Deutschland und die USA sind die Hauptabnehmer für griechischen Wein. Dies besagt zumindest eine Studie der Hellastat (Griechische Gesellschaft für Statistik & Finanzinformationen).
Wo wird denn dieser Wein getrunken? Nur beim Griechen um die Ecke?
Beim Gang durch den Supermarkt ist mir trotz besonderer Aufmerksamkeit kein griechischer Wein untergekommen und auch in diversen Onlineshops bin ich nicht fündig geworden.
Und beim googeln stand Udo Jürgens ganz vorne in der Ergebnisliste. Nicht unbedingt verwunderlich, aber wenig hilfreich.
Tja, ich rätsele weiter!
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Hallo
Da haben Sie es sich aber sehr leicht gemacht!
Wie wärs mit Wein Griechenland?
Freundliche Grüße
H. Russ
Kommentar: Harry Russ ravisolution.de – 02. Juni 2009 @ 19:12
Griechische Weine haben leider das Problem, das der Fachhandel bisher ignoriert wurde. Es gibt eine Handvoll von griechischen Importeuren, die die Weine zum Grossteil an die griechische Gastronomie (sprich Tavernen) verteilen. Die grossen Produzenten, die sich eigene Initiativen leisten können, vermarkten hauptsächlich ihre preisgünstigen Produkte, die man dann eben im Supermarkt oder beim Discounter findet. Auch am Image wurde bisher recht erfolglos gearbeitet. Viele Leute denken immer noch an Retsina, Ouzo und billigen Süsswein. Grade in den letzten Jahren hat sich sehr viel in der Qualität der griechischen Weine getan. Die neue Generation hat oft in Frankreich studiert und legt den Fokus darauf, hochqualitative Weine zu produzieren. Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Weingüter oftmals eine limitierte Produktion haben, die für grosse Importeure uninteressant sind. Ich arbeite seit Anfang des Jahres hauptberuflich daran, griechische Weine an den deutschen Fachhandel zu bringen. Denn dies ist meiner Meinung nach der einzige Weg, die Weine an den Kunden, der Weinliebhaber ist, ranzubringen. Im Endeffekt muss dieser Kunde die Weine kennenlernen. Es ist ist sehr schade, dass der Weinliebhaber bisher kaum Chancen hatte, die Weine, Rebsorten, und Qualität schätzen zu lernen. Selbst Robert Parker berichtet mittlerweile über die Weine aus Griechenland, die Exporte hinken dem Interesse immer noch deutlich hinterher. Es gibt mittlerweile einige waschechte Terroirweine, die spannnend sind und Spass machen. Auch im preislichen Segment bekomme ich oft Anfragen für Weine unter 3 Euro. Dort mögen vereinzelt interessante Weine zu finden sein, aber im Preissegment EKP von 8 bis 15 Euro werden 90% der Topweine abgedeckt, die durchaus mit ausländischer Konkurrenz mithalten können.
Kommentar: Markus Stolz elloinos.blogspot.com – 02. Juni 2009 @ 19:48
Hallo,
selbst bei Karstadt habe ich zum Thema Griechischer Wein bessere Qualität nur Fehlanzeige erhalten. Wenigstens war sich das Fachpersonal dessen bewusst, dass es tollen Wein aus Griechenland gibt. Bislang kannte ich nur ein einziges Geschäft, das sich in unserer Stadt mit derartigen Tropfen versuchte. Der Laden war aber nach einem halben Jahr schon wieder verschwunden.
Im Internet finde ich zumeist entweder Billigsorten oder aber nur Weine ab 12 Euro aufwärts. Das bezahlbare Zwischenfeld blieb mir bislang noch verborgen. Eigentlich schade, denn Griechenland hat einfach eine unglaubliche Fülle alter Rebsorten, die der Normalkonsument nicht kennt.
Kommentar: h.k.blank – 14. Juni 2009 @ 16:49