Deutscher Rotwein wird oft verkannt, da Deutschland gemeinhin als Weißweinland gilt. Dieses Bild haben vor allem die hervorragenden Rieslinge aus dem Rheingau, von der Mosel oder auch aus der Pfalz geprägt.
Trotz allem gibt es in Deutschland aber auch hervorragende Rotweine, vor allem der Spätburgunder schickt sich seit einigen Jahren an, endlich ins verdiente Rampenlicht zu rücken. Der deutsche Pinot Noir braucht sich in vielen Fällen nicht hinter seinen Kollegen aus dem Ausland zu verstecken und hat überdies noch den Vorteil, dass er in der Regel zu einem fairen Preis auf den Markt kommt.
Selbstverständlich gibt es in beim Blauburgunder in Deutschland ebenfalls schwankende Qualitäten, schließlich ist nicht jeder Boden und jede Lage für diese Rebsorte geeignet und nicht jeder Winzer ist zum wahren Genusspapst geboren. Letztlich entscheidet doch immer der eigene Geschmack, also einfach probieren!
Lange Jahre fristete Rosé ein Schattendasein, von niemandem wurde diese Weinart so richtig ernst genommen, weder von Winzern, noch von Weintrinkern. Doch diese Zeit scheint nun vorbei zu sein, denn auch in diesem Sommer ist ein deutlicher Trend hin zum Rosewein zu erkennen. Vorbei sind die Zeiten, in denen Rosé ein Ergebnis der Resteverwertung gewesen ist, denn immer mehr Winzer in Deutschland und auch in anderen Weinbauländern widmen sich diesem bisherigen Außenseiter voller Elan.
Damit wird auch das Image des Roséwein nachhaltig verändert, denn süßliche, oft charakterlose Weine gehören der Vergangenheit an, die Weine der neuen Generation überzeugen durch ihre Ausdrucksstärke, ihre Fruchtigkeit und ihre Würze, mit besonders steigender Tendenz Rosewein aus Tavel.
Also, in Zukunft öfter mal zum Rosé greifen!
Einige Wein Aromen sind typisch für Rotwein oder finden sich zumindest in vielen Rotweinen, die aus einer bestimmten Rebsorte gekeltert wurden. Auch Rotweine, die aus derselben Region stammen, zeigen oft Ähnlichkeiten in der Aromatik. Häufig werden Rotweine auch in Holzfässern ausgebaut und zeigen typische Noten aus dieser Ausbaumethode.
Dunkle Beeren: In reifen, trockenen Rotweinen finden sich häufig Noten von Brombeeren, Blaubeeren, Cassis oder auch Maulbeeren. Sie sorgen für einen saftigen Geschmack und einen intensives Bukett.
Kirsche: Die Aromen von Süßkirschen und Sauerkirschen sind typisch für viele Rotweine. Besonders charakteristisch sind Kirschnoten für Dornfelder und Merlot.
Lakritz: Gerbstoffreiche Rotweine, besonders aus den international vertretenen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot weisen süße Noten von Lakritz auf. Aber auch spanische Weine aus der Sorte Tempranillo zeigen häufig Lakritznoten.
Leder: Vor allem kräftige und trockene Rotweine, die im Barrique reiften, zeigen eine ledrige Note im Bukett.
Paprika: Sowohl grüne als auch rote Paprika sind in Rotweinen zu finden. Vor allem Weine aus der Rebsorte Cabernet Sauvignon weisen häufig ein intensives Aroma von grüner Paprika auf.
Pfeffer: Viele trockene Rotweine weisen eine raffinierte Pfeffernote auf, die in einem interessanten Gegensatz zu fruchtigen Noten bildet.
Rote Früchte: Vor allem junge und halbtrockene Weine weisen Noten von süßen roten Früchten, wie zum Beispiel Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren auf. In älteren Rotweinen findet sich oft eine marmeladige Note.
Schokolade: In reifen Rotweinen finden sich häufig Aromen von Schokolade oder Kakao. Diese Aromen entstehen in der Regel durch den Ausbau im Barrique.
Tabak: Vor allem reife Rotweine, die im Holzfass ausgebaut wurden weisen eine Tabaknote auf.
Zwei Begriffe, die eigentlich dasselbe meinen aber unterschiedlich besetzt sind was die Wertung anbelangt. Während bei einem Wein, auf dessen Etikett das Wort Cuvee zu finden ist, der Laie davon ausgeht, er habe ein edles Tröpfchen in der Hand und der Kenner ohnehin weiß was er da ausgesucht hat, stellen sich bei der Bezeichnung Verschnitt auf dem Weinetikett sämtliche Haare auf.
Woran liegt diese unterschiedliche Reaktion?
Das größte Problem des Wortes Verschnitt dürfte in den letzten Jahren entstanden sein, seit auf immer mehr Billig-Weinen aus dem Supermarkt der Hinweis „Verschnitt von Weinen aus mehreren Staaten der EU“ zu finden ist. Der Inhalt dieser Flaschen und Tetrapacks ist meist gewöhnungsbedürftig – euphemistisch ausgedrückt.
In diesem Zusammenhang ist der gute alte Verschnitt, wie ihn früher auch viele deutsche Winzer erzeugt haben, immer mehr in Verruf geraten. Doch wer heute eine Cuvee oder einen Verschnitt in Händen hält, kann sich relativ sicher sein, dass er ein gutes Tröpfchen in Händen hält.