Bei meinem heutigen Einkauf machte ich auch einen Abstecher in den örtlichen Schnäppchenmarkt. Hin und wieder gibt es dort ganz nützliche Dinge, sodass ich in unregelmäßigen Abständen einfach mal durch die Gänge schlendere und auch das eine oder andere finde, was dann im Einkaufswagen landet.
Bei meinem heutigen Besuch habe ich im Schnäppchenmarkt jedoch etwas gesehen, was mir als bekennender Weinliebhaber äußerst merkwürdig vorkam. Es hatte den Anschein, als ob kürzlich eine Lieferung Wein eingetroffen wäre, zumindest nahmen mehrere Europaletten mit draufgestapelten Weinkartons einen nicht unerheblichen Teil der Verkaufsfläche ein, was mir bei vorherigen Besuchen in diesem Geschäft noch nie aufgefallen war. Interessiert schaute ich mir das Angebot etwas näher an, man weiß ja nie, ob nicht unverhofft ein edles Tröpfchen darunter sein könnte.
Bei näherer Betrachtung des Weinsortiments fiel dann auf, dass eine gezielte Auswahl des Weinangebots oder gar eine Ordnung dessen nicht zu erkennen war. Rotwein, Weißwein und Schaumwein standen wahllos nebeneinander. Auch Regionen und Weingüter waren bunt gemischt. Zwischendrin steckten Schilder mit Angaben wie „Weißburgunder lieblich“, „Riesling trocken“ – sonst nichts weiter. Die Preise reichten bis max. 2,99€.
Typisch Schnäppchenmarkt eben.
Doch nachdem ich mich durch die Paletten gekämpft hatte, entdeckte ich etwas Kurioses, einen Weinprobierstand der besonderen Art. Es handelte sich um einen Stehtisch, auf dem eine größere Anzahl Flaschen und ein Stapel Pappbecher stand. Dazu der Hinweis „Bitte probieren Sie“. Schließlich soll man die Weine doch verkosten, bevor man sich zum Kauf entschließt. Ob jedoch brühwarmer Weißburgunder aus dem Pappbecher wirklich irgendwem mundet? Vielleicht war ja deshalb die Anzahl der Weinkartons noch so groß. Der Andrang am Probierstand hielt sich in Grenzen. Während meines Aufenthaltes im Schnäppchenmarkt hat sich dort zumindest kein Kunde hingewagt.
Mal wieder ein Vergleich von Weinen aus dem Discounter mit Weinen vom Fachhändler gegeben.
Dieses Mal wurde der Test vom NDR-Magazin “Markt im Dritten” durchgeführt. Getestet wurden jeweils ein Chianti und ein Riesling von der Mosel.
Bei der Blindverkostung kamen beide Discounterweine schlechter weg als die edlen Tropfen vom Fachhändler, die Analyse im Labor ergab allerdings keine gravierenden Unterschiede.
Trinkbar sind alle vier Weine, doch einen wirklichen Genuss stellten die beiden Tropfen aus dem Supermarkt nicht dar.
Fazit: Lieber 1-2€ mehr investieren und dafür einen guten Wein mit nach Hause nehmen!
Wer Interesse an diesem Weinvergleich hat, kann sich die Weiderholung der Sendung am 03.September um 6:00 Uhr im NDR-Fernsehen anschauen.
Lang, lang ist es her, aber dieses Angebot eines Discounters hat mich doch mehr oder weniger überrascht, sodass ich es hier nicht verheimlichen möchte!
Weine im 3-l-Karton.Mit Zapfhahn.
Unglaublich aber wahr! Es gibt gleich mehrere Sorten zur Auswahl.
Tetrapacks etc. alles alt bekannt und nicht mehr groß der Rede wert, aber nun
gleich 3 Liter und vor allem der Zapfhahn hat es mir angetan…
Na dann Prost!
Discounter Weine laut Handelsblatt zum großen Teil nicht genießbar. Ein Test ergab, dass jeder achte Wein vom Discounter als nicht trinkbar bewertet wurde. Allerdings sei die Quote bei diesem Test wesentlich besser ausgefallen als noch in den letzten Jahren.
Die Deutschen kaufen immer mehr Wein beim Discounter.
Dies erklärte der Generalsekretär des Deutschen Weinbauverbandes anläßlich der Eröffnung der weltgrößten Technologiemesse für Wein, der Intervitis in Stuttgart, die heute ihre Pforten geöffnet hat.
Über 50% des Weins, der in Deutschland verkauft würde ginge inziwschen über die Tresen der Discounter.
Diese Entwicklung, die jeden Weinfreund sehr bedenklich stimmen dürfte zeichnet sich seit Jahren ab. Man kann nur hoffen, daß sich dies wieder ändert und die Menschen wieder eher zu qualitativ hochweertugen Weine greifen, denn nur dann kan man auch hoffen, daß viele Winzer wieder eher Qualität statt Masse produzieren.