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Archiv des Tags ‘Herstellung’



Mit dem WSET auf dem Weg zum Weinakademiker

Freitag, 11. März 2011 von Torsten Schneider

Der Wine & Spirits Education Trust (WSET) in London ist eine der weltweit anerkanntesten Institutionen in Sachen Wein und vor allem hinsichtlich der Zertifizierung von Weinexperten.
Auch für deutschsprachige Weinfreunde oder mit Wein beruflich befasste Personen gibt es die Möglichkeit, sich in der Muttersprache zum sogenannten „Wein-Akademiker“ ausbilden zu lassen.
Der deutschsprachige Bereich läuft in der Hauptsache über die Weinakademie Rust in Österreich, aber die Ausbildung kann an mehreren Ausbildungsstellen in Deutschland absolviert werden.
Ich habe mich nun auch entschieden, diesen Weg zu gehen.
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Hobbywinzer und das Recht

Dienstag, 16. Juni 2009 von Torsten Schneider

Wer sich mit dem Gedanken trägt Wein anzubauen, der sollte sich vorher rechtlichen Rat einholen. Für hauptberufliche Winzer ist das schon ganz normal. Sie kennen in der Regel die komplizierten Gesetze den Wein betreffend, die von Deutschland und der EU verfasst wurden. Diese verlangen teilweise recht wenig nachvollziehbare Bedingungen von den Weinbauern.

Das betrifft vor allem die Angaben auf den Flaschen, die Bezeichnungen der Weine, Herkünfte, Pflanzenmittel und noch vieles mehr. Aber auch Hobbywinzer werden nicht von der Bürokratie verschont. Obwohl sie ihre Reben nur als Hobby pflegen und den Wein nur für sich machen, werden ihnen einige Bedingungen abverlangt. Dies geschehe nur zum Schutz der Bevölkerung und des Weines selbst. So die Aussagen der Verantwortlichen. Dabei schießen sie zum Teil jedoch über das Ziel hinaus.

Ein aktuelles Beispiel findet man in Taucha bei Leipzig. Dort hatte sich ein Schlossverein um 130 Quadratmeter Reben gekümmert. Ein rotes Tuch für die EU: Ein Hobbywinzer darf nur 1 Ar also 100 qm bewirtschaften. Die 30 qm zuviel mussten gerodet werden. Das waren rund 40 Pflanzen.

Interessant: Auf dem 1 Ar darf ein Hobbywinzer so viele Reben anbauen wie er möchte. Die 40 Reben könnten dort also theoretisch eingepflanzt werden.

Hinzu kommt, dass der abgefüllte Wein eines Hobbywinzers nur zum Eigenverbrauch ist. Die hauptberuflichen Winzer sollen keine Konkurrenz fürchten müssen. Dazu zählt auch, dass man den Wein nicht verschenken darf. Darum für alle die sich mit dem Gedanken tragen als Hobbywinzer tätig zu werden: vorher eine Rechtsberatung einholen, damit Ärger mit den Behörden vermieden wird.

Jahrgang 2008

Mittwoch, 26. November 2008 von Torsten Schneider

Experten erwarten, dass der Jahrgang 2008 bei den deutschen Weinen nur wenige wirkliche Spitzen-Tropfen hervorbringen wird.
Vor allem der Riesling wird unter den feuchten Witterungsbedingungen leiden, so jedenfalls die Prognose. Jetzt liegt es also in der Hand der Winzer, was sie aus dem Rebensaft zu zaubern vermögen.
Es muss aber auch mal wieder einen ganz normalen Jahrgang geben, bei dem nicht vom „Jahrhundertjahrgang“ etc. gesprochen wird. Schlecht müssen die deutschen Weine 2008 deshalb noch lange nicht sein!
Einfach abwarten und probieren…

Kronkorken

Mittwoch, 27. August 2008 von Torsten Schneider

Bei deutschen Weinen ist der Kronkorken nur selten zu finden, in der Schweiz jedoch werden nicht wenige Weißweine mit dem Kronkorken verschlossen. Bei den deutschen Weintrinkern hat der Kronkorken, ähnlich wie der Schraubverschluss, ein recht schlechtes Image. Außerdem gibt es nur wenige Hersteller für die speziellen Flaschen, die für diese Verschlussvariante aus Edelstahl benötigt werden. Außerdem muss nach Ansicht von Winzern und Konsumenten eine Verschlusskappe den Kronkorken verdecken, da dieser Verschluss sonst zu billig aussehen würde. Die Vorteile dieser Verschlusstechnik liegen darin, dass die Kosten nicht zu hoch sind, die Flasche gut abgedichtet wird und leicht zu öffnen ist.

Glaskorken

Dienstag, 05. August 2008 von Torsten Schneider

Der Glaskorken bzw. Glasverschluss gilt inzwischen oft als der Heilsbringer in Sachen Weinverschlüsse, denn er sieht edel aus und stößt damit nur auf wenig bis gar keine Ablehnung bei Weintrinkern. Wichtiger noch, der Glaskorken ist für den Weinfreund leicht handzuhaben und dichtet die Flasche sehr gut ab, außerdem kann er wieder auf die Flasche aufgesetzt werden und ermöglich so eine problemlose Widerverschließbarkeit der Flasche. Der Nachteil dieser Verschlussvariante liegt darin, dass es bisher lediglich einen einzigen Hersteller gibt und der Preis mit 50 Cent pro Stück relativ hoch liegt. Sorge bereitet die Dichtungsmasse aus Kunststoff, da bisher noch nicht geklärt ist, welche Auswirkungen sie bei längerer Lagerung auf den Wein hat.

