Champagner - Schaumwein aus der Champagne in Frankreich

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Weinbauregion Champagne

Karte Weinbauregion Champagne

Weinbau-Informationen zur Champagne

Etwa 150 km nordöstlich von Frankreichs Hauptstadt Paris liegt die Champagne. Als eher kühle Region scheint sie auf den ersten Blick nicht für den Ausbau guter Weine geeignet, aber hier haben Untergrund, Boden, Klima und Lage eine ideale Kombination: Das relativ kühle Klima bedingt eine lange Reifezeit der Trauben. Der Boden hat einen Kreideuntergrund, der wie ein Schwamm wirkt, mit einer sandig-lehmigen Oberschicht. Nicht zuletzt liegen die Weinberge nicht allzu hoch und werden so von den umliegenden, höheren Wäldern optimal geschützt.
Der Champagner, das Produkt dieser außergewöhnlichen Weinbauregion, fasziniert Weinliebhaber auf der ganzen Welt. Das feine Prickeln, der anregende Duft und der einzigartige Geschmack sorgen allerorts für Begeisterung.

Die Champagne ist alles andere als ein einheitliches Anbaugebiet, denn es handelt sich um eine stark zersplitterte Weinbauregion. Rund um Reims und Epernay befindet sich das Zentrum des Anbaugebiets, doch die Weinberge erstrecken sich noch weit nach Westen, ins Tal der Marne hinein und auch mehr als 100 Kilometer südlich von Reims, im Departement Aube liegen Weingärten dieses Anbaubereichs.

In der Champagne gibt es etwa 19.000 Winzer, von denen nur ein kleiner Teil selbst Champagner erzeugt. Die meisten Winzer liefern ihre Trauben an die großen Champagner-Häuser, die selbst nur einen Anteil von rund 10% an der Gesamtrebfläche der Region haben und daher auf Zukäufe angewiesen sind.
Die Marken-Champagner, der großen Häuser sind eine Mischung verschiedener Crus und Jahrgänge, damit sie ein stets gleiches Geschmacksbild liefern und auf diese Weise unverwechselbar werden. Daneben gibt es auch Jahrgangschampagner, die selbstverständlich nur aus dem Lesegut des angegebenen Jahrgangs erzeugt werden dürfen.

Das Klima und die Bodenbeschaffenheit

Das Klima in diesem nördlichen Weinbaugebiet ist kontinental mit ozeanischen Einflüssen. Die Temperaturen sind aufgrund der nördlichen Lage im Jahresschnitt als recht kühl zu bezeichnen, in den Sommermonaten Juli und August gibt es aber häufig Sonnenschein. Insgesamt sorgen die klimatischen Verhältnisse dafür, dass die Trauben langsam und gleichmäßig reifen können, was sich positiv auf die Frische und Finesse des Weins auswirkt.

Der Boden in diesem französischen Weinbaugebiet besteht aus Kreide. Diese Bodenbeschaffenheit sorgt dafür, dass Feuchtigkeit sehr gut gespeichert werden kann, sich überschüssiges Wasser aber nicht staut, sondern in tiefere Bodenschichten abgeleitet wird.
Im südlichen Teil des Anbaubereichs gibt es außerdem kalkhaltige Böden mit Lehmeinlagerungen. Und im Tal der Marne gibt es außerdem sandig-lehmigen Untergrund, der auf der Kalksteinschicht lagert.

Die Klassifizierung der Weinbaugemeinden in der Champagne

Die Weinbaugemeinden in der Champagne sind offiziell klassifiziert und auf einer Skala, die von 80%-100% reicht, eingeordnet.
Die Gemeinden, die mit 100% bewertet sind, dürfen die Bezeichnung Grand Cru tragen. Insgesamt haben 17 Gemeinden diesen Status erreicht. Dies sind die Orte Ambonnay, Avize, Ay, Beaumont-sur-Vesle, Bouzy, Chouilly, Cramant, Louvois, Mailly, Mesnil-sur-Oger, Oger, Oiry, Puisieux, Sillery, Tours-sur-Marne, Verzenay und Verzy.
Die zweite Klasse innerhalb dieses Bewertungsschemas bilden 41 Weinbaugemeinden, die mit 90-99% bewertet wurden. Sie dürfen den Titel „Premier Cru“ tragen.
Die übrigen Gemeinden bilden die Gruppe des „terroir non classé“ und sind mit 80-89% bewertet. Trauben aus Orten, die nicht in eine der drei Klassen eingeordnet sind, dürfen nicht für die Herstellung von Champagner verwendet werden.

Rebsorten für Champagner

Rund 95% der Rebfläche in der Champagne sind mit den drei Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier bestockt, wobei die beiden roten Sorten etwa drei Viertel der Rebfläche bedecken und Chardonnay nur knapp 30% ausmacht. Auf dem winzigen Rest, der verbleibenden Fläche werden die Sorten Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris kultiviert, die ebenfalls für die Erzeugung von Champagner zugelassen sind.
Die besten Chardonnay-Trauben gibt es im Bereich Côte de Blancs, wo diese Rebsorte dementsprechend dominiert. Im Bereich Côte des Bar im Departement Aube findet Pinot Noir die besten Bedingungen vor und ist daher in rund 85% der Weingärten zu finden.

Die Geschichte des Weinbaus in diesem Teil Frankreichs

Wie in den meisten Weinbauregionen Frankreichs liegen die Wurzeln des Weinbaus in der Champagne in der Zeit der Römer. Bei ihrem Vordringen ins nördliche Europa gelangten sie auch in die Champagne und kultivierten hier Reben.
Im Mittelalter waren es dann die Klöster, die den Weinbau vorantrieben und dazu beitrugen, dass der Wein aus dieser Gegend ganz allmählich zu Bekanntheit gelangte.
Ab 1670 wurden die entscheidenden Weichen für den heute bekannten Champagner gestellt und aus dem Stillwein wurde ein Schaumwein. Dies lag daran, dass die Gärung wegen der kühlen Temperaturen im Herbst häufig unterbrochen wurde, die Winzer den Wein dann in Flaschen füllten und im Frühjahr bei wieder steigenden Temperaturen eine zweite Gärung in der Flasche erfolgte. Ähnlich verhielten sich übrigens auch viele Weine, die in Fässer gefüllt wurden, nur das hier eben die zweite Gärung im Fass erfolgte. Der Champagner war damit eher ein Zufallsprodukt als eine gezielte Erfindung.
Vor allem die Engländer liebten diesen fein prickelnden Wein und sorgten durch ihre steigende Nachfrage nach dieser Art Wein, dass die Winzer, die wegen der ständig platzenden Flaschen und anderer Probleme überlegten, die Flaschenfüllung wieder abzuschaffen, bereit waren, weiter zu experimentieren und so nach und nach die Gärung in der Flasche zu beherrschen konnten. Dennoch gingen während der Produktion annähernd 80% der Flaschen zu Bruch, sodass Champagner selten und vor allem teuer war.
Erst im 19. Jahrhundert gab es eine umfangreichere Champagnerproduktion, da zum einen die richtige Zucker-Dosage ermittelt wurde, außerdem wurde eine Verkorkungsmaschine erfunden und schließlich das Rüttelpult.
Durch den Ersten Weltkrieg bedingt, der dazu geführt hatte, dass viele Weingärten zerstört waren, gab es einen Einbruch in der Champagnererzeugung. Durch das Wegbrechen wichtiger Märkte in Russland (Russische Revolution) und USA (Prohibition) verschärfte sich die Situation noch.
Doch spätestens seit Ende des Zweiten Weltkriegs geht es mit dem edlen Schaumwein stetig bergauf.

Wichtige Anbauzonen und Weinbauorte in der Champagne

  • Aube – Ganz im Süden der Region liegt Aube, von hier ist es nicht mehr weit bis ins Burgund.
  • Avize – Weinbauort an der Côte des Blancs.
  • Côte des Blancs – Hier wird zu über 95% Chardonnay kultiviert.
  • Epernay – Neben Reims das zweite Weinbauzentrum in der Champagne.
  • Montagne de Reims – Eine der Großregionen in der Champagne.
  • Oger – Eine von insgesamt 17 Gemeinden, die die Bezeichnung Grand Cru führen darf.
  • Reims – Neben Epernay eine der beiden Weinbaumetropolen in der Champagne.
  • Sézanne – Hier dominieren Chardonnay und Pinot Meunier, Pinot Noir kommt nicht vor.
  • Vallée de la Marne – Größte Anbauregion innerhalb der Champagne, die sich weit nach Westen erstreckt.

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