Gerade habe ich ein Gulasch für rund 40 Personen gekocht, das heute Mittag serviert wird. Jetzt ist mir aufgefallen, dass in der Gesellschaft auch einige Kinder vertreten sind, die vom Gulasch essen werden, ich aber rund 6 Liter Rotwein ans Essen gegeben habe.
Ich habe gar nicht groß nachgedacht, sondern mein Gulasch wie immer zubereitet und auf einmal kam mir der Gedanke wie das wohl mit dem Alkohol ist.
Bisher war ich immer davon ausgeganen, dass der Alkohol verkocht, vor allem wenn es sich um ein Schmorgericht handelt, das ewig auf dem Herd steht. In irgendeiner Kochsendung hieße es aber kürzlich, dass das alles Humbug wäre und Alkohol nicht verkocht.
Was stimmt denn nun?
Kurz und gut, der Rat eines Fachmanns muss her. Kurz bei einer Bekannten, die Chemikerin ist, durchgeklingelt und folgende Antwort erhalten: Jain!
Na herrlich!
Folgende Erklärung für Laien (wie mich): Alkohol hat eine niedrigere Siedetemperatur als Wasser, kocht und verdampft also schon ehe das gesamte Essen anfängt zu blubbern. Dennoch kann man wohl nicht davon ausgehen, dass der Wein restlos verkocht und lediglich seinen Geschmack zurücklässt. Je länger das Gericht kocht, desto geringer sind die Rückstände, aber vollkommen verschwinden wird der Alkohol wohl auch bei einem Schmorgericht nicht.
Tja, da werde ich wohl erst die Eltern interviewen, ehe ich das Essen serviere und notfalls noch was zaubern…
Schon in der Bibel steht: „Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern nimm ein wenig Wein dazu um des Magens willen und weil du oft krank bist.“ (1. TIMOTHEUS 5:23). Dabei wird auf die positive gesundheitliche Wirkung des edlen Rebensaftes eingegangen. Immer mehr Studien kommen zu dem Schluss, dass Wein der Gesundheit gut tut. Natürlich sprechen wir hier von einem mäßigen Weinkonsum, der gut für den Kreislauf ist und Herzerkrankungen vorbeugen kann.
Interessant ist in diesem Zusammenhang das sog. “French Paradoxon”. In Frankreich wird weit mehr geraucht und dem Wein gefrönt als anderswo in Europa. Dennoch ist das Herzinfarktrisiko in Frankreich für Männer und Frauen zwischen 40 und 69 Jahren nur halb so hoch wie in den anderen Ländern. Auch viele Online Apotheken haben inzwischen Produkte aus Weinblättern und Co in ihrem Sortiment.
Polyphenole und Alkohol schützen Männer
Eine Forschergruppe um den Sportmediziner Klaus Jung von der Universität Mainz hatte vor Kurzem herausgefunden, dass Weißwein sogar noch stärker das Risiko einer Herzerkrankung senkt als Rotwein. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei Männern eine Kombination aus Polyphenolen (Abwehrstoffe der Traube zum Schutz vor Parasiten und Pilzen) und Alkohol den Organismus schützt. Bei Frauen konnte diese Wirkung noch nicht nachgewiesen werden.
Barrique Rotweine wirken gefäßerweiternd
Eine weitere Studie der Uni Köln kommt zu dem Schluss, dass besonders Rotweine aus Eichenfässern stark gefäßerweiternd wirken. Die Verklumpung der Blutplättchen wird so vermindert und ein Infarkt wird weniger wahrscheinlich. Die Wissenschaftler führen diese Wirkung auf den hohen Gehalt an Tanninen und Phenolen in diesen Weinen zurück.
Wein gegen Erkältung
Die Deutsche Weinakademie in Mainz hat erklärt, dass Wein auch bei Erkältungen hilft, weil er einen Großteil der Bakterien oder Viren abtötet – und auch der eine oder andere Arzt oder andere mit einem Job im Gesundheitswesen pflichtet dem bei. Zudem beugt mäßiges und regelmäßiges Weintrinken auch einem altersbedingten Abbau der Gehirnfunktionen vor, verhüte die Nierensteinbildung und regt das Liebesleben an.