Schraubverschluss

Dienstag, 15. Juli 2008 von Dorthe Schneider

In Deutschland gelten Schraubverschlüsse meist als Kennzeichen für Billig-Weine. Die Schweizer hingegen haben mit dem Schraubverschluss keinerlei Berührungsängste. Vor allem Weißweine werden in der Schweiz mit Schraubverschlüssen verschlossen.
Der Vorteil dieser Verschlussvariante ist, dass die Flasche leicht geöffnet und jeder Zeit wieder verschlossen werden kann. Die Nachteile liegen vor allem im Bereich der Fülltechnik und im negativen Image beim Konsumenten.
Allmählich stellen aber immer mehr Winzer, vor allem kleinere Betriebe, ihre Produktion um und entscheiden sich für den Schraubverschluss.

Kärntner Wein

Dienstag, 08. Juli 2008 von Dorthe Schneider

Das österreichische Bundesland Kärnten ist eigentlich nicht für seinen Wein bekannt, sondern eher für seine Bergwelt und seine zahlreichen Badeseen. Doch dies wird sich in Zukunft ändern, zumindest wenn es nach den Kärntner Winzern geht, denn diese lassen die Jahrhunderte alte Tradition des Weinbaus in diesem Bundesland wieder aufleben.
Von der Lage her ist Kärnten für den Weinbau eigentlich prädestiniert – zahlreiche Sonnenstunden und mildes Klima verwöhnen die Trauben. Die Rebfläche in Kärnten umfasst 20 Hektar in den Regionen Lavanttal, Feldkirchen-Ossiachersee, Klagenfurt-Wörthersee, Sittersdorf und Trixnertal.
Dokumente belegen, dass es in Kärnten die älteste Kellergasse Österreichs gab. Der Fund von autochthonen Rebsorten wie dem weißen und grauen Heumisch ist ein weiterer Beleg für die örtliche Weinbautradition. Inzwischen werden diese beiden Sorten in kleinen Versuchslagen kultiviert, um herauszufinden, ob sie auch heute noch Verwendung finden können und ob Weine aus Kärnten in Zukunft das Portfolio des Weins aus Österreich bereichern könnten.

Georgischer Wein

Samstag, 05. Juli 2008 von Torsten Schneider

In Deutschland ist Wein aus Georgien weitgehend unbekannt. Für Georgien gehört Wein allerdings zu einem der wichtigsten Exportgüter. Daher war die Entscheidung Russlands im März 2006 keinen georgischen Wein mehr zu importieren, ein herber Rückschlag, da das Nachbarland bis dahin der wichtigste Abnehmer war. Ob die von Russland angeführten Qualitätsmängel wirklich vorhanden waren, darf bezweifelt werden, eher wahrscheinlich sind politische Beweggründe, vor allem weil auch andere Agrarerzeugnisse von diesem Einfuhrverbot betroffen sind.
Allmählich rappeln sich die Georgier, die auf eine sehr lange Weinbautradition zurückblicken können, wieder auf. Inzwischen ist Wein aus Georgien in mehr als 40 Ländern erhältlich. Der Verlust des russischen Marktes hat aber auch Vorteile, zumindest was die Qualität der Weine betrifft, denn auf Grund der riesigen russischen Nachfrage wurden früher viele Weine mit Wasser gestreckt. Inzwischen konzentriert man sich in Georgien zunehmend auf die Qualität der Erzeugnisse, um sie auf den westlichen Märkten positionieren zu können.

Es muss nicht immer Kork sein

Montag, 30. Juni 2008 von Dorthe Schneider

Die Weintrinker, die sich noch immer vom Verschluss zum Kauf eines Weines bewegen lassen oder auch davon absehen, leben inzwischen hinter dem Mond.
Dass die Qualität von Naturkork auf Grund der großen Nachfrage und des gleichzeitig begrenzten natürlichen Vorkommens, stetig abnimmt ist längst bekannt und dennoch legen viele Weintrinker großen Wert auf eben diesen Verschluss. Eigentlich schizophren, denn Korkfehler sind dabei keine Seltenheit und vor allem liefern alternative Verschlussmethoden gleich gute Ergebnisse, wenn man die ausbleibenden Korkfehler noch hinzunimmt, sogar bessere!
Wer sich folglich beim Weinkauf von einem Glaskorken, einem Schraubverschluss oder Kronkorken abschrecken lässt ist selber schuld!

Naturkork

Freitag, 27. Juni 2008 von Dorthe Schneider

Die Diskussion um den althergebrachten Naturkork als Weinverschluss werden so schnell nicht abreißen. Der Korken hat sowohl Vorteile als auch Nachteile, was überwiegt ist noch nicht definitiv geklärt. Auf Grund der zunehmenden Korkfehler gerät der Naturkorken allerdings zunehmend in die Kritik. Außerdem spricht der qualitätsabhängige recht hohe Preis von etwa 20 Cent bis 1 Euro pro Stück gegen den Einsatz dieser Verschlussart. Ansonsten hat der Naturkorken viele Vorteile: das Gewicht ist gering, ebenso wie die Gasdurchlässigkeit, die Formbeständigkeit und für viele Weintrinker besonders wichtig, das vertraute „Plopp“ beim Öffnen der Flasche. Allerdings wird ein Korkenzieher benötigt, um die Flasche überhaupt öffnen zu können.
Dessen ungeachtet liegt der Korken bei den Weinverschlüssen deutscher Weine weiterhin auf Platz 1.

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