Wissenswertes über die rote Rebsorte Gros Verdot

Gros Verdot - rote Rebsorte

Gros Verdot in Kürze

Im Rückgang befindliche Sorte

Synonyme für Gros Verdot Hére, Plant des Palus, Pruera, Verdot Colon

Die rote Rebsorte Gros Verdot stammt aus Frankreich. Neueren Untersuchungen zurfolge ist die Sorte aus Wildreben hervorgegangen und stammt aus dem Südwesten Frankreichs, vermutlich vom Fuße der Pyrenäen.
Im 19. Jahrhundert war sie zusammen mit der Petit Verdot im Bordeaux weit verbreitet. Von dort wurde sie in verschiedene Weinbauländer der Welt gebracht, so zum Beispiel nach Argentinien, Chile und Kalifornien. 1946 wurde im Bordeaux allerdings jegliche Neuanpflanzung der Gros Verdot untersagt. Inzwischen ist sie nicht einmal mehr in der offiziellen Rebsortenliste Frankreichs zu finden. Es ist daher davon auszugehen, dass diese Rotweinrebe gegenwärtig in Frankreich nicht mehr kultiviert.
In welchem Umfang die Gros Verdot in Argentinien und Chile heute zu finden ist, ist nicht ganz klar, da sie in diesen beiden Weinbauländern gemeinsam mit Petit Verdot angebaut wird. Die Kennzeichnung ist dabei nicht immer ganz klar, in einigen Fällen wird schlicht „Verdot“ verwendet. Ansonsten eher Petit Verdot als Gros Verdot,  da die erstgenannte Rebe im Allgemeinen als höherwertig angesehen wird.
In Kalifornien wird ebenfalls Gros Verdot gekeltert, doch handelt es sich hier in fast allen Fällen eigentlich um Cabernet Pfeffer. Die Verwechslung der beiden Sorten erfolgte schon sehr früh, sodass heute kaum noch Klarheit darüber herrscht, in welchem Weingarten welche Rebe angebaut wird – umfassende DNA-Untersuchungen jedes einzelnen Weinbergs wären notwendig, um hier Klarheit zu schaffen.

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