Weinmischgetränke, Prosecco und Wein aus der Dose und Wein im Tetrapack sind nur einige Auswüchse der letzten Jahre, steht uns nun auch noch Wein aus der Plastikflasche bevor?
Wenn es nach einem Hersteller für PET-Flaschen geht, gehört dieses Szenario bald der Realität an. Die unzerbrechliche Verpackung für Weißwein, Rotwein und Rosewein hat die Firma aus dem Kreis Mayen-Koblenz bereits in ihr Sortiment aufgenommen. Jetzt ist nur noch fraglich, wann die ersten Winzer dieses Angebot annehmen.
Fraglich ist bei der Plastikflasche allerdings, wie sie sich auf den Lagerungsprozess des Weines auswirkt.
Nicht mehr ganz frisch, aber dafür kein bisschen weniger seltsam mutet die Meldung an, die Zukunft des Weines könnte in der Aluflasche liegen.
Sicherlich, von dem Gedanken, dass Wein auf immer und ewig in der Glasflasche mit Naturkorken daherkommt, muss man sich langsam verabschieden und zumindest beim Verschluss gibt es bisher ja auch interessante und elegante Alternativen, zum Beispiel den Glaskorken. Zugegeben, auch bei der Verpackung gibt es schon seit Jahren Alternativen zur Glasflasche, nur waren Pappkarton und Plastikanister nicht unbedingt salonfähig und beinhalteten vor allem eher Fusel als guten Wein, sodass sie sich bisher im großen Rahmen nicht durchzusetzen vermochten.
Noch ist es unvorstellbar, dass der Kellner in einem edlen Restaurant zum Essen einen Getränkekarton mit Chardonnay oder Pinot Noir öffnet. Doch dies wird nicht ewig so bleiben, zu groß ist der Druck aus dem umwelttechnischen, finanziellen und wirtschaftlichen Bereich. So geht die Suche nach Alternativen weiter. Warum also nicht Aluminium?
Die ersten Weine in der Aluflasche gibt es bereits. Sie werden als besonders hip und trendy vermarktet, haben also ganz eindeutig eine recht junge Zielgruppe, doch dies ist sicherlich nur ein erster Schritt!
Im Groben gesagt gibt es zwei Varianten von Kunststoffkorken, zum einen den gegossenen Stopfen und einen gepressten aus Korkgranulat und Polyurethan. Der Vorteil dieser Korken liegt darin, dass sie in der Herstellung recht günstig sind und die Flaschen mit herkömmlichen Maschinen verschlossen werden können. Die Nachteile sind in der hohen Gasdurchlässigkeit der gegossenen Variante zu sehen und auch der gepresste Korken birgt gewisse Risiken, denn es ist fraglich, ob Korkfehler hier zu vermeiden sind. Auch bei der Gasdichte und Wiederverschließbarkeit schneiden diese Varianten eher schlecht ab. Zum Öffnen ist auch hier ein Korkenzieher notwendig, dass vertraute „Plopp“ klingt bei Kunststoffkorken allerdings meist eher etwas fad.
Wie hier zu lesen ist, schrecken die Einwohner von Nordamerika vor gar nichts zurück oder wie sonst ist zu erklären, dass es bald Wein in Plastikflaschen zu kaufen geben wird? Zum Glück scheint dieses Vorhaben zunächst auf die USA beschränkt zu bleiben.
Einziger Vorteil, den ich bei dieser Umstellung erkennen kann, ist die größere Umweltfreundlichkeit der PET-Flasche gegenüber der Glasflasche. Immerhin ist PET leichter als Glas und sorgt so beim Transport für weniger CO2-Emmission. Aber sollte man da nicht lieber an anderer Stelle auf den Umweltschutz achten?!
Bei deutschen Weinen ist der Kronkorken nur selten zu finden, in der Schweiz jedoch werden nicht wenige Weißweine mit dem Kronkorken verschlossen. Bei den deutschen Weintrinkern hat der Kronkorken, ähnlich wie der Schraubverschluss, ein recht schlechtes Image. Außerdem gibt es nur wenige Hersteller für die speziellen Flaschen, die für diese Verschlussvariante aus Edelstahl benötigt werden. Außerdem muss nach Ansicht von Winzern und Konsumenten eine Verschlusskappe den Kronkorken verdecken, da dieser Verschluss sonst zu billig aussehen würde. Die Vorteile dieser Verschlusstechnik liegen darin, dass die Kosten nicht zu hoch sind, die Flasche gut abgedichtet wird und leicht zu öffnen ist.
Der Glaskorken bzw. Glasverschluss gilt inzwischen oft als der Heilsbringer in Sachen Weinverschlüsse, denn er sieht edel aus und stößt damit nur auf wenig bis gar keine Ablehnung bei Weintrinkern. Wichtiger noch, der Glaskorken ist für den Weinfreund leicht handzuhaben und dichtet die Flasche sehr gut ab, außerdem kann er wieder auf die Flasche aufgesetzt werden und ermöglich so eine problemlose Widerverschließbarkeit der Flasche. Der Nachteil dieser Verschlussvariante liegt darin, dass es bisher lediglich einen einzigen Hersteller gibt und der Preis mit 50 Cent pro Stück relativ hoch liegt. Sorge bereitet die Dichtungsmasse aus Kunststoff, da bisher noch nicht geklärt ist, welche Auswirkungen sie bei längerer Lagerung auf den Wein hat.
In Deutschland gelten Schraubverschlüsse meist als Kennzeichen für Billig-Weine. Die Schweizer hingegen haben mit dem Schraubverschluss keinerlei Berührungsängste. Vor allem Weißweine werden in der Schweiz mit Schraubverschlüssen verschlossen.
Der Vorteil dieser Verschlussvariante ist, dass die Flasche leicht geöffnet und jeder Zeit wieder verschlossen werden kann. Die Nachteile liegen vor allem im Bereich der Fülltechnik und im negativen Image beim Konsumenten.
Allmählich stellen aber immer mehr Winzer, vor allem kleinere Betriebe, ihre Produktion um und entscheiden sich für den Schraubverschluss.
Die Weintrinker, die sich noch immer vom Verschluss zum Kauf eines Weines bewegen lassen oder auch davon absehen, leben inzwischen hinter dem Mond.
Dass die Qualität von Naturkork auf Grund der großen Nachfrage und des gleichzeitig begrenzten natürlichen Vorkommens, stetig abnimmt ist längst bekannt und dennoch legen viele Weintrinker großen Wert auf eben diesen Verschluss. Eigentlich schizophren, denn Korkfehler sind dabei keine Seltenheit und vor allem liefern alternative Verschlussmethoden gleich gute Ergebnisse, wenn man die ausbleibenden Korkfehler noch hinzunimmt, sogar bessere!
Wer sich folglich beim Weinkauf von einem Glaskorken, einem Schraubverschluss oder Kronkorken abschrecken lässt ist selber schuld!
Die Diskussion um den althergebrachten Naturkork als Weinverschluss werden so schnell nicht abreißen. Der Korken hat sowohl Vorteile als auch Nachteile, was überwiegt ist noch nicht definitiv geklärt. Auf Grund der zunehmenden Korkfehler gerät der Naturkorken allerdings zunehmend in die Kritik. Außerdem spricht der qualitätsabhängige recht hohe Preis von etwa 20 Cent bis 1 Euro pro Stück gegen den Einsatz dieser Verschlussart. Ansonsten hat der Naturkorken viele Vorteile: das Gewicht ist gering, ebenso wie die Gasdurchlässigkeit, die Formbeständigkeit und für viele Weintrinker besonders wichtig, das vertraute „Plopp“ beim Öffnen der Flasche. Allerdings wird ein Korkenzieher benötigt, um die Flasche überhaupt öffnen zu können.
Dessen ungeachtet liegt der Korken bei den Weinverschlüssen deutscher Weine weiterhin auf Platz 1.
Es scheint als ob meine Beobachtung beim Stadtbummel letztens nur ein Vorbote war, denn in der Rheinische Post wird von einer weiteren Attacke auf den guten Geschmack berichtet. W.O.I. = Wine on ice soll es demnächst ebenfalls aus der Dose geben. Es handelt sich dabei um eine Art Weinschorle, da der Wein bereits mit Mineralwasser und einem Schuss Limone versetzt ist. Laut Hersteller solle man das Ganze am Besten “on the rocks” trinken. Vermutlich um den Geschmack einzufrieren oder wie?!