Mal wieder ein Vergleich von Weinen aus dem Discounter mit Weinen vom Fachhändler gegeben.
Dieses Mal wurde der Test vom NDR-Magazin “Markt im Dritten” durchgeführt. Getestet wurden jeweils ein Chianti und ein Riesling von der Mosel.
Bei der Blindverkostung kamen beide Discounterweine schlechter weg als die edlen Tropfen vom Fachhändler, die Analyse im Labor ergab allerdings keine gravierenden Unterschiede.
Trinkbar sind alle vier Weine, doch einen wirklichen Genuss stellten die beiden Tropfen aus dem Supermarkt nicht dar.
Fazit: Lieber 1-2€ mehr investieren und dafür einen guten Wein mit nach Hause nehmen!
Wer Interesse an diesem Weinvergleich hat, kann sich die Weiderholung der Sendung am 03.September um 6:00 Uhr im NDR-Fernsehen anschauen.
Der Falstaff 2009/10 ist erschienen. Für 16,90€ ist er im gut sortierten Buchhandel oder auch bei einem der großen Online-Buchhändler zu haben.
Der Falstaff ist das Standardwerk zum Thema österreichische Weine. Neben Weinbeschreibungen und Weinbewertungen gibt es auch Informationen zu den einzelnen Winzer und den Weinbauregionen Österreichs.
Hier geht es heute einmal nicht um die Verpackung, jedenfalls nicht so ganz, sondern vielmehr um die generelle Dareichungsform von Wein.
Denn Wein gibt es auch als Instant-Getränk, also als Pulver, das sich in Wasser eingerührt auflöst. Verpackt ist dieses Pulver in kleinen Tütchen, daher auch der Titel des heutigen Beitrags.
Tja, ob das nun ein Genuss oder eher ein Scherzartikel ist, bleibt an dieser Stelle dahingestellt, zum Selbstversuch hat bisher der Mut gefehlt.
Zielgruppe dieses Weins aus der Tüte sind in erster Linie Wanderer und andere Outdoorsportler, die nach vollbrachter Leistung gerne ein Gläschen Wein trinken möchten, aber in ihrem Gepäck keinen Platz für eine Flasche hatten oder ihnen diese schlicht zu schwer bzw. zerbrechlich war.
Tja, was soll man da noch sagen?
Experten erwarten, dass der Jahrgang 2008 bei den deutschen Weinen nur wenige wirkliche Spitzen-Tropfen hervorbringen wird.
Vor allem der Riesling wird unter den feuchten Witterungsbedingungen leiden, so jedenfalls die Prognose. Jetzt liegt es also in der Hand der Winzer, was sie aus dem Rebensaft zu zaubern vermögen.
Es muss aber auch mal wieder einen ganz normalen Jahrgang geben, bei dem nicht vom „Jahrhundertjahrgang“ etc. gesprochen wird. Schlecht müssen die deutschen Weine 2008 deshalb noch lange nicht sein!
Einfach abwarten und probieren…
Der Weinkonsum der Deutschen steigt zwar seit einigen Jahren an, doch die durchschnittliche Summe, die für einen Liter Wein ausgegeben wird, nicht. Vor allem wenn Frachtkosten und Verpackung von diesen drei Euro abgezogen werden, bleibt die durchschnittliche Summe, die ein Deutscher für einen Liter Wein zahlt, bedenklich gering.
Deutscher Rotwein wird oft verkannt, da Deutschland gemeinhin als Weißweinland gilt. Dieses Bild haben vor allem die hervorragenden Rieslinge aus dem Rheingau, von der Mosel oder auch aus der Pfalz geprägt.
Trotz allem gibt es in Deutschland aber auch hervorragende Rotweine, vor allem der Spätburgunder schickt sich seit einigen Jahren an, endlich ins verdiente Rampenlicht zu rücken. Der deutsche Pinot Noir braucht sich in vielen Fällen nicht hinter seinen Kollegen aus dem Ausland zu verstecken und hat überdies noch den Vorteil, dass er in der Regel zu einem fairen Preis auf den Markt kommt.
Selbstverständlich gibt es in beim Blauburgunder in Deutschland ebenfalls schwankende Qualitäten, schließlich ist nicht jeder Boden und jede Lage für diese Rebsorte geeignet und nicht jeder Winzer ist zum wahren Genusspapst geboren. Letztlich entscheidet doch immer der eigene Geschmack, also einfach probieren!
