Gerade habe ich ein Gulasch für rund 40 Personen gekocht, das heute Mittag serviert wird. Jetzt ist mir aufgefallen, dass in der Gesellschaft auch einige Kinder vertreten sind, die vom Gulasch essen werden, ich aber rund 6 Liter Rotwein ans Essen gegeben habe.
Ich habe gar nicht groß nachgedacht, sondern mein Gulasch wie immer zubereitet und auf einmal kam mir der Gedanke wie das wohl mit dem Alkohol ist.
Bisher war ich immer davon ausgeganen, dass der Alkohol verkocht, vor allem wenn es sich um ein Schmorgericht handelt, das ewig auf dem Herd steht. In irgendeiner Kochsendung hieße es aber kürzlich, dass das alles Humbug wäre und Alkohol nicht verkocht.
Was stimmt denn nun?
Kurz und gut, der Rat eines Fachmanns muss her. Kurz bei einer Bekannten, die Chemikerin ist, durchgeklingelt und folgende Antwort erhalten: Jain!
Na herrlich!
Folgende Erklärung für Laien (wie mich): Alkohol hat eine niedrigere Siedetemperatur als Wasser, kocht und verdampft also schon ehe das gesamte Essen anfängt zu blubbern. Dennoch kann man wohl nicht davon ausgehen, dass der Wein restlos verkocht und lediglich seinen Geschmack zurücklässt. Je länger das Gericht kocht, desto geringer sind die Rückstände, aber vollkommen verschwinden wird der Alkohol wohl auch bei einem Schmorgericht nicht.
Tja, da werde ich wohl erst die Eltern interviewen, ehe ich das Essen serviere und notfalls noch was zaubern…
In dieser Woche eröffnen wieder überall in Deutschland die Weihnachtsmärkte und es wird wieder Glühwein ausgeschenkt, auch wenn es zur Zeit eigentlich noch viel zu warm dafür ist.
Leider ist der Glühwein, der auf dem Weihnachtsmarkt ausgeschenkt wird, meistens nicht besonders schmackhaft und verursacht auch nicht selten Kopfschmerzen.
Wer darauf keine Lust hat, aber dennoch findet, dass die Weihnachtszeit Glühweinzeit ist, sollte auf unser bewährtes Rezept zurückgreifen und seinen eigenen Glühwein zubereiten!
Rezept und Wein - Zwiebelkuchen und Federweißer
Zum Federweißer, der gerade Saison hat, passt Zwiebelkuchen besonders gut, darum heute hier ein Rezept für das herzhafte Gebäck.
Zutaten für den Zwiebelkkuchen:
250g Mehl
125g Butter
150g Speckwürfel
200g geriebener Käse
200g Schmand
2 Bund Petersilie
5 Eier
2 große Gemüsezwiebeln
2 EL Wasser
2 EL Sonnenblumenöl
2 TL Salz
2 TL gemahlener Pfeffer
1 TL Kümmel
Zubereitung:
Mehl, Butter, 1 Ei und das Wasser zu einem Teig kneten. eine Springform einfetten und den Teig passend ausrollen, dabei darauf achten, dass genügend Rand entsteht. Den Teig in die Form legen.
Die Zwiebel schälen und in grobe Würfel scheniden, dann zusammen mit dem Speck in Öl kurz anbraten, etwas abkühlen lassen und auf den Teig geben.
Die restlichen Eier mit dem Schmand verrquirlen, Käse und gehackte Petersilie ebenfalls unterrühren und zum Schluss mit Kümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Masse über die Zwiebeln gießen und glattstreichen.
Der Zwiebelkuchen wird bei 180°C für 40 Minuten knusprig gebacken.
Anschließend den warmen Zwiebelkuchen zusammen mit Federweißer oder einem Glas Riesling servieren.
Ab der nächsten Woche wird es den ersten Federweißer in diesem Jahr geben, denn bereits am Dienstag dieser Woche wurde in der Pfalz mit der Lese begonnen.
Wir können uns also ab nächster Woche auf die leckere Kombination aus Federweißer und Zwiebelkuchen freuen, zum Beispiel am Abend auf der Terasse oder einem Bummel durch die Stadt, zumindest in den Weinbauregionen wird es dann wieder entsprechende Stände geben.
