Was ist auf der Vinexpo los und wie ist die Stimmung auf der Weinmesse im Bordeaux?
Hier gibt es einen Einblick und hier geht’s zur offiziellen Seite der Vinexpo 2005.
Verschmähte Mitterrand Kohls Wein?
Wie jetzt bekannt wurde, lagern im Weinkeller des verstorbenen französischen Präsidenten Francois Mitterrand zahlreiche Flaschen Wein, nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus französischen Regionen, doch sind die deutschen Weine sehr stark vertreten.
Mitte des Monats sollen die Schätze aus Mitterrands Weinkeller in einem Pariser Auktionshaus versteigert werden. Hintergrund dafür ist allerdings wohl nicht das Desinteresse an Wein, sondern die prekäre Finanzlage des ältesten Sohns des ehemaligen Präsidenten.
Ob Mitterrand selbst ein Liebhaber deutscher Weine war oder sich eher dem Meinungsbild vieler Franzosen anschloss und die Weine aus dem Nachbarland als ungenießbar betrachtete, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Sciher ist nur, dass ihm zahlreiche Flaschen von Helmut Kohl geschenkt wurden.
Bordeaux Jahrgang 2004 ein Schnäppchen? Langsam aber sicher wird der Trend sichtbar, auch die großen Weingüter des Bordeaux bleiben mit ihren Preisen unter denen des Vorjahres (zumeist ca. 1/3). Allerdings ist das kein Grund zur Euphorie, da auch die Qualität deutlich unter der des Vorjahres liegt. Also kein Anlass zum Jubeln für den Schnäppchenjäger, sondern eher realistische Kalkulation der Weingüter.
Großangelegte Rettungsaktion für 500 Flaschen des Bordeaux Jahrgangs 1961 des Weinguts Château Palmer.
Was es damit auf sich hat, lesen Sie hier oder hier.
In diesem Buch geht es in erster Linie um die Geschichte des Champagner sowie die Herstellung des edlen Getränks. Reich bebildert regt dieses Buch zum Blättern und Schmökern an. Ein Kapitel beschäftigt sich z.B. mit Champagner-Etiketten. Es wird gezeigt, wie sich die Etiketten ausgehend vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart verändert haben. Ein weiteres recht amüsantes Kapitel befasst sich mit Leidern und Melodien rund um den Champagner.
Selbstverständlich wird auch ein Überblick über die großen Champagnermarken gegeben.
Frederique Crestin-Billet: Champagner. Rastatt 2001.
Was zuerst absurd klingt, ist seit Jahren gängige Praxis. In Frankreich und in Spanien wird aus edlen Tropfen, die wegen des Produktionsüberschusses unverkäuflich sind, Industriealkohol gewonnen, um daraus z.B. Treibstoff oder Desinfektionsmittel zu produzieren.
Diese Praxis wird sogar aus Brüssel subventioniert. In diesem Jahr erhalten Spanien und Frankreich die Summe von unglaublichen 145 Millionen Euro für die sogenannte “Krisendestillation”. Und das, obwohl Studien in den vergangenen Jahren gezeigt haben, dass das Verfahren zu teuer und außerdem Wettbewerbs verzerrend sei.
In Frankreich hat einmal mehr der Klassifizierungs-Wahn um sich gegriffen….was dazu führt, daß nun mehr Chaos herrscht als zuvor.
Daß dieses Chaos auf die generelle Befindlichkeit in Frankreich schließen läßt hat nun die Neue Zürcher Zeitung thematisiert.
Spitzenweinnproduzenten aus Frankreich und Australien haben ein neues Joint Venture geschlossen.
Auf einem Weingut in Australien sollen in Zukunft gemeinsame Ideen und Anstrengungen dafür sorgen, einen neuen australischen Spitzenwein zu produzieren.
Näheres kann man beim Wine Spectator nachlesen.