Ab dem Wintersemester 2009/10 soll es einen dualen Studiengang Weinbau und Önologie geben, bei dem neben dem Studium eine praktische Ausbildung absolviert wird. Eingeführt wird dieser Studiengang zunächst nur an der Fachhochschule in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz. Wenn sich Erfolge einstellen bzw. die Nachfrage vorhanden ist, ist nicht auszuschließen, dass es auch an anderen Orten eine derartige Ausbildung geben wird. Ab Februar 2009, können sich Interessenten an der Fachhochschule in Ludwigshafen für diesen neuen Studiengang bewerben.
Vorteil der dualen Ausbildung ist, dass neben der Arbeit in Keller und Weinberg auch Marketinstrategien, Personalmanagement und Betriebsführung wichtige Aspekte der Ausbildung sind.
Weinbergstouren mit Anhänger und Trekker sind in Rheinhessen unter der Bezeichnung Funzelfahrten bekannt. Diese Fahrten lieferten nun die Idee für ein Brettspiel, das die Atmosphäre der Weinbegrsrundfahrten in den heimischen vier Wänden wieder aufleben lässt.
4 bis 14 Personen können sich für zwei bis drei Stunden auf die Funzelfahrt begeben und dabei Wein probieren und jede Menge theoretische und praktische Aufgaben rund um das Thema Wein bewältigen.
Das komplette Spielset beinhaltet neben Spielbrett und Figuren selbstverständlich eine gut verständliche Anleitung und außerdem 7 Flaschen ausgesuchten Wein des Weinguts Petershof in Rheinhessen.
Kreiert wurde das Spiel von Karin und Peter Huff vom Weingut Petershof in Nierstein in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur aus Oppenheim.
Immer wieder ist davon zu hören und zu lesen, dass wir einen Klimawandel erleben, der dazu führen wird, dass sich die heute existierenden Klimazonen verschieben werden. Wer einmal einen Blick vor die Haustür wirft, findet schnell die ersten Anzeichen für diese Veränderung, denn in vielen Vorgärten und auf Balkonen können inzwischen Oleander und andere Pflanzen überwintern, ohne Schäden davonzutragen.
Auch im Weinbau ist die Veränderung des Klimas zu erkennen, so rücken die Rebstöcke unaufhaltsam nach Norden vor. Seit einiger Zeit sind Pläne bekannt geworden, dass im nordrheinwestfälischen Städtchen Höxter an der Weser Reben kultiviert werden sollen. Zunächst ist für den Weinberg eine Fläche von einem Hektar vorgesehen, doch wenn das Experiment, das im Frühjahr 2009 starten soll, Erfolg hat, wird es sicherlich nicht lange bei dem einen Hektar bleiben.
Auf den ersten Blick hört sich die Kombination von Wein und Tagebau merkwürdig an, denkt man doch beim schwer arbeitenden Tagebauer eher an einen Menschen, der nach Feierabend lieber ein kühles Bier genießt als einen schweren Rotwein.
Im südlichen Brandenburg ist in diesem Jahr aber der erste Wein erschienen, dessen Reben in einem ehemaligen Tagebau kultiviert werden; in Deutschlands jüngstem Anbaugebiet – Spree-Neiße. Auf der rekultivierten Fläche des Braunkohletagebaus Welzow-Süd in der Lausitz stehen 200 Rebstöcke, die die Trauben für den „Brandenburger Landwein“ liefern. Angebaut werden die drei Sorten Rondo, Ortega und Merzling.
Bereits die Überschrift dieses Beitrags wird den ein oder anderen stutzig gemacht haben – Wein aus Tansania? Wo liegt Tansania überhaupt und was für Wein gibt es dort?
Die erste Frage ist leicht beantwortet: Tansania liegt in Ostafrika, am Indischen Ozean. Nachbarländer von Tansania sind Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik.
Seit einiger Zeit wird in diesem afrikanischen Staat Wein kultiviert. Ende der 1990er Jahre betrug die Rebfläche ca. 3000 Hektar.
Rebsorten, die in Tansania kultiviert werden sind unter anderem Sirah, Marzemino, Aglianico und Teroldego.
