Schon in der Bibel steht: „Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern nimm ein wenig Wein dazu um des Magens willen und weil du oft krank bist.“ (1. TIMOTHEUS 5:23). Dabei wird auf die positive gesundheitliche Wirkung des edlen Rebensaftes eingegangen. Immer mehr Studien kommen zu dem Schluss, dass Wein der Gesundheit gut tut. Natürlich sprechen wir hier von einem mäßigen Weinkonsum, der gut für den Kreislauf ist und Herzerkrankungen vorbeugen kann.
Interessant ist in diesem Zusammenhang das sog. “French Paradoxon”. In Frankreich wird weit mehr geraucht und dem Wein gefrönt als anderswo in Europa. Dennoch ist das Herzinfarktrisiko in Frankreich für Männer und Frauen zwischen 40 und 69 Jahren nur halb so hoch wie in den anderen Ländern. Auch viele Online Apotheken haben inzwischen Produkte aus Weinblättern und Co in ihrem Sortiment.
Polyphenole und Alkohol schützen Männer
Eine Forschergruppe um den Sportmediziner Klaus Jung von der Universität Mainz hatte vor Kurzem herausgefunden, dass Weißwein sogar noch stärker das Risiko einer Herzerkrankung senkt als Rotwein. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei Männern eine Kombination aus Polyphenolen (Abwehrstoffe der Traube zum Schutz vor Parasiten und Pilzen) und Alkohol den Organismus schützt. Bei Frauen konnte diese Wirkung noch nicht nachgewiesen werden.
Barrique Rotweine wirken gefäßerweiternd
Eine weitere Studie der Uni Köln kommt zu dem Schluss, dass besonders Rotweine aus Eichenfässern stark gefäßerweiternd wirken. Die Verklumpung der Blutplättchen wird so vermindert und ein Infarkt wird weniger wahrscheinlich. Die Wissenschaftler führen diese Wirkung auf den hohen Gehalt an Tanninen und Phenolen in diesen Weinen zurück.
Wein gegen Erkältung
Die Deutsche Weinakademie in Mainz hat erklärt, dass Wein auch bei Erkältungen hilft, weil er einen Großteil der Bakterien oder Viren abtötet. Zudem beugt mäßiges und regelmäßiges Weintrinken auch einem altersbedingten Abbau der Gehirnfunktionen vor, verhüte die Nierensteinbildung und regt das Liebesleben an.
Übermäßiger Weingenuss
Wein hat in der Regel 10-15% Alkoholanteil. Das bedeutet, dass übermäßiger Weingenuss der Gesundheit schaden kann. Mediziner waren davor, dass dadurch Leber, Galle und Magenschleimhäute geschädigt werden könnten. Welche Menge unbedenklich ist, ist auch weiterhin strittig. Die Deutsche Weinakademie nennt in Absprache mit Ärzten eine Menge von 0,2 bis 0,4 Liter pro Tag, das entspricht in etwa 40 Gramm Alkohol.