Weinbaugebiet Cognac und sein Weinbrand

Cognac - Wissenswertes zum Anbaubereich

Cognac ist nicht nur die Bezeichnung für den wohl bekanntesten Weinbrand Frankreichs, wenn nicht sogar der Welt, sondern auch die Bezeichnung für sein Herkunftsgebiet im Südwesten des Landes. Etwa 100 Kilometer nördlich von Bordeaux erstreckt sich die Anbauregion Cognac über das gesamte Departement Charente-Maritime sowie über weite Teile des Departements Charante, kleine Teile liegen zudem in den beiden Departements Deux-Servres und Dordogne.

Der gesamte Weinbaubereich, in dem die Reben gedeihen, die den Grundwein für den Cognac liefern, wurde in sechs Bereiche unterteilt. Diese Bereiche legen sich wie Kreise um die Stadt Cognac als Zentrum.

Die Anbaubereiche nach Qualität geordnet:

  • Grande Champagne
  • Petite Champagne
  • Borderies
  • Fins Bois
  • Bons Bois
  • Bois Ordinaires


Die besten und edelsten Tropfen stammen aus dem Bereich Grande Champagne. Aber auch Cognacs, die die Bezeichnung Grande Fine Champagne tragen, bieten hervorragende Qualität. Diese Bezeichnung wird dann verwendet, wenn der Grundwein zu jeweils der Hälfte aus der Grande und Petite Champagne stammt. Mit der berühmten Schaumweinregion in Frankreich hat diese Namensgebung allerdings nichts zu tun.

In diesem Gebiet wird in erster Linie die weiße Rebsorte Ugni Blanc kultiviert, die rund 90% der gesamten Rebfläche bedeckt. Colombard und Folle Blanche teilen sich die verbleibende rebfläche fast vollständig, nur winzige Parzellen entfallen auf die Sorten Folignan, Jurancon Blanc, Meslier-Saint-Francois, Montil und Semillon.
Nur wenn die Trauben für den Grundwein in diesem Teil Frankreichs gelesen wurden, die Weinerzeugung, das Destillieren und schließlich die Reifung vor Ort erfolgt sind, darf der Branntwein schließlich die Bezeichnung Cognac tragen.

Die Region Cognac ist ein traditionsreiches Weinbaugebiet, das bereits zur Zeit der Römer geschätzt wurde. Vermutlich waren es hier, an der Atlantikküste stationierte römische Soldaten, die die ersten Ugni Blanc-Reben (Trebbiano) aus dem heutigen Italien mitbrachten und  nördlich von Bordeaux die ersten Weingärten anlegten. Im 12. Jahrhundert wurden dann die ersten Weine gespritetet und die Weine aus dieser Region stellten sich als besonders gut für das Brennen geeignet heraus. Im 16. Jahrhundert wurde dann das Destillieren der Weine in dieser Region eingeführt und die ersten Branntweine kamen auf den Markt. Ende des 16. Jahrhunderts wurde dann entdeckt, dass die Weine aus dieser Anbauregion bereits nach dem zweifachen Brennen klar und rein waren – die Geburtsstunde des Cognac. Bis heute erfreut sich dieser Branntwein weltweit großer Beliebtheit.
Allerdings ist die Rebfläche inzwischen deutlich geschrumpft – rund 75.000 Hektar stehen gegenwärtig unter Reben, vor der Reblauskatastrophe war die Fläche etwa drei Mal so groß.

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