so sein und nicht zuletzt am Schwefelgehalt liegen, doch erscheint mir diese Weisheit doch als sehr zweifelhaft. Wie wäre es denn von vornherein mit genussvollem Trinken an Stelle vom Besäufnis?!
Die bedeutendste rote Rebsorte in Spanien ist Tempranillo, die in den verschiedenen Landesteilen auch unter den Bezeichnungen Tinta del Pais, Tinto Fino, Cencibel, Tinto del Toro und Ull de Llebre bekannt ist.
Reinsortig wird Tempranillo in Spanien eher selten ausgebaut, eher wird diese Rebsorte mit Cabernet Sauvignon, Garnacha oder Merlot verschnitten, wodurch tiefdunkle und fruchtige Rotweine entstehen. Typische Aromen sind Erdbeere, Blaubeere und Brombeere. Wird der Wein im Barrique ausgebaut, kommen Noten von Karamell, Vanille, Kaffe und verschiedenen Gewürzen hinzu.
Vor allem in der spanischen Weinregion La Rioja kommt der Tempranillo-Rebe große Bedeutung zu. Der rote Rioja wird zu gut 80% aus Tempranillo gekeltert.
Bei den spanischen Winzer ist diese Rebsorte nicht zuletzt so beliebt, weil sie als äußerst widerstandsfähig gilt und sehr ertragreich ist.
Im Groben gesagt gibt es zwei Varianten von Kunststoffkorken, zum einen den gegossenen Stopfen und einen gepressten aus Korkgranulat und Polyurethan. Der Vorteil dieser Korken liegt darin, dass sie in der Herstellung recht günstig sind und die Flaschen mit herkömmlichen Maschinen verschlossen werden können. Die Nachteile sind in der hohen Gasdurchlässigkeit der gegossenen Variante zu sehen und auch der gepresste Korken birgt gewisse Risiken, denn es ist fraglich, ob Korkfehler hier zu vermeiden sind. Auch bei der Gasdichte und Wiederverschließbarkeit schneiden diese Varianten eher schlecht ab. Zum Öffnen ist auch hier ein Korkenzieher notwendig, dass vertraute „Plopp“ klingt bei Kunststoffkorken allerdings meist eher etwas fad.