Informationen über die weiße Rebsorte Palomino / Palomino Fino aus Spanien

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Palomino - weiße Rebsorte

Palomino in Kürze

Hauptsorte für Sherry

Synonyme für Palomonio / Palomino Fino Alban, Balnc d'Anjou, Fransdruif, Golden Chasselas, Jerez, Listan, Listan de Jerez, Palomino Listan, Perrum, Tempranilla, Xeres, Zarcillarda Berühmte Weine aus Palomino

Im Prinzip ließe sich Palomino mit Sherry gleichsetzen. Diese weiße Rebsorte bedeckt in der Region Jerez in Andalusien nicht nur fast die gesamte Rebfläche, sondern ist auch die Sherry-Rebe schlechthin. Sie ist zwar auch in anderen Weinbauländern der Welt vertreten, doch nirgendwo hat sie die Bedeutung wie im Süden Spaniens erlangt.

Es werden zwei Spielarten der Palomino unterschiedene, zum einen gibt es die Palomino Fino, zum anderen die Palomino. Diese beiden Spielarten unterscheiden sich in Bezug auf ihre Blüten, weisen aber bei DNA-Analysen keine Unterschiede auf. So kann guten Gewissens von der Palomino-Rebe gesprochen werden.
Mit großer Wahrscheinlichkeit stammt die Sorte aus Andalusien und erfreut sich in dieser Region bis heute größter Beliebtheit. Ihre Abstammung ist allerdings nicht geklärt. Eventuell sind ihre Elternreben bereits ausgestorben.
In früheren Jahren war die Palomino unter der Bezeichnung Listan bekannt, sodass vermutet wurde, es könne sich um eine farbliche Mutation der Listan Prieto handeln. Doch DNA-Untersuchungen haben dies widerlegt, deuten allerdings auf eine enge genetische Beziehung der beiden Sorten hin.

Die Palomino Fino ist eine mittel bis spät reifende Weißweinrebe, die anfällig für Mehltau ist. In warmen, trockenen Bereichen kommt sie besonders gut zurecht. Sie liefert Wein, der arm an Alkohol, Säure und Zucker ist. Dazu weist er meist einen relativ neutralen Geschmack auf und neigt zur Oxidation. Für die Sherry-Produktion ist dies nicht weiter störend, um Tischweine zu erzeugen ist die Traube aufgrund dieser Eigenschaften allerdings weniger gut geeignet.

Palomino Fino ist wie bereits erwähnt die Rebsorte für Sherry. Neben ihr werden nur die beiden Sorten Pedro Ximenez und Muscat d'Alexandrie für den berühmten spanischen Dessertwein verwendet. Allerdings werden diese beiden anderen Sorten eigentlich nur zum Süßen einiger spezieller Sherry-Varianten verwendet. Palomino hat einen Anteil von gut 90% an der Dessertwein-Spezialität.

Auch wenn die Palomino Fino nach wie vor für Sherry verwendet wird, geht ihr Bestand dich seit den 1990er Jahren immer weiter zurück. Im Jahr 1990 wurde weltweit ein Bestand von mehr als 50.000 Hektar registriert, im Jahr 2010 nur noch von rund 22.500 Hektar. In diesen 20 Jahren ist die Rebfläche um mehr als die Hälfte geschrumpft.
Dies liegt zum einen daran, dass die weltweite Nachfrage nach Sherry nicht mehr ganz so groß ist und dass, die Rebe als Grundlage für Tischweine nur wenig geeignet ist.

In Portugal, in der Region Douro hat sie einige Bedeutung, wird aber nur zu einfachen Weinen verarbeitet. Im Frankreich wird sie in der Gascogne zur Erzeugung von Armagnac verwendet, da sich Armagnac aber auch nur noch einer überschaubaren Anhängerschaft erfreut, gehen die Rebbestände der Palomino hier ebenfalls zurück.
In Südafrika, wo die Sorte als Fransdruif bekannt ist, gibt es größere Bestände.
Auch in anderen Weinbauländern ist sie präsent, genießt aber kein besonders großes Ansehen.

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