Die eigentliche Weinlese wird in den Weinbauregionen Pfalz und Rheinhessen aber vermutlich erst Mitte September beginnen.
Zu einem gelungenen Picknick gehört ein Rotwein einfach dazu.
Das typische Bild: Eine rot-weiß karierte Decke, eine Flasche Rotwein, etwas Baguette und ein Stück Käse. So wenig Aufwand für ein großartiges Erlebnis!
Worauf also noch warten? Am nächsten lauen Sommerabend, einfach diese Utensilien zusammenpacken und ab nach draußen – und keine Angst, die Decke darf auch eine andere Farbe haben!
Passend zum Sommer und zur EM soll das österreichische Kultgetränk hier einmal näher beleuchtet werden. Für den typischen G`Spritzten benötigt man einen pfeffrigen Grünen Veltliner, der einen nicht zu hohen Alkoholgehalt aufweist, dafür aber reich an belebender Säure ist. Dazu ein guter Schuss Sodawasser und fertig ist das Kultgetränk der Alpenrepublik.
Vermutlich wird der G`Spitzte während der EM dem Bier aber nicht den Rang ablaufen, der typische Fußballfan genießt halt eher einen kühlen Gerstensaft.
So, der obligatorische Erdbeerkuchen ist verdrückt. Allerdings war er, wohl dadurch bedingt, dass Muttertag in diesem Jahr sehr früh gelegen ist, nicht so aromatisch wie gewohnt. In den nächsten Wochen wird das hoffentlich noch werden!
Heute zum Muttertag gibt es natürlich wieder ein neues Rezept mit Spargel, auch wenn es heute bei kaum jemandem auf dem Tisch landen wird (mangels passender Zutaten), probiert es ja vielleicht der ein oder andere am nächsten Sonntag aus - an Pfingsten soll man schließlich auch nicht darben.
Spargel-Carpaccio
Zutaten für 4 Personen:
12 weiße Spargelspitze
300g Rinderfilet
2EL Weinessig
5EL Olivenöl
1TL Kapern
8 Blatt Basilikum
1/2 Bund Rucola
Salz und weißer Pfeffer
Zubereitung:
Marinade: Den Essig mit etwas Salz verühren,bis sich das Salz aufgelöst hat, dann Pfeffer und Öl hinzugeben. Die Basilikumblätter in streifen schneiden und mit den Kapern zur Marinade geben.
Carpaccio: Die Spargelspitzen waschen, im unteren Bereich schälen und anschließend längs halbieren. Spargel in die Sauce geben, darin wenden und zugedeckt für 1-2 Stunden marinieren. Inzwischen das Rinderfilet in Alufolie wickeln und im Gefrierschrank kurz anfrieren.
Das Filet antauen lassen und in möglichst dünne Scheiben schneiden.
Rucola waschen, putzen. Die Spargelspitzen aus der Marinade nehmen.
Spargelspitzen, Filetscheiben und Rucola auf Tellern anrichten, indem die Fleischscheiben zuunterst liegen und darüber Rucola und Spargel verteilt werden. Anschließend alles mit der Marinade beträufeln und sofort servieren.
Wieder ein anderes Rezept und ich hoffe wiedermal was Neues!
Spargel-Quiche
Zutaten für 4-6 Personen:
300g Mehl
100g Parmesan
2TL Salz
100ml Olivenöl
1 Ei
1,5kg grüner Spargel
2EL Butter
6 Eier
500g Sahne
130g Parmesan
Salz und Pfeffer
2 Quicheformen mit einem Durchmesser von jeweils 28-30cm
Zubereitung:
Zuerst den Teig zubereiten. Dazu das Mehl mit 100g Parmesan und einem TL Salz vermischen. Das Ei und das Olivenöl dazugeben und den teig verkenten. Sollte er zu fest und bröselig sein, kann etwas Wasser dazugegossen werden. Teig zu einer Kugel kneten, in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen.
Den Backofen auf 220°C vorheizen.
Den Spargel schälen, waschen und für ca. 5min blanchieren. Anschließnd abschrecken.