Übermäßiger Weingenuss
Wein hat in der Regel 10-15% Alkoholanteil. Das bedeutet, dass übermäßiger Weingenuss der Gesundheit schaden kann. Mediziner waren davor, dass dadurch Leber, Galle und Magenschleimhäute geschädigt werden könnten. Welche Menge unbedenklich ist, ist auch weiterhin strittig. Die Deutsche Weinakademie nennt in Absprache mit Ärzten eine Menge von 0,2 bis 0,4 Liter pro Tag, das entspricht in etwa 40 Gramm Alkohol.
Zukünftig darf das Wort “bekömmlich” nicht mehr in Zusammenhang mit Wein verwendet werden, zumindest nicht was die Beschriftung des Etiketts und die Werbung angeht.
Begründet wird dieses Verbot, damit, dass die Bezeichnung “bekömmlich” einen postivien Bezug zum Thema Gesundheit herstellen würde und eine gesundheitsfördernde Wirkung bei einem alkoholischen Getränk nicht der Fall sei.
Hm, nur seltsam, das vor allem Rotwein immer wieder eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird…
Wer sich auf dem Alexanderplatz in Berlin mit einem Glas Wein oder einer Flasche Bier erwischen lässt, muss mit Konsequenzen rechnen, denn seit Kurzem ist der öffentliche Genuss von Alkohol auf diesem Platz in der Hauptstadt verboten.
Damit reihen sich die Berliner in die langsam wachsende Schlange der Alkoholverbote in Deutschland ein. Auch Stuttgart will demnächst nachziehen und den Verkauf von Alkohol einschränken. In der schwäbischen Metropole soll der Verkauf von Wein, Bier und anderen Alkoholischen Getränken zwischen 22:00 und 5:00 in Geschäften, Kiosken, Tankstellen etc. verboten werden. In dieser Zeitspanne sollen lediglich gastronomische Einrichtungen Alkohol ausschenken dürfen.
Was wird mit diesem Alkoholverbot eigentlich bezweckt?
In erster Linie sollen Jugendliche vor zu viel Alkohol geschützt werden. Doch ist ein Verkaufsverbot bzw. die Sperrung einer Örtlichkeit in diesem Sinne sinnvoll? Schließlich kann man vorsorgen und sich rechtzeitig mit Wein & Co eindecken und wenn es auf Platz A nicht erlaubt ist zu trinken, zieht man halt nach B weiter.
Tja, die Politik hat wenigstens irgendwas getan…
Umfragen haben ergeben, dass für jeden zehnten Deutschen täglich Bier oder Wein auf dem Speiseplan stehen, wobei besonders dem Bier zugesprochen wird, Wein liegt in der Beliebtheitsskala mit 39% auf dem zweiten Platz.
18% der Deutschen leben sogar abstinent, verzichten folglich vollständig auf Alkohol.
Wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab, ist Wein das beliebteste Getränk der Deutschen zum Weihnachtsmenü. Laut dieser Umfrage werden 61% der befragten Personen Wein zum Weihnachtsessen trinken, während 36% zu Wasser und anderen alkoholfreien Getränken greifen und sich 12% auf ein Bier am Weihnachtsabend freuen.
Neulich beim Surfen im Internet stieß ich auf eine Seite, die Tipps zum Trinken ohne Kater vorstellte. Einer dieser Tipps lautetet: Besser Weißwein trinken, statt Rotwein zu genießen, denn erster erzeugt seltener Kopfschmerzen als sein roter Gefährte.
Das mag ja so sein und nicht zuletzt am Schwefelgehalt liegen, doch erscheint mir diese Weisheit doch als sehr zweifelhaft. Wie wäre es denn von vornherein mit genussvollem Trinken an Stelle vom Besäufnis?!
Macht Wein wirklich dick oder gehört diese Annahme zu den so genannten urbanen Legenden? Der im Wein enthaltene Alkohol enthält mit sieben Kalorien pro Gramm einiges an Energie. Diese hohe Energiedichte schlägt sich natürlich auch auf das tägliche Kalorienkonto nieder. Es kommt aber wie bei fast allen Dingen auf das gesamte Ernährungskonzept an. Wer Wein in Maßen genießt, muss sich nicht vor zusätzlichen Pfunden fürchten. Wer allerdings täglich mehrere Gläser Wein konsumiert und das zusätzlich zu seinem täglichen Energiebedarf, muss damit rechnen, dass auf Dauer das Körpergewicht steigt.
