Carignan / Carinena - Rebe für Rotweine

Carignan - rote Rebsorte

Carignan in Kürze

Seit der Antike bekannt

Synonyme für Carignan Babonenc, Carinena, Carignane, Carignano, Gragnano, Legno Duro, Mazuelo, Samso, Uva di Spagna Berühmte Weine aus Carignan

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Die rote Rebsorte Carignan bzw. Carinena stammt zwar ursprünglich aus Spanien, genauer gesagt aus Aragonien, wo es nahe Zaragosas einen Ort namens Carinena gibt, nach dem diese Sorte benannt ist. Von Spanien aus breitete sich die Carinena-Rebe nach Frankreich und in viele andere Weinbauländer der Welt aus. Lange Zeit handelte es sich um die am häufigsten angebaute rote Rebsorte der Welt, dementsprechend ist sie in vielen Weinbauländern unter zahlreichen Namen vertreten. Die häufigsten Synonyme sind Carinena und Mazuelo in Spanien sowie Carignano in Italien.

Besonders häufig ist die Carignan in Frankreich zu finden, wo sie vor allem im Languedoc, in der Provence und an der südlichen Rhône verbreitet ist. Hier wurde die Rebfläche zwar Ende des 20. Jahrhunderts drastische gerodet, sodass sie um mehr als 40% verringert wurde, dennoch ist sie weiterhin eine der wichtigsten Rebsorten im Süden Frankreichs, im gesamten Land steht sie nach wie vor auf gut 50.000 Hektar. Dies spiegelt den weltweiten Trend wieder: Generell ist die Rebfläche für Carinena im Rückgang begriffen und inzwischen nicht mehr unter den Top10 der am häufigsten angebauten Sorten der Welt vertreten.
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Diese Sorte zählt zu den spät reifenden Reben und ist sehr wuchskräftig. Auf fruchtbarem Boden ergibt sie ohne Weiteres Erträge von 200 Hektoliter/Hektar, ein rigoroser Rückschnitt ist daher unerlässlich, um gute Qualität zu erzielen. In kargen Hanglagen sind die Voraussetzungen durch die natürliche Einschränkung des Wuchses am Besten für Qualitätsweine aus diese Sorte.
Die Carignan-Rebe ist anfällig für beide Arten des Mehltaus sowie für Rotfäule.
In trockenem und warmem Klima, wie es häufig in der Mittelmeerregion herrscht, findet diese rote Rebsorte sehr gute Bedingungen vor.

Der Wein, der aus Carinena gekeltert wird ist in der Regel tiefdunkel in der Farbe mit hohem Tannin- und Säuregehalt, manchmal mit einem Bitterton. Lediglich alte Rebstöcke auf kargem Untergrund liefern Lesegut, aus dem wirklich charaktervolle Weine gekeltert werden können. Aus diesem Grund wird Carignan fast ausschließlich als Verschnittpartner verwendet, gut geeignet ist die Kombination mit Cinsaut, Grenache und / oder Syrah. Das Ergebnis sind einfach bis ansprechende Rot- und Roséweine.

Aus der Rebsorte Carignan Noir sind die beiden Mutationen Carignan Blanc und Carignan Gris hervorgegangen. Außerdem ist durch die Kreuzung zwischen Carignan x Cabernet Sauvignon die Sorte Ruby Cabernet entstanden, die seit den 1990er Jahren in Übersee große Erfolge feiert.

 
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