Dann die Quicheformen mit Butter einfetten. Den Teig in zwei gleichgroße Stücke teilen und auf bemehlter Unterlage ausrollen. Wenn es zu sehr klebt, einfach ein Stück Frischhaltefolie zwischen Teig und Küchenrolle legen!
Den Teig in die Quicheformen legen und am Rand festdrücken. Anschließend den Spargel darauf verteilen.
Die 6 Eier mit der Sahne, dem Parmesan und etwas Salz und Pfeffer verquireln und über den Spargel gießen.
Anschließnd die Quiche für rund 45 Minuten im Backofen backen.
Das Rezept ist für vier sehr hungrige Personen oder sechs mittelhungrige Personen ausgelegt.
Von der Menge her erscheint es nicht soviel, doch wird die Quiche durch die Sauce sehr mächtig und sättigend. Und wenn etwas übrigbleiben sollte - die Quiche schmeckt auch kalt oder warm am nächsten Tag!
Zur Quiche passt ein gemischter Salat.
Pasta und Spargel ist nur was für Studenten und der Spargel kommt eh aus dem Glas…
So könnte eine Aussage einiger meiner Bekannten lauten, die zu Spargel immer nur ihr Filetsteak oder ein Lachsfilet verspeisen. Zugegeben, beides ist auch nicht schlecht, aber Pasta und Spargel können ebenfalls bestens miteinander kombiniert werden!
Um das zu beweisen, heute mal ein Spargel-Pasta-Rezept.
Zweierlei Spargel mit Vollkornpasta
Zutaten für 4 Personen:
500g weißer Spargel
500g grüner Spargel
400g Vollkornnudel (möglichst Hörnchen oder Spirelli)
1 Schalotte
250ml Sahne
1/4 Bund Kerbel
2TL Butter
100g Parmesan
Salz, Pfeffer und Muskatnus
Zubereitung:
Den Spargel schälen, waschen und in ca. 2-3cm große Stücke schneiden. Die Schalotte ebenfalls schälen und ebenso wie den Kerbel fein hacken.
Inzwischen Nudelwasser aufstellen und die Nudel mit einer Prise Salz bissfest kochen.
Während die Nudeln kochen, die Butter in einem Topf zerlassen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Dann den Spargel zugeben und kurz mitbraten. Anschließend die Sahne dazugießen und alles mit Pfeffer, Salz und Muskatnus abschmecken. Bei geringer Hitze köcheln lassen, bis der Spargel bissfest ist. Dann den Parmesan unterühren.
In der Zwischenzeit die Nudeln abgießen und ggf. kurz warmhalten. Zum Spargel geben und vermischen, zum Schluss den gehackten Kerbel darüberstreuen.
Heute ist Donnerstag, also der dritte Tag in unserer Spargelwoche, demzufolge gibt es an dieser Stelle auch das dritte Spargelrezept!
Spargelröllchen in Blätterteig
Zutaten für 4 Personen:
32 Stangen grüner Spargel
4 große oder 8 kleine Lagen Blätterteig
50g Butter (für den Blätterteig)
2 Schalotten
1 Lorbeerblatt
150ml Weißwein
175g Butter (für die Sauce)
1 EL Kräuter (möglichst frisch)
Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen
Den Blätterteig mit geschmolzener Butter einstreichen und Dreiecke zuschneiden. Jeweils vier Stangen Spargel in ein Blätterteigdreieck einrollen. Die Spargelröllchen auf ein Backblech (gefettet oder mit Backpapier) legen und für knapp 10 Minuten im Ofen backen.
In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten: Schalotten schälen und fein würfeln. Schalotten zusammen mit dem Lorbeerblatt und dem weißwein in einen Topf geben und einkochen lassen, bis nur noch max. die Hälfte der ursprünglichen Flüssigkeit vorhanden ist. Die Flüssigkeit in eine Schüssel geben und die geschmolzenen Butter unterrühren, bis sich eine glänzende Flüssigkeit bildet. Die Kräuter unterrühren und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die heiße Sauce zu den Spargelröllchen servieren.
Dazu passt ein gemischter Salat oder auch ein saftiges Steak.