Also, zuerst ein ausgedehnter und gemütlicher Spaziergang, dann ein bis zwei Gläschen Wein und schon ist alles in Ordnung.
Wie kann das sein? Schließlich war doch altbekannt und weit verbreitet, dass Alkohol die Leber schädigt. Doch Studien haben inzwischen belegt, dass dies nicht für Wein gilt, zumindest wenn dieser in Maßen genossen wird. Bier und Hochprozentiges haben hingegen eine durchaus schädigende Wirkung auf das Organ, genauso wie zu große Mengen Wein. Wer allerdings bei einem Gläschen Wein am Tag bleibt, der tut seiner Leber sogar etwas Gutes, denn die Studie belegt, dass Menschen, die bei maximal einem Glas Wein am Tag bleiben, ihre Leber vor der Fettleberkrankheit schützen.
Wer seinem Körper also gesund halten möchte, greift allabendlich zu einem kleinen Gläschen Wein und genießt.
Nun ist es also soweit. Die, vor allem unter Jugendlichen so beliebten AlcoPops werden ab dem 1. Juli mit 84 cent pro Flasche extra besteurt.
Daraus erhofft sich die Bundesregierung eine positive Wirkung auf das Trinkverhalten von Jugendlichen, die nun weniger Alkohol trinken sollen.
Gleichzeitig wurden wochenlang die Hersteller der Alcopops verteufelt, für ihr “diabolische” Erfindung, die Kids zu Alkis macht….
Mit erscheint es so, als ginge hier mal wieder eine Lösungsidee unserer Bundesregierung weit am eigentlichen Problem vorbei.
Nicht die reine Existenz von Alcopops deren Preis oder die Hersteller sind für das Trinkverhalten von Jugendlichen verantwortlich…..denn die Jugendlichen und Kids müssen ja erst einmal an die Alcopops rankommen. Und das geschieht nur durch die Verkäufer der Produkte, wie Supermärkte, Trinkhallen, Gaststätten etc.
Der Verkauf von Alcopops an Jugendliche unter 18 Jahren ist von je her verboten. Wenn sich aber daran kein Verkäufer hält, dann kann auch keine Steuer etwas bringen. Wer sich nun die Alcopops nicht mehr leisten kann wird zu anderen Getränken abwandern, häufig sicherlich sogar zu härteren Alkoholika….weil es auch diese nahezu an jeder Verkaufsstelle für Jugendliche problemlos zu erwerben gibt.
Das war schon immer so, und seien wir einmal ehrlich, auch wir als Jugendliche haben uns früher darüber gefreut und unsere Parties gefeiert. Das wird auch immer so bleiben, wenn man nicht endlich einmal einen wirklich sinnvollen Schritt zur Lösung dieses Problems geht.
Dies müssten eindeutig härtere Strafen für diejenigen sein, die es Kids und Jugendlichen ermöglichen härtere Alkoholika zu erwerben. Möglichkeiten dazu gäbe es viele. Z.b. könnte man Geschäften zund Gaststätten, die sich nicht an die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes halten, wie z.B. in England üblich, Verkaufs -und Ausschanklizenzen für Alkohol entziehen, sowie Erwachsene und ältere Jugendliche, die Minderjährige mit Alkohol versorgen deutlich härtr bestrafen. Ich bin der Meinung, daß dies Schritte wären, die um ein vielfaches sinnvoller und wirkungsvoller wären.
Ganz ehrlich muß ich auch gestehen, daß mcih die Alcopops-Steuer auch persönlich stört. Ich bin alt genug, diese zu trinken und mag auch die ein oder andere Sorte von Alcopops ab und an mal trinken. Warum sollen Menschen wie ich, die diese Produkte legal erwerben von einer neuen Strafsteuer getorffen werden.
Wir werden uns aber wohl damit abfinden müssen, daß wir auf wirklich sinnvolle Gesetze so lange warten dürfen, bis die Regierung einmal den Glauben daran ablegt, alle Probleme über den Geldbeutel der Menschen regulieren zu können (wie z.B. auch schon bei Ökosteuer und Dosenpfand geschehen) an statt sich einmal Gedanken über wirklich vernünftige und den eigentlichen Kern der Probleme angreufende Gesetze zu machen.