Informationen über die rote Rebsorte Petit Verdot

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Petit Verdot - rote Rebsorte

Petit Verdot in Kürze

In der neuen Welt wiederbelebt

Synonyme für Petit Verdot Bonton Blanc, Bouton, Herrant, Lambrusquet, Verdau Berühmte Weine aus Petit Verdot

Petit Verdot ist eine rote Rebsorte, die aus Frankreich stammt.
Ursprünglich spielte die Petit Verdot in den klassischen Bordeaux eine Rolle, wo sie häufig als säurege- und farbgebende Komponente verwendet wurde. Inzwischen ist die Rotweinrebe in Südeuropa und in Übersee, besonders in Australien weit verbreitet.

Der Name der „kleine Grünling“ (wie die Sorte ins Deutsche übersetzt heißt) spielt auf den hohen Säuregehalt der Trauben an, die oftmals wegen der langen Reifezeit nicht voll ausreifen können. In Jahren mit kühler Witterung gelangen nur wenige Weinbeeren zu einer roten Färbung, der überwiegende Teil bleibt grünlich. Im Bordeaux geht man davon aus, dass diese Sorte nur in einem von fünf Jahren zur vollen Reife gelangt.
Die Bezeichnung „klein“ (petit) bezieht sich auf die Größe der Weinbeeren, die deutlich kleiner ausfällt als bei der verwandten Sorte Gros Verdot. Wegen der geringen Größe der Beeren ist der Tanningehalt recht hoch.

Bis in die 1960er Jahre erfreute sich die Petit Verdot in ihrer Heimat Frankreich recht großer Beliebtheit. Im Bordeaux war sie insbesondere im Médoc Bestandteil zahlreicher Cuvées. Doch in den 1960er Jahren entfernten viele Winzer im renommierten Weinbaugebiet Bordeaux (insbesondere in Saint-Emilion und Pomerol) diese Sorte wegen der sehr späten Reife aus ihren Weingärten. Seit Ende der 1980er Jahre erfährt sie wieder mehr Wertschätzung und wird mit leicht steigender Tendenz angebaut.
In Frankreich sind gegenwärtig rund 850 Hektar mit Petit Verdot bestockt, von denen sich mehr als 500 Hektar im Bordeaux befinden.

Während es in Frankreich zeitweilig so aussah, als ob diese Rotweinrebe in der Bedeutungslosigkeit verschwinden würde, gab es in anderen Weinbauländern eine gegensätzliche Entwicklung. So führte sie zum Beispiel der berühmte Weinbauer Marques de Grinon in Spanien ein, außerdem fasste sie in Australien Fuß (hier war sie schon seit James Busby bekannt) und auch in Nord- und Südamerika erfreute sie sich wachsender Beliebtheit. Inzwischen haben sich auch die französischen Winzer wieder an die Qualität der Sorte erinnert und bauen sie vermehrt an.
Weltweit bedeckt die Petit Verdot inzwischen mehr als 7000 Hektar mit steigender Tendenz. Frankreich, das Heimatland der Rebe, spielt folglich heutzutage nur noch eine untergeordnete Rolle.

Sortenrein wird die Petit Verdot übrigens nur äußerst selten ausgebaut, ganz gleich um welches Weinbauland der Welt es sich handelt. In der Regel wird die Sