Weißwein-Rebsorte Goldriesling im Rebsortenlexikon

Goldriesling - weiße Rebsorte

Goldriesling in Kürze

Neuzüchtung aus dem Elsass

Synonyme für Goldriesling Franzosentraube, Gelbriesling, Goldmuskat, Riesling Doré

Unter der Bezeichnung Goldriesling gibt es gleich zwei Rebsorten, die nicht miteinander verwandt sind, aber beide denselben Namen tragen.

Zum einen handelt es sich bei der Goldriesling-Rebe um eine Neuzüchtung, die aus der Kreuzung  Riesling x Précoce de Malingre hervorgegangen ist. Die Kreuzung erfolgte durch Christian Oberlin im Jahr 1893 in Colmar (Elsass).
Die früh reifende weiße Rebe war an diversen Neuzüchtungen beteiligt, so zum Beispiel an Leon Millot, Marechal Foch und Pinard.
Die Goldriesling ist anfällig für Botrytis und Flaschen Mehltau. Die Weißweine, die aus dieser Sorte gekeltert werden, haben gewöhnlich einen recht niedrigen Alkoholgehalt und zeigen Aromen von frischem Gras, Zitronen und im Hintergrund etwas Muskat. Sie sind hellgelb in der Farbe und haben kräftige Säure.
In ihrer Heimat Frankreich ist die Goldriesling heute nicht mehr zu finden. Allerdings ist sie bis heute in Sachsen vertreten, wo sie im Jahr 1913 erstmals gepflanzt wurde. Dort wird sie vor allem in Randlagen kultiviert und belegt insgesamt rund 20 Hektar.
Die Goldriesling wird gerne für die Erzeugung von Federweißer verwendet.

Zum anderen gibt es eine Rebsorte Namens Goldriesling, die aus Österreich stammt. Es handelt sich um eine Neuzüchtung aus dem Jahr 1960, die aus der Kreuzung Welschriesling x Müller-Thurgau hervorgegangen ist. Die Sorte wurde 1989 zum Anbau freigegeben, doch gegenwärtig sind in Österreich keine Flächen für Goldriesling ausgewiesen.

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