Weinbau in Baden & Infos über Wein aus Baden

Weinbaugebiet Baden

Karte der Weinbauregion Baden

Weinbau in Baden - Informationen rund um die Weinbauregion

Das südlichste Weinbaugebiet in Deutschland ist Baden. Hier werden auf knapp 16.000 Hektar Reben kultiviert, womit Baden Rang 3 unter den deutschen Weinbaugebieten einnimmt. Als einziger deutscher Anbaubereich wird Baden zur Weinbauzone B der EU gerechnet, die übrigen Gebiete in Deutschland liegen in Zone A. Damit wird Baden genauso eingestuft wie zum Beispiel Burgund, Champagne und Elsass.

Bodenverhältnisse, Klima und geografische Besonderheiten

Das Weinbaugebiet Baden erstreckt sich vom Bodensee im Süden etwa 300 Kilometer weit die Oberrheinische Tiefebene entlang und reicht bis nach Tauberfranken.
Vor allem die Weinberge im Oberrheintal sind vom Klima begünstigt. Hier können sich recht hohe Temperaturen entwickeln, die die Reife vor allem der roten Rebsorten positiv beeinflussen. Klimatisch betrachtet genießt Baden in Deutschland eine Ausnahmestellung, so gibt es in der Region rund um Freiburg die meisten Sonnenstunden und die höchsten Durschnittswerte bei den Temperaturen, sodass die Region zwischen Kaiserstuhl und Bodensee zu den wärmsten Bereichen in der Bundesrepublik zählt.
Geschützt wird der Weinbaubereich durch die beiden Gebirge: Vogesen und Schwarzwald. Dennoch gibt es genügend Niederschläge, sodass es in Baden eine ideale Kombination zwischen Temperatur, Sonnenschein und Niederschlag gibt.
Die Böden sind aufgrund der riesigen Größe der Region sehr unterschiedlich. Von Kalk und Ton über Mergel und Vulkangestein bis zu Muschelkalk und Schotter reicht dabei die Bandbreite der Böden, auf denen die badischen Weine entstehen.

Anbaubereiche in Baden

In Baden gibt es neun Bereiche, in denen Weinbau betrieben wird, insgesamt gibt es 15 Großlagen und 315 Einzellagen.

Bis 1971 bildete der Anbaubereich Badische Bergstraße gemeinsam mit der Hessischen Bergstraße das Anbaugebiet Bergstraße. Heute umfasst dieser Weinbaubereich, der auch als „Riviera Deutschlands“ bezeichnet wird, knapp 400 Hektar Rebland. Weinbau wird hier vor allem rund um Heidelberg betrieben. Die Weinberge liegen in einer Seehöhe zwischen 150 und 250 Metern auf Böden aus Buntsandstein , Löss und Muschelkalk.

Der zweitkleinste Anbaubereich trägt den Namen Bodensee und liegt im äußersten Süden der Bundesrepublik. Auf rund 600 Hektar Rebfläche wird rund um den Bodensee Weinbau betrieben. Eine Besonderheit ist der höchstgelegene deutsche Weinberg am erloschenen Vulkankegel Hohentwiel.

Entlang der Hänge des Schwarzwalds von Freiburg bis Lahr strecken sich die rund 1500 Hektar Rebfläche des Anbaugebiets Breisgau. Das Weinbaugebiet entspricht allerdings nicht der geografischen Region Breisgau, die wesentlich größer ist.

Der mit einigem Abstand größte Anbaubereich in Baden ist der Kaiserstuhl. Hier gedeihen auf mehr als 4000 Hektar Reben, vor allem Spätburgunder, Müller-Thurgau und Grauburgunder. Benannt ist die Region nach dem gleichnamigen Vulkankegel. Dementsprechend gibt es in dieser Region vor allem Vulkangesteinsböden, es gibt aber auch von Löss dominierte Lagen. An einigen Südhängen im Bereich Kaiserstuhl werden die höchsten Durschnittstemperaturen in ganz Deutschland erreicht.

Recht weit im Norden der Weinbauregion Baden ist der Anbaubereich Kraichgau gelegen. Hier gedeihen auf rund 1200 Hektar Reben, vor allem Riesling, aber auch Spätburgunder, Müller-Thurgau und Grauburgunder.
Bis ins Jahr 1996 bildeten Kraichgau und Badische Bergstraße noch einen gemeinsamen Anbaubereich.

Zwischen Freiburg und Basel erstreckt sich die Anbauregion Markgräflerland mit einer Rebfläche, die rund 3000 Hektar umfasst. Die typische Rebsorte dieser Region ist Gutedel, die zum Teil auch unter der Bezeichnung Chasselas angebaut wird. Natürlich haben auch hier Spätburgunder, Müller-Thurgau und Weißburgunder große Bedeutung.

Der Bereich Ortenau mit seinen rund 2700 Hektar Rebfläche erstreckt sich bis nach Baden-Baden. Hier gibt es vor allem verwitterte Granitböden mit vereinzelten Lösseinschlüssen oder Lehmauflagen. Dies sind Bedingungen, mit denen vor allem Riesling sehr gut zurechtkommt, der hier auch die Bezeichnung Klingelberger trägt. Nach Spätburgunder ist Riesling die zweitwichtigste Rebsorte im Anbaubereich Ortenau.

Zwischen Bad Mergentheim und Wertheim erstreckt sich entlang des Flusses Tauber die Region Tauberfranken. Hier werden auf etwa 650 Hektar Rebfläche Reben kultiviert, vor allem Müller-Thurgau und Schwarzriesling.

Früher war der Bereich Tuniberg mit dem Kaiserstuhl zu einem Anbaugebiet zusammengefasst. Wegen geologischer Unterschiede erfolgte schließlich die Auftrennung. Im Gegensatz zum Kaiserstuhl herrschen in Tuniberg Kalkstein und Löss vor, vulkanische Böden gibt es nicht.

Wichtige Rebsorten

Baden gilt bei vielen Weinkennern als Rotweinland, doch das ist gemessen am Rebsortenspiegel nicht ganz korrekt. Zwar kommen aus Baden beeindruckende Rotweine, vor allem aus der Sorte Spätburgunder, die auch auf mehr als 30% der Rebfläche kultiviert wird. Doch insgesamt wird in Baden mehr Weißwein als Rotwein erzeugt.
Wichtige weiße Rebsorten sind Grauburgunder, der hier Ruländer heißt, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Riesling und Chardonnay.
Für Rotwein hat in erster Linie Spätburgunder Bedeutung, mit weitem Abstand folgen Dornfelder, Regent und Schwarzriesling.
Eine Besonderheit im Weinbaugebiet Baden ist die Cuvée Badisch Rotgold (oder Badischer Rotling). Dabei handelt es sich um einen Verschnitt aus Grauburgunder und Spätburgunder, wobei die weiße Rebsorte einen Anteil von mindestens 51% haben muss.

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