Weine aus Osteuropa befinden sich definitiv im Aufwind und damit sind nicht die unsäglichen Pappkartons aus den deutschen Discounter gemeint, die Verschnitte von Weinen aus verschiedenen Ländern der EU enthalten, sondern vielmehr die Erzeugnisse von engagierten Winzern aus Ländern wie Rumänien, Serbien, Mazedonien, Slowenien, Ukraine und Bulgarien.
Die Weingesetzgebung in Slowenien, Rumänien und Bulgarien ist bereits dem EU-Recht angeglichen worden und auch die Regelungen in den anderen Ländern werden überarbeitet. Abseits von den gesetzlichen Regelungen erkennen immer mehr Winzer in Osteuropa das Potential, das in ihren Reben steckt. Sie pflegen ihre Weingärten mit größter Sorgfalt und widmen sämtlichen Abläufen im Keller größte Aufmerksamkeit.
Noch sind qualitativ hochwertige Weine aus Osteuropa in den deutschen Weinregalen eher selten zu finden, doch mit Sicherheit wird sich dieser Umstand schon in wenigen Jahren ändern.
Bei deutschen Weinen ist der Kronkorken nur selten zu finden, in der Schweiz jedoch werden nicht wenige Weißweine mit dem Kronkorken verschlossen. Bei den deutschen Weintrinkern hat der Kronkorken, ähnlich wie der Schraubverschluss, ein recht schlechtes Image. Außerdem gibt es nur wenige Hersteller für die speziellen Flaschen, die für diese Verschlussvariante aus Edelstahl benötigt werden. Außerdem muss nach Ansicht von Winzern und Konsumenten eine Verschlusskappe den Kronkorken verdecken, da dieser Verschluss sonst zu billig aussehen würde. Die Vorteile dieser Verschlusstechnik liegen darin, dass die Kosten nicht zu hoch sind, die Flasche gut abgedichtet wird und leicht zu öffnen ist.
Eine oft verkannte Rebsorte ist der Traminer, egal ob als Gelber Traminer, Roter Traminer oder auch als Gewürztraminer. Egal in welcher Ausprägung, unterliegt der Traminer schon seit langen Jahren besonderen Trends, mal ist er gefragt, dann wieder völlig „out“. Doch von diesen Moden einmal abgesehen, handelt es sich beim Traminer um eine der ältesten bekannten Rebsorten überhaupt.
Traminer ist generell eine Rebsorte, die unheimlich viel Trinkfreude bereiten kann, denn sie bietet ein intensives Geschmackserlebnis mit ausgeprägten Aromen. Gut ausgebaute, kräftige Weine vertragen durchaus einige Jahre der Lagerung, ehe sie getrunken werden.
Inzwischen gibt es immer mehr Weinkenner, die die Vorzüge und Qualitäten dieser Sorte zu schätzen wissen und sich nicht von irgendwelchen Trends beeinflussen lassen. Sie schrecken nicht vor den Vorurteilen zurück, die besonders dem Gewürztraminer oft entgegengebracht werden, denn sie wissen, dass es zwar einige Zeit üblich war, diese Sorte lieblich auszubauen, doch haben sie längst erkannt, dass der trocken oder edelsüß gekelterte Gewürztraminer eine Delikatesse sein kann.
Lange Jahre fristete Rosé ein Schattendasein, von niemandem wurde diese Weinart so richtig ernst genommen, weder von Winzern, noch von Weintrinkern. Doch diese Zeit scheint nun vorbei zu sein, denn auch in diesem Sommer ist ein deutlicher Trend hin zum Rosewein zu erkennen. Vorbei sind die Zeiten, in denen Rosé ein Ergebnis der Resteverwertung gewesen ist, denn immer mehr Winzer in Deutschland und auch in anderen Weinbauländern widmen sich diesem bisherigen Außenseiter voller Elan.
Damit wird auch das Image des Roséwein nachhaltig verändert, denn süßliche, oft charakterlose Weine gehören der Vergangenheit an, die Weine der neuen Generation überzeugen durch ihre Ausdrucksstärke, ihre Fruchtigkeit und ihre Würze, mit besonders steigender Tendenz Rosewein aus Tavel.
Also, in Zukunft öfter mal zum Rosé greifen!