Informationen über die neugezüchtete Nobling-Rebe im Rebsortenlexikon

Nobling - weiße Rebsorte

Nobling in Kürze

Hochwertige Neuzüchtung

Synonyme für Nobling Freiburg 128-40

Die weiße Rebsorte Nobling ist eine Neuzüchtung, die von Johannes Zimmermann am Weinbauinstitut in Freiburg vorgenommen wurde. Neuere DNA-Untersuchungen haben die Angaben des Züchters zu den Elternsorten bestätigt, demnach ist die Nobling aus der Kreuzung Silvaner x Gutedel (Chasselas) hervorgegangen.
Den Sortenschutz erhielt die 1940 entstandende Sorte im Jahr 1971. Seither konnte sie sich trotz ihrer recht hohen Qualität nicht richtig durchsetzen. Zunächst wurde sie wegen ihrer hohen Säurewerte und des gleichzeitig hohen Mostgewichts gerne als Grundlage für Sekt verwendet. Doch inzwischen ist die Rebfläche für die Nobling so weit zurückgegangen, dass dies im größeren Umfang nicht mehr geschieht. Einige Winzer, die die Nobling weiterhin kultivieren keltern natürlich nach wie vor auch Schaumwein aus ihr, aber eben in deutlich geringerem Umfang als dies in den Anfangsjahren der Fall war.

Die Nobling kommt heute so gut wie nur im Markgräflerland im Weinbaugebiet Baden vor. Dort wird sie gegenwärtig auf einer Fläche von etwa 60 Hektar angebaut. Die Weißweinrebe benötigt das feucht-warme Klima der Region, um die besten Ergebnisse zu liefern. Um hohe Mostgewichte zu erreichen, benötigt die Nobling gute bis sehr gute Lagen, womit sie in Konkurrenz zu den deutlich bekannteren Burgundersorten steht. Da sie gleichzeitig im Weinberg deutlich mehr Arbeit macht als die meisten Burgundersorten und sich wegen ihres recht unbekannten Namens schwieriger vermarkten lässt, setzen nur wenige Winzer auf diese Rebsorte.
Außerhalb Badens ist die Nobling kaum zu finden, in einigen deutschen Weinbaugebieten gibt es winzige Anpflanzungen von weniger als einem Hektar.

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