Exportiert wird bisher kaum, der Großteil der Produktion geht in die Touristenregionen des Landes.
Weine aus Osteuropa befinden sich definitiv im Aufwind und damit sind nicht die unsäglichen Pappkartons aus den deutschen Discounter gemeint, die Verschnitte von Weinen aus verschiedenen Ländern der EU enthalten, sondern vielmehr die Erzeugnisse von engagierten Winzern aus Ländern wie Rumänien, Serbien, Mazedonien, Slowenien, Ukraine und Bulgarien.
Die Weingesetzgebung in Slowenien, Rumänien und Bulgarien ist bereits dem EU-Recht angeglichen worden und auch die Regelungen in den anderen Ländern werden überarbeitet. Abseits von den gesetzlichen Regelungen erkennen immer mehr Winzer in Osteuropa das Potential, das in ihren Reben steckt. Sie pflegen ihre Weingärten mit größter Sorgfalt und widmen sämtlichen Abläufen im Keller größte Aufmerksamkeit.
Noch sind qualitativ hochwertige Weine aus Osteuropa in den deutschen Weinregalen eher selten zu finden, doch mit Sicherheit wird sich dieser Umstand schon in wenigen Jahren ändern.
Bei deutschen Weinen ist der Kronkorken nur selten zu finden, in der Schweiz jedoch werden nicht wenige Weißweine mit dem Kronkorken verschlossen. Bei den deutschen Weintrinkern hat der Kronkorken, ähnlich wie der Schraubverschluss, ein recht schlechtes Image. Außerdem gibt es nur wenige Hersteller für die speziellen Flaschen, die für diese Verschlussvariante aus Edelstahl benötigt werden. Außerdem muss nach Ansicht von Winzern und Konsumenten eine Verschlusskappe den Kronkorken verdecken, da dieser Verschluss sonst zu billig aussehen würde. Die Vorteile dieser Verschlusstechnik liegen darin, dass die Kosten nicht zu hoch sind, die Flasche gut abgedichtet wird und leicht zu öffnen ist.
Der Glaskorken bzw. Glasverschluss gilt inzwischen oft als der Heilsbringer in Sachen Weinverschlüsse, denn er sieht edel aus und stößt damit nur auf wenig bis gar keine Ablehnung bei Weintrinkern. Wichtiger noch, der Glaskorken ist für den Weinfreund leicht handzuhaben und dichtet die Flasche sehr gut ab, außerdem kann er wieder auf die Flasche aufgesetzt werden und ermöglich so eine problemlose Widerverschließbarkeit der Flasche. Der Nachteil dieser Verschlussvariante liegt darin, dass es bisher lediglich einen einzigen Hersteller gibt und der Preis mit 50 Cent pro Stück relativ hoch liegt. Sorge bereitet die Dichtungsmasse aus Kunststoff, da bisher noch nicht geklärt ist, welche Auswirkungen sie bei längerer Lagerung auf den Wein hat.
Ursprünglich wurde die rote Rebsorte Syrah im französischen Rhonetal kultiviert, ehe sie aufbrach, um die Neue Welt zu erobern. Inzwischen wird Syrah oder auch Shiraz in Kalifornien, Australien, Neuseeland oder auch Südafrika kultiviert. Sie wird sowohl sortenrein ausgebaut, als auch in Cuvees verwendet.
Unverkennbar ist das Cassisaroma, das Shiraz im Bukett als auch im Geschmack verströmt. Hinzu kommt vor allem bei Syrah aus Übersee eine nicht zu verkennende Schokonote.
Die Rebsorte Malvasier findet sich in einigen großen Weinen der Welt wieder, ist aber dennoch nur begrenzt bekannt. Aus diesem Grund kann man durchaus davon sprechen, dass Malvasier eine unterschätzte Rebsorte ist.
Vor allem in Cuvees aus Spanien, Frankreich und Portugal findet sich häufig ein Anteil Malvasier, die in Spanien Malvasia, in Frankreich Malvoisie und in Portugal Malvasia Preta genannt wird.