Pecorino: Informationen über die Weißwein-Rebe aus Italien

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Pecorino - weiße Rebsorte

Pecorino in Kürze

Im Aufschwung befindliche Sorte

Synonyme für Pecorino Arquitano, Biancuccia, Dolcipappola, Juvino, Norcino, Pecorello, Uva Cani, Vissanello

In Mittelitalien, vor allem in den Anbaugebieten Abruzzen und Marken, ist die weiße Rebsorte Pecorino zu finden. Hier wird auch die Heimat der Sorte vermutet. Allerdings ist über ihre Herkunft bisher nicht allzu viel bekannt. Es gibt Vermutungen, dass sie direkt von Wildreben abstammen könnte. Belege für diese Theorie gibt es allerdings nicht.

In Marken wird die Pecorino schon seit vielen hundert Jahren kultiviert, erfuhr jedoch nie allzu große Beachtung. In der Mitte des 20. Jahrhunderts galt die Weißweinrebe sogar als ausgestorben. In den 1980er Jahren wurden dann allerdings einige Rebstöcke in einem verwilderten Weinberg gefunden, die sich als Pecorino erweisen. Es gelang die Rebe wiederzubeleben und in den frühen 1990er Jahren wurde der erste sortenreine Pecorino seit vielen Jahren gekeltert. Seither breitet sich die Sorte in ganz Mittelitalien aus und ist inzwischen nicht mehr nur in den Abruzzen und in Marken zu finden, sondern auch in Umbrien, in der Toskana sowie in Latium und Ligurien.
Die Sorte ist in verschiedenen italienischen DOCs zugelassen: Colli Maceratesi, Controguerra, Falerio die Colli Ascolani und Offida. Die wichtigste Appellation ist die DOC Offida, in der Pecorino auch sortenrein gekeltert werden darf.

Wein aus der Pecorino-Rebe ist trocken und mineralisch, er leuchtet strohgelb im Glas und hat ein florales Bukett, das oft an Akazienblüten und Jasmin erinnert, oft tritt eine würzige Note hinzu. Er hat gewöhnlich einen hohen Säuregehalt, der in höheren und kühleren Lagen noch zunimmt.

Der Name der Rebsorte bedeutet übrigens „Schaf“ oder auch „kleines Schaf“. Viele Genießer bringen Pecorino eher mit Käse als mit Wein in Verbindung, da sich dieser Schafskäse aus Italien schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit erfreut und inzwischen in so gut wie jedem Supermarkt erhältlich ist.
Es könnte sein, dass der Name der Rebsorte eng mit dem Käse verbunden ist, da es früher durchaus üblich war, die Schafsherden mit Trauben zu füttern.
Vielleicht passen Pecorino-Käse und Wein deshalb so gut zusammen?!

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