Hybridrebe Chancellor aus Frankreich

Chancellor - rote Rebsorte

Chancellor in Kürze

Neuzüchtung aus Frankreich

Synonyme für Chancellor Chancellor Noir, Seibel 7053

Ursprünglich war die rote Rebsorte Chancellor unter dem Namen Seibel 7053 bekannt, erhielt aber 1970 den Namen Chancellor. Der zuvor genutzte Name gab einen deutlichen Hinweis auf den Ursprung dieser Rebe. Es handelt sich um eine Neuzüchtung zwischen Seibel 5136 und Seibel 880. Diese Kreuzung wurde vom bekannten Züchter Albert Seibel vorgenommen.
Die Chancellor-Rebe war Kreuzungspartner bei zahlreichen Neuzüchtungen wie zum Beispiel Allegro, Breidecker, Chambourcin und Prinzipal.

Bis in die 1950er Jahre hinein war die Chancellor, damals noch als Seibel 7053, in Frankreich, insbesondere an der Rhône, weit verbreitet. Damals standen in ganz Frankreich rund 40.000 Hektar unter dieser Sorte. Als die EU jedoch Hybridreben verbat, wurde diese Fläche nach und nach gerodet oder aufgegeben.
Ausgestorben ist die Chancellor damit aber nicht, denn in den USA und Kanada wird sie nach wie vor angebaut, vor allem im Bundesstaat New York.
Aus dieser Sorte werden fruchtige Rotweine gekeltert, in der Regel werden sie nicht reinsortig ausgebaut, sondern als Verschnitt. Es gibt zudem erfolgsversprechende Versuche, die Chancellor im Holzfass auszubauen. Auch Roséweine gelingen gut und erfreuen sich in den USA recht großer Beleibtheit.
In Europa gibt es seit einigen Jahren einen Versuchsanbau.

 
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