Weine und Weinbau in Rias Biaxas in Spanien

Weinbauregion Rias Baixas

Karte Weinbaugebiet Rias Baixas DOP

Weinbau in Rias Baixas in Spanien

An der Grenze zwischen Spanien und Portugal, direkt an der Atlantikküste ist das Weinbaugebiet Rias Baixas gelegen. Im Jahr 1988 hat das Gebiet den DO-Status erhalten und hat seitdem deutlich an Bekanntheit gewonnen. Die Weine aus Rias Baixas werden allerdings in erster Linie auf dem spanischen Markt konsumiert oder gelangen in den Export in die USA, wo sie sich großer Beliebtheit erfreuen. Mit etwas Geduld lassen sich aber auch bei Weinhändlern in  Deutschland Weine aus Rias Baixas finden.

Die Weine aus Rias Baixas haben einen ganz eigenen Charakter, denn die Trauben werden hier sehr viel weniger von der Sonne verwöhnt und müssen öfter Feuchtigkeit verkraften als in vielen anderen spanischen Weinbauregionen. Das Ergebnis sind lebendige, spritzige Weine mit deutlicher Säure. Je nach Ausbaustil kann dieser Wein eine breite Palette von fruchtigen und floralen Noten mitbringen.
Der typische Wein aus diesem Teil Spaniens ist ein Weißwein, der aus der Rebsorte Albarino gekeltert wird. Albarino handelt es sich vermutlich um eine Verwandte der Riesling-Rebe,, die angeblich von deutschen Mönchen hierher gebracht wurden (Santiago de Compostela zog bereits damals Pilger aus aller Welt an). Neben reinsortigen Varianten gibt es auch Cuvées, in denen sich neben Albarino auch Sorten wie Loureira oder Treixadura finden. Rotwein ist in Rias Baixas die absolute Ausnahme und macht lediglich 5% der Gesamtmenge aus. Gekeltert wird er gewöhnlich aus den Sorten Mencia und Sousao.

Sub-Zonen der DOP Rias Baixas

In Rias Baixas gibt es fünf Sub-Bereiche, in denen jeweils etwas unterschiedliche Bedingungen für die Rebsortenzusammenstellung der Weine gelten.

Condado de Tea

Der Bereich liegt in einem recht gebirgigen Gebiet. Es handelt sich um den wärmsten Anbaubereich der DO, sodass die Weine etwas kräftiger sind und etwas weniger Säure aufweisen als die Tropfen aus den anderen Sub-Bereichen. Der Wein muss aus mindestens 70% Albarino und / oder Treixadura bestehen.

O Rosal

Die Rebflächen dieser Zone liegen in der Umgebung der Stadt Vigo auf terrassierten Lagen am Ufer des Mino. Der Wein muss einen Mindestanteil von 70% der beiden Rebsorten Albarino und Loureira aufweisen.

Ribeira do Ulla

Südlich von Santiago de Compostela liegt dieser Anbaubereich. Der Wein muss einen Mindestanteil von 70% der Sorte Albarino aufweisen. Hier werden aber auch Rotweine gekeltert.

Soutomaior

Mit nur knapp 20 Hektar Rebfläche ist dies der kleinste Anbaubereich der DO. Hier wird ausschließlich Albarino angebaut, dementsprechend gibt es hier nur reinsortigen Weißwein.

Val do Salnes

Der größte Sub-Bereich von Rias Baixas mit knapp 1.500 Hektar Rebfläche ist bekannt für seinen Weißwein, der aus zumindest 70% Albarino gekeltert wird.

Neben diesen Unterregionen, die auf dem Etikett angeführt werden gibt es weitere Varianten in dieser DO. Ist auf dem Etikett lediglich die Angabe Rias Baixas zu finden, muss der Wein zu 70% aus den Rebsorten Albarino, Caino Blanco, Loureira und Treixadura enthalten. Ein Rias Baixas Albarino muss reinsortig aus dieser weißen Rebsorte gekeltert worden sein und bei einem Rias Baixas Barrica muss der Wein eine Reifephase von mindestens drei Monaten im Holzfass hinter sich haben.

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