Weinbauland Portugal und seine Weine

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Weinbaugebiete in Portugal

Karte Weinbaugebiete in Portugal

Weinbauland Portugal

Großartige Weine, die es für viele Weinliebhaber noch zu entdecken gilt: das ist Portugal. Nach einer langen Phase von Massenweinerzeugung unter der Diktatur, als auch keine Privatinitiative möglich war, ist Portugal dabei, zu den führenden Weinländern Europas aufzuschließen. Alte, hier beheimatet Reben in einer nahezu riesigen Fülle, die unterschiedlichsten Böden und die verschiedensten Klimazonen, alle für den Weinbau geeignet, lassen eine ungeheure Vielfalt an Weinen zu. Die portugiesischen Winzer sind dabei die Chance zu nutzen, die sich ihnen bietet. Wenn sie sich ihrer Tradition besinnen und die modernen Methoden sinnvoll integrieren, wird an den portugiesischen Weinen kein Weg mehr vorbeiführen, für einige Weine aus Portugal gilt dies schon heute.

Rebsorten in Portugal

Portugal, das Land der Reben. So könnte jedenfalls ein passender Beiname für das Land auf der iberischen Halbinsel lauten. In Portugal gibt es rund 500 autochthone Rebsorten, die sogenannten Castas. Früher wurden diese vorwiegend im Gemischten Satz angebaut, doch seit etwa 1980 gibt es deutliche Qualitätsbestrebungen im portugiesischen Weinbau und Weingärten mit Gemischtem Satz sind inzwischen nur noch selten zu finden.

Der Anteil der Weißweine liegt in Portugal bei etwa 30%, der Anteil von Rotwein und Rosé bei rund 70%, sodass in den Weingärten die roten Rebsorten dominieren.
Neben den einheimischen Sorten gibt es auch internationale Sorten wie Chardonnay oder Merlot. Doch die Weingärten, die mit diesen Sorten bestockt sind, nehmen eine vergleichsweise kleine Fläche ein.
Insgesamt stehen in Portugal etwa 250.000 Hektar unter Reben, von denen der überwiegende Teil auf autochthone Sorten entfällt.
Flächenmäßig betrachtet haben Castelao Frances (rot) Fernao Pires (weiß), Touriga Franca (rot), Trincadeira Preta (rot), Malvasia (weiß), Baga (rot) und Sirira (weiß) die größte Bedeutung.
In Bezug auf die Qualität haben bei den weißen Rebsorten vor allen Alfrocheiro, Baga, Castelao Frances, Tinta Roriz, Touriga Francesca und Tourega Nacional Bedeutung, bei den weißen Sorten sind es Alvarinho, Arinto, Avesso, Azal, Bical, Encruzado, Loureiro, Trajadura und Verdelho.

Portugiesische Weinstile

Portwein und dann? Über lange Jahre kam wirklich nicht viel mehr als dieser feine Dessertwein aus Portugal, doch inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Zum einen gibt es frische, leichte Weißweine, die begeistern und zum anderen auch schwere, tanninreiche Rotweine mit unglaublicher Kraft und intensiven Aromen. Die portugiesischen Winzer sind experimentierfreudig und werden sicherlich dafür sorgen, dass die Liste der bekannten Weine aus Portugal in Zukunft noch deutlich länger wird.

Vinho Verde

Der „grüne Wein“ wie der Vinho Verde auf deutsch übersetzt heißt, ist ein meist leichter, möglichst jung zu trinkender Weißwein, der im Nordwesten des Landes gekeltert wird. Die wichtigsten Rebsorten für diesen Wein sind Alvarinho, Avesso, Loureiro und Treixadura.

Dessertwein-Spezialitäten

Portugal ist für seine Dessertweine bekannt, vor allem natürlich für Port und Madeira. Über lange Jahre hinweg waren diese beiden Weine die Exportschlager des Landes. Auch heute noch erfreuen sie sich großer Beliebtheit, wenn auch die Nachfrage nicht mehr so extrem groß ist wie in der Blütezeit dieser Weine.

Die portugiesische Weinbaugeschichte

Der Weinbau in Portugal blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits die Römer kultivierten, in der Provinz Lusitanien, die Teilen des heutigen Portugals entspricht, Reben und kelterten Wein.
Während der maurischen Herrschaft wurde der Weinbau auf ein Minimum reduziert, kam aber nicht vollständig zum Erliegen. Ab dem 12. Jahrhundert betrieben dann Klöster und Orden, vor allem die Zisterzienser Weinbau. Große Bedeutung für den Aufschwung hatte auch König Dinis (1279-1325), da er die Landwirtschaft generell und damit natürlich auch den Weinbau wesentlich förderte und damit einen wichtigen Baustein zum Aufstieg Portugals zur Weltmacht lieferte. Im ausgehenden 14. Jahrhunderte entwickelten sich dann intensive Handelsbeziehungen mit England, was sich sehr positiv auf den Weinbau auswirkte.
Im 18. Jahrhundert begann dann der Siegeszug des Portweins.
Im 19. Jahrhundert litt Portugal – wie fast alle anderen Weinbauländer Europas auch – unter Mehltau und Reblaus, die einen großen Teil der Rebflächen vernichteten. Für den Wiederaufbau brauchte es einige Zeit, erst ab etwa 1930 ist ein langsamer Aufschwung zu verzeichnen, der allerdings zur Massenproduktion billiger Weine von geringer Qualität führte. Erst mit Ende der Diktatur im Jahr 1973 erfolgte ein langsames Umdenken, das bei vielen Winzern aber erst in den 1980er Jahren wirklich zu Ergebnissen führte.
Gegenwärtig ist der Weinbau in Portugal ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, denn rund 15% aller Portugiesen leben davon.

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Übersicht über die Hauptanbaugebiete in Portugal

Informationen zu einigen der wichtigsten Sub-Bereiche für den Weinbau sind in jeweils auf der Seite der entsprechenden Hauptanbauregion zu finden.

  • Alentejo – Die größte portugiesische Weinbauprovinz mit zahlreichen Sub-Bereichen.
  • Algarve – In der beliebten Urlaubsregion werden Weine gekeltert und Korken hergestellt.
  • Azoren – Weit entfernt vom portugiesischen Festland werden hier in erster Linie Weißweine gekeltert.
  • Beiras – Der Norden Portugals, von der Atlantikküste bis zu spanischen Grenze, wird als Beiras bezeichnet.
  • Douro – Die Heimat des Portweins.
  • Estremadura – Das Herz des portugiesischen Weinbaus, zumindest was die erzeugte Menge angeht.
  • Madeira – Die Insel im Atlantik gibt dem berühmten Dessertwein den Namen.
  • Ribatejo – Im Zentrum des Landes liegt dieses aufstrebende Anbaugebiet.
  • Terras do Sado – Seit 2009 heißt dieses Weinbaugebiet Peninsula de Sétubal.
  • Trás-os-Montes – Im Nordosten des Landes ist dieser Anbaubereich gelegen, der 2006 als DOC klassifiziert wurde.
  • Vinho Verde – Der „grüne Wein“ muss nicht zwingend weiß sein, es gibt auch roten Vinho Verde.
 
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