Spanische Rotwein-Rebe Garnacha und ihre Weine

Garnacha - rote Rebsorte

Garnacha in Kürze

Eine der weltweit am häufigsten angebauten Sorten

Synonyme für Garnacha Aragones, Cannoneau, Garnacha Tinto, Garnatxa, Grenache, Toccai Rosso Berühmte Weine aus Garnacha

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In Spanien heißt die rote Rebsorte Garnacha oder Garnatxa, während sie in den meisten anderen Weinbauländern der Welt als Grenache bezeichnet wird.
Der Ursprung der Rotweinrebe liegt wahrscheinlich in Aragonien, im Nordosten Spaniens. Diese These wird von zahlreichen führenden Ampelographen vertreten, so unter anderem von Pierre Galet. Seit einigen Jahren behaupten allerdings italienische Experten, die Rebe stamme von der Insel Sardinien. Unumstößliche Belege konnten sie bisher nicht liefern, aber ganz von der Hand zu weisen ist ihre Behauptung nicht, denn Sardinien war über mehrere 100 Jahre (1479-1720) spanische Kolonie, sodass durchaus ein Austausch lokaler Rebsorten erfolgt sein könnte. Die erste bekannte Erwähnung der Garnacha-Rebe stammt vom spanischen Agrarwissenschaftler Gabriel Alonso de Herrera aus dem Jahre 1513; er verwendete die Bezeichnung Aragones, die in einigen Landesteilen Spaniens bis heute für Garnacha gebräuchlich ist.
Aber auch für den Namen der Rebsorte, also Garnacha, gibt es einen Erklärungsansatz der Italiener: Ihnen zufolge soll sich diese Bezeichnung vom italienischen „Vernaccia“ ableiten, einer sehr alten Rebsorte Sardiniens. DNA-Untersuchungen haben allerdings ergeben, dass zwischen Garnacha und Vernaccia di Oristano (so der volle Name) keine Verbindung besteht. Bei diesen Untersuchungen ist aber herausgefunden worden, dass es Beziehungen zu anderen spanischen Sorten, wie zum Beispiel Airen und Verdejo, gibt.
Wie dem auch sei, vielleicht wird die Zukunft klären, woher die Rebe nun wirklich stammt, vielleicht wird dies aber auch nie endgültig geklärt werden.
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Merh Infos zu Garnacha

Sicher ist jedenfalls, dass sich Garnacha weltweit großer Beliebtheit erfreut und zu den am häufigsten kultivierten Rebsorten überhaupt zählt. In Spanien ist die Garnacha nach Tempranillo und Bobal die drittwichtigste Rotweinrebsorte.
Das heiße und trockene Klima, das in weiten Teilen Spaniens herrscht, kommt dieser Rebsorte entgegen, denn sie braucht die Wärme, um auszureifen. Aus den großen, dünnschaligen Beeren mit hohem Zuckergehalt und geringer Säure, können Rotweine und Roséweine gekeltert werden. Typische Merkmale eines Garnachas sind fruchtige (vor allem Erdbeere) und würzige Noten von Pfeffer und Nelken, die sich mit zunehmendem Alter in Richtung Leder und Karamell entwickeln. In den Roséweinen dominiert in der Regel die Frucht, während die Würze eine eher untergeordnete Rolle spielt. Wird der Rosé im Holzfass ausgebaut bekommt er eine beinahe orangene Färbung und die Würznoten treten in den Vordergrund.

In Rioja, der berühmten spanischen Weinregion, wird Garnacha häufig mit Tempranillo verschnitten und zu den weltweit beliebten Rotweinen gekeltert. Die Rebsorte eignet sich aber auch sehr gut zum Verschnitt mit Syrah – eine Kombination, die sich vor allem in Frankreich, besonders an der Rhône, großer Beliebtheit erfreut.

Es gibt auch eine weiße Variante, die Garnacha Blanca sowie eine graubeerige Sorte, die Garnacha Roja, die aber selten ist.

 
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