In Rheinland-Pfalz stehen derzeit so viele Rieslingreben wie noch nie zuvor, dies geht zumindest aus einer Erhebung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems hervor. Demnach sind zur Zeit 16.801 Hektar mit der Weißweinrebe bestockt.
Insgesamt ist in Rheinland-Pfalz ein Trend hin zu weißen Sorten und damit weg von den roten Rebsorten zu erkennen. Allerdings ist dieser Trend bisher nur sehr schwach ausgeprägt.
Ende März ist es wieder soweit, in Düsseldorf öffnet die Weinmesse ProWein ihre Tore. Vom 29.-31. März werden mehr als 3000 verschiedene Anbieter aus insgesamt 40 Ländern in Düsseldorf erwartet.
Die Messe ist übrigens nur für Fachbesucher geöffnet, alle anderen müssen sich über neue Trends und Produkte in den Medien informieren.
Rund ein halbes Jahrhundert ist es her, dass deutsche Rotweine groß in Mode waren. Schien diese Zeit vorbei und Deutschlands Entwicklung zum Weißweinland unaufhaltsam, ist nun eine Trendwende zu erkennen. Immer mehr Winzer knüpfen an die alte Tradition an und besinnen sich wieder auf ihre Fähigkeiten in Sachen Rotweinerzeugung.
Vor allem der Spätburgunder erbringt hierzulande Weine in Spitzenqualität, vorausgesetzt er wird richtig behandelt. Besonders im Rheingau sind immer wieder hervorragende Tropfen zu finden. Aber nicht nur dort, sondern auch in der Pfalz und in Franken gibt es Winzer, die sich seit Jahren dem Spätburgunder widmen.
Die Winzer, die sich den deutschen Rotweinen verschrieben haben, treten mit zunehmenden Selbstbewusstsein an die Öffentlichkeit und scheuen auch den Vergleich mit großen Burgundern nicht.
Das Problem, das deutsche Spitzen-Rotweine mit sich bringen ist ihr Preis. Denn kaum jemand ist bereit für einen solchen Wein 40 oder 50€ zu bezahlen. Bis dies zur Selbstverständlichkeit wird, wie es zum Beispiel bei hervorragenden Rieslingen der Fall ist, wird noch einige Zeit vergehen.