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Helfensteiner - rote Rebsorte

Helfensteiner in Kürze

Deutsche Neuzüchtung

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Deutschland
  • Region: Württemberg

Synonyme für Helfensteiner Blauer Weinsberger, WE S 5332, Weinsberg S 5332

Die rote Rebsorte Helfensteiner ist auch als Blauer Weinsberger bekannt – beide Bezeichnungen der Neuzüchtung werden parallel verwendet.
Entstanden ist die Sorte an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weisberg, daher auch die Bezeichnung Blauer Weinsberger, obwohl die Rebe eigentlich nach der in Baden-Württemberg gelegenen Burg Helfenstein benannt ist. Die Neuzüchtung ist unter August Herold entstanden, der eine Kreuzung zwischen Frühburgunder x Schiava Grossa (Blauer Trollinger) vornahm. Die Angaben des Züchters wurden inzwischen durch DNA-Analysen bestätigt.

Die Helfensteiner ist nicht wegen ihres Weines zu Ruhm gelangt, sondern weil sie eine der Elternreben der sehr erfolgreichen Neuzüchtung Dornfelder ist. Sie selbst wird in Deutschland nur auf einer kleinen Rebfläche angebaut, die sich fast vollständig in Württemberg befindet.
Die geringe Rebfläche (ca. 20 Hektar) ist in erster Linie auf die schwankenden Erträge, die diese Sorte liefert, zurückzuführen. Grund für die schwankenden Erträge ist der mittel frühe Austrieb, wodurch sie von Spätfrösten gefährdet ist, und die Blühempfindlichkeit.

Aus der Helfensteiner kann sowohl Rotwein als auch Rosé gekeltert werden. Die Weine sind in der Regel fruchtig und wissen zu gefallen. Zu Beginn der 1970er Jahre erfreuten sie sich einiger Beliebtheit, doch wegen der erwähnten Schwierigkeiten beim Anbau, konnten sie sich in Deutschland nie durchsetzen.

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