Zwei Begriffe, die eigentlich dasselbe meinen aber unterschiedlich besetzt sind was die Wertung anbelangt. Während bei einem Wein, auf dessen Etikett das Wort Cuvee zu finden ist, der Laie davon ausgeht, er habe ein edles Tröpfchen in der Hand und der Kenner ohnehin weiß was er da ausgesucht hat, stellen sich bei der Bezeichnung Verschnitt auf dem Weinetikett sämtliche Haare auf.
Woran liegt diese unterschiedliche Reaktion?
Das größte Problem des Wortes Verschnitt dürfte in den letzten Jahren entstanden sein, seit auf immer mehr Billig-Weinen aus dem Supermarkt der Hinweis „Verschnitt von Weinen aus mehreren Staaten der EU“ zu finden ist. Der Inhalt dieser Flaschen und Tetrapacks ist meist gewöhnungsbedürftig – euphemistisch ausgedrückt.
In diesem Zusammenhang ist der gute alte Verschnitt, wie ihn früher auch viele deutsche Winzer erzeugt haben, immer mehr in Verruf geraten. Doch wer heute eine Cuvee oder einen Verschnitt in Händen hält, kann sich relativ sicher sein, dass er ein gutes Tröpfchen in Händen hält.
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