Experten erwarten, dass der Jahrgang 2008 bei den deutschen Weinen nur wenige wirkliche Spitzen-Tropfen hervorbringen wird.
Vor allem der Riesling wird unter den feuchten Witterungsbedingungen leiden, so jedenfalls die Prognose. Jetzt liegt es also in der Hand der Winzer, was sie aus dem Rebensaft zu zaubern vermögen.
Es muss aber auch mal wieder einen ganz normalen Jahrgang geben, bei dem nicht vom „Jahrhundertjahrgang“ etc. gesprochen wird. Schlecht müssen die deutschen Weine 2008 deshalb noch lange nicht sein!
Einfach abwarten und probieren…
Deutscher Rotwein wird oft verkannt, da Deutschland gemeinhin als Weißweinland gilt. Dieses Bild haben vor allem die hervorragenden Rieslinge aus dem Rheingau, von der Mosel oder auch aus der Pfalz geprägt.
Trotz allem gibt es in Deutschland aber auch hervorragende Rotweine, vor allem der Spätburgunder schickt sich seit einigen Jahren an, endlich ins verdiente Rampenlicht zu rücken. Der deutsche Pinot Noir braucht sich in vielen Fällen nicht hinter seinen Kollegen aus dem Ausland zu verstecken und hat überdies noch den Vorteil, dass er in der Regel zu einem fairen Preis auf den Markt kommt.
Selbstverständlich gibt es in beim Blauburgunder in Deutschland ebenfalls schwankende Qualitäten, schließlich ist nicht jeder Boden und jede Lage für diese Rebsorte geeignet und nicht jeder Winzer ist zum wahren Genusspapst geboren. Letztlich entscheidet doch immer der eigene Geschmack, also einfach probieren!
Auf den ersten Blick mag sich das seltsam anhören, denkt man doch gewöhnlich, dass in der deutschen Hauptstadt lediglich Wein konsumiert, aber sicher nicht erzeugt wird. Doch da liegt man falsch, denn Berlin ist ein historisches Weinbaugebiet, in dem schon im Mittelalter Wein gekeltert wurde – große Berühmtheit erlangten die Tropfen aus dieser Region allerdings nie. 1970 wurde diese Weinbautradition wieder entdeckt und in Kreuzberg wurden erneut Reben kultiviert. Noch heute wächst am Kreuzberg in Berlin der „Kreuz Neroberger“. Inzwischen hat sich der Weinbau über verschiedene Stadtteile ausgeweitet, so stehen heute zum Beispiel Reben in der Nordkurve im Stadion Wilmersdorf. Hier wird seit Mitte der 1980er Jahre die „Wilmersdorfer Rheingauperle“ erzeugt.
Es werden zwar eher geringe Mengen produziert, aber immerhin, Berlin ist wirklich eine Weinstadt.
Hier gibt es nun auch noch einen link, um den Artikel über den rheinhessischen Winzer und die deutschen Qualitätskontrollen online nachlesen zu können.
Ein rheinhessischer Winzer führte die deutschen Qualitätskontrollen für Wein ad absurdum. Um zu beweisen, dass die Qualitätskontrollen katastrophal sind, reichte er verschiedene Discounterweine ein, um für sie eine amtliche Prüfnummer zu bekommen, was ihm auch gelnag, z.B. mit einem 2004er Pinot Grigio aus Ungarn, den es bei Aldi zu kaufen gibt. diesen Wein reichte er als “2004 Gutersblumer Steig-Terassen Rheinhessen Chardonnay Kabinett trocken Gutsabfüllung” ein und erhielt eine amtliche Prüfnummer. Ähnlich verfuhr der rheinhessische Winzer mit insgesamt 15 Weinen aus der ganzen Welt. In den Handel brachte er die Weine aber nie. Der Versuch diente allein dazu, die Unzulänglichkeit der deutschen Prüfungskommissionen zu verdeutlichen.
Detaillierte Informationen zum Thema finden sich in der neuesten Ausgabe des Spiegel (Nr.43 vom 24.10.2005).
Die Deutschen sollen bei ihrem Rhein-Fusel bleiben! So sehen es jedenfalls einige österreichische Presseorgane. Warum und weshalb lesen Sie hier, hier und hier.
Heute beginnt die Riesling-Lese im Gebiet Mosel-Saar-Ruwer. Wie man hört soll der Jahrgang 2005 gut sein. Wir dürfen gespannt sein!
Zum Tag der Deutschen Einheit sollte ein Fläschchen deutscher Wein geöffnet werden, aber eher eines aus dem Westen oder aus dem Osten?
Eigentlich müssten beide Seiten vertreten sein, damit es auch wirklich einheitlich zugeht am heutigen Tag. Mal schauen was der Keller so hergibt.
Aus dem Westen wird es ein Riesling Kabinett trocken 2002 vom Weingut Spindler aus der Pfalz. Dieser säurebetonte, frische und spritzige Riesling verkörpert all das was einen Riesling ausmacht, also irgendwie ein typisch westdeutscher Wein. Aber aus dem Osten? Da gibt mein Keller nicht wirklich viel her. Nur eine einzige Flasche konnte ich entdecken, ein Mitbringsle eines Bekannten. Es handelt sich um einen Silvaner Naumburger Paradies 2003 vom Landesweingut Kloster Pforta. Mal sehen was die deutsche Wein-Einheit zu bieten hat …
Die Weinlese beginnt in diesem Jahr rund eine Woche früher als sonst.
Im rheinhessischen Essenheim, unweit von Mainz, wurde gestern am 9.September der offizielle Startschuss für die Weinlese in Deutschland gegeben.
Grund für diesen frühen Beginn der Weinlese ist das Wetter in diesem Sommer. Der Wein hat in diesem Sommer durch den verregneten August kombiniert mit den warmen und sonnigen Tagen der letzen Woche, die idealen Voraussetzungen vorgefunden.
Aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich startet die Weinlese in diesem Jahr früher als gewöhnlich. Im Burgund haben schon einige Winzer mit der Vorlese begonnen. Spätestens ab der nächsten Woche geht es dann richtig Los mit der Rotweinlese im Burgund.
Über die Qualität des 2005er Jahrgangs hört man sowohl in Frankreich als auch Deutschland unterschiedliche Meinungen. Am Besten abwarten und selbst probieren!
Im Gegensatz zu den französichen Kollgenen haben Deutschlands Winzer zur Zeit nicht viel Grund zur Klage, da die Exporte stetig ansteigen.
Wo der deutsche Wein besonders beliebt ist und mit welcher Konkurrenz er es zu tun hat, steht hier.