Informationen zum Weinbau im Priorat in Spanien

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Weinbauregion Priorat

Karte Weinbaugebiet Priorat

Weinbau im Priorat

Priorato ist eine kleine Weinbauregion in der Provinz Tarragona in Katalonien. Die Rebflächen in diesem kargen Landstrich Spaniens liegen oft an Steilhängen oder auf Terrassen. Allerdings findet man hier mit seinen Schieferschichten den idealen Untergrund für erfolgreichen Weinbau. Naturgemäß sind die Erträge der Rotweine aus den Trauben Garnacha oder neuerdings auch Cabernet Sauvignon und Merlot eher gering. Aber die Qualität , unter anderem durch die Experimentierfreudigkeit einer neuen Winzergeneration bedingt, beachtlich und es haben sich große Namen mit internationaler Anerkennung herauskristallisiert. Aus dem Priorato kommt der teuerste Einzellagenwein Spaniens: der Clos l’Ermita 1993.

Innerhalb Kataloniens ist der Priorat der Bereich mit der längsten Weinbautradition, die definitiv bis ins Mittelalter zurückreicht, vielleicht auch schon länger währt. Der Legende nach wurde die Region für den Weinbau auserkoren als ein Hirte hier einen Engel aus dem Himmel herabsteigen sah. Karthäusermönche gründeten daraufhin an dieser Stelle im 12. Jahrhundert ein Kloster und begannen Weingärten anzulegen und Weine zu keltern. Die Enge Vernetzung der gesamten Region mit den Mönchen und Klöstern wird sehr gut am Namen „Priorat“ sichtbar, denn dies lässt sich vom lateinischen Ausdruck „prior“, dem Klostervorsteher, ableiten.
In den folgenden Jahrhunderten spielte der Weinbau eine wichtige Rolle für diesen Teil Kataloniens. Durch die Reblaus, die im 19. Jahrhunderte auch vor dieser Region nicht Halt machte, wurde der überwiegende Teil der Weinberge vernichtet. Der Priorat verfiel daraufhin in einer Art Dornröschenschlaf: viele Weingärten blieben brach liegen oder wurden gerodet und an ihrer Stelle Mandelbäume, Nussbäume oder Olivenbäume gepflanzt. Erst um 1950 erwachte der Weinbau in Priorat wieder zum Leben, allerdings zunächst etwas planlos, denn viele Lagen wurden zwar mit Reben bestockt, wobei aber nur selten darauf geachtet wurde, welche Sorte unter welchen Bedingungen am besten gelingt.
Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre sollte sich dies ändern, denn damals betraten Rene Barbier und Alvaro Palacios die Bildfläche und revolutionierten den Weinbau in diesem Teil Spaniens. Eine wichtige Rolle fällt in diesem Zusammenhang auch Jose Luis Perez zu. Der Professor für Biologie erkannte das Potenzial der sehr alten Garnacha- und Carinena-Reben und gab sein Wissen an die Winzer der Region weiter.

Heute stehen in der DO Priorat gut 1.600 Hektar unter Reben. Neben den traditionellen Sorten Carinena und Garnacha, die zum Teil bereits sehr alt sind, werden auch französische Sorten wie Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Syrah kultiviert, weitere zugelassene rote Rebsorten in diesem Weinbaubereich sind Merlot, Picapill Negre, Ull de Llebre (Tempranillo).
Weiße Rebsorten werden ebenfalls angebaut, auch wenn nur etwa 10% Weißweine erzeugt werden. Zugelassene Rebsorten sind Chenin Blanc, Garnacha Blanca, Macabeo, Muscat of Alexandria, Muscat blanc à petits grains, Pansal, Pedro Ximénez, Picapoll Blanca und Viognier.

Die Reben gedeihen auf kargen Böden vulkanischen Ursprungs und verwittertem Schiefer. Viele der steilen Hänge sind terrassiert, um Weinbau überhaupt möglich zu machen. Das Klima ist im Grunde kontinental, aber von zahlreichen mikroklimatischen Abweichungen geprägt.

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