Noch vor einigen Jahren, stellten sich mir bei der bloßen Erwähnung eines Bio-Weines die Nackenhaare hoch, handelte es sich doch meist um untrinkbares Gesöff, das die Bezeichnung „Wein“ nicht verdient hatte. Doch diese Zeiten sind inzwischen zum Glück vorbei! Immer mehr renommierte Winzer wenden sich dem ökologischen Weinbau zu und präsentieren hervorragende Ergebnisse. Dieser Trend lässt wirklich hoffen, dass in Zukunft Bio und Qualität im Weinbau Hand in Hand gehen werden.
Dass Bio-Weine noch immer einen recht schlechten Ruf haben, liegt an den Anfangssünden einiger experimentierfreudiger Weinbauern, die vermutlich auch aus konventionell angebauten Trauben keine Spitzenweine gekeltert hätten. Die wirklich großen Winzer hielten zunächst Abstand vom ökologischen Landbau und konnten dementsprechend auch keine guten Bio-Weine auf den Markt bringen. Dies ändert sich seit einiger Zeit und stimmt hoffnungsvoll.
Neben der vollständigen Umstellung auf Bio-Weine gibt es auch Winzer, die weiterhin experimentieren und nach einer verträglichen Mischung zwischen beiden Extremen suchen. In diesem Zusammenhang werden viele in Vergessenheit geratene Möglichkeiten der Weingartenpflege wiederbelebt. Sicherlich ist diese Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen.
Es bleibt abzuwarten welche Entwicklung Bio-Weine in Zukunft nehmen werden, man darf gespannt sein!
Haben wir bald Zustände wie im amerikanischen Weinbau, wo dem Wein Holzchips, künstliche Aromen etc. beigefügt werden können, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen und die strengen deutschen Vorschriften nicht gelten?
Wenn das geplante Weinhandelsabkommen zwischen den USA und der EU zu Stande kommt, könnte dies geschehen. Zwar nicht in der Form, dass deutsche Winzer zu genannten Methoden greifen, aber dass die Weinregale mit derartigen Weinen, die bisher bei uns nicht zugelassen waren, überschwemmt werden. Und das Beste: Der Verbraucher wird es allein an der Flasche nicht erkennen können, ob der gewünschte Wein auf traditionelle oder industrielle Weise erzeugt wurde, da auf dem Etikett keine Angaben darüber zu finden sind.
Na dann Porst!
Heute beginnt die Riesling-Lese im Gebiet Mosel-Saar-Ruwer. Wie man hört soll der Jahrgang 2005 gut sein. Wir dürfen gespannt sein!
Wie aus den Trauben der Wein entsteht wird hier auch für Laien sehr einfach erklärt.
Die Weinlese beginnt in diesem Jahr rund eine Woche früher als sonst.
Im rheinhessischen Essenheim, unweit von Mainz, wurde gestern am 9.September der offizielle Startschuss für die Weinlese in Deutschland gegeben.
Grund für diesen frühen Beginn der Weinlese ist das Wetter in diesem Sommer. Der Wein hat in diesem Sommer durch den verregneten August kombiniert mit den warmen und sonnigen Tagen der letzen Woche, die idealen Voraussetzungen vorgefunden.
Aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich startet die Weinlese in diesem Jahr früher als gewöhnlich. Im Burgund haben schon einige Winzer mit der Vorlese begonnen. Spätestens ab der nächsten Woche geht es dann richtig Los mit der Rotweinlese im Burgund.
Über die Qualität des 2005er Jahrgangs hört man sowohl in Frankreich als auch Deutschland unterschiedliche Meinungen. Am Besten abwarten und selbst probieren!
Schwarze Schafe gibt es auch im Deutschen Weinbau. Alles weitere dazu hier.
Unter diesem Titel gibt es eine Broschüre, die über Bio-Weine informiert.
Die Broschüre wurde im Rahmen des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bio-Anbauverbänden erstellt.
Ab Mai kann “In bio veritas” kostenlos bestellt werden.
z.B. hier:
Ecovin Weinwerbe GmbH
Stichwort “In bio veritas”
Wormser Str. 162
55276 Oppenheim
E-Mail: info@ecovin.org
Immer wieder hört man vom Einsatz von Enzymen und technischen Verfahren, um einen Wein nach Maß zu schaffen.
Recht harmlose, wenn auch tortzdem unehrliche, Methoden sind solche wie der Einsatz von Eichenholzchips, um einen nicht vorhandenen Barrique-Ton zu erzeugen, oder einen vorhandenen zu verstärken.
Kritischer ist da schon der Einsatz von chemischen Mitteln zur “Verbesserung” eines Weines.
Einen kritischen Blick darauf wirft am kommenden Dienstag um 22.15 der NDR.
Weiter Infos gibt es hier