Informationen über die weiße Rebsorte Colombard - Traube für Cognac und Armagnac

Colombard - weiße Rebsorte

Colombard in Kürze

Wird häufig mit Semillon verwechselt

Synonyme für Colombard Blanc Emery, Bon Blanc, Colombar, Colombier, French Colombard, Tourterelle Edle Tropfen aus Colombard

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Die weiße Rebsorte Colombard stammt aus Frankreich. Ihr Name bedeutet übersetzt „Taube“ und leitet sich von der leicht gräulichen Traubenfarbe ab. Wegen ihres Aussehens wird die Colombard häufig mit der Semillon-Rebe verwechselt.
DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass kein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen Colombard und Semillon besteht. Es handelt sich viel mehr um eine natürliche Kreuzung zwischen Chenin Blanc X Gouais Blanc.

Ursprünglich war die Colombard eine der wichtigen Rebsorten für Cognac und Armagnac. Neben Ugni Blanc und Folle Blanche war diese weiße Sorte in zahlreichen Weingärten in den Anbaubereichen im Südwesten Frankreichs zu finden. Da der Wein, der aus dieser Sorte gekeltert wird, säurearmer aber alkoholreicher ist als Wein aus den anderen beiden genannten Sorten, konzentrieren sich viele Winzer eher auf die anderen Sorten, wenn sie Grundwiene für Cognac oder Armagnac keltern wollen. In den 1970er Jahren wurde rund die Hälfte des Rebbestandes gerodet. Heute steht die Colombard in Frankreich auf einer Fläche von rund 7.500 Hektar, allerdings mit abnehmender Tendenz.
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Weitere Infos über die Colombard

Vor allem in der Gascogne ist die Colombard-Rebe heute – nicht zuletzt wegen der sinkenden Nachfrage nach Branntweinen - Grundlage für trockene Weißweine, für die sie augenscheinlich besser geeignet ist. In der Regel wird sie für Cuvées verwendet. Als Verschnittpartner von Chardonnay, Ugni Blanc und anderen weißen Sorten macht sie eine gute Figur und verleiht dem Wein eine feine Zitrusnote.

Außerhalb ihrer Heimat erlebte die Colombard, allerdings unter der Bezeichnung French Colombard, in Kalifornien einen wahren Höhenflug. Ab etwa 1970 wurde die weiße Rebe in großem Umfang gepflanzt. In den 1990er Jahren gewann dann allerdings eine andere weiße Rebsorte an Bedeutung: Chardonnay. Dennoch sind in Kalifornien bis heute rund 10.000 Hektar mit Colombard bestockt. Ähnlich verhält es sich in Südafrika, wo sie gerne für die Erzeugung von Branntweinen verwendet wird. In Australien ist die Colombard auf rund 2.000 Hektar zu finden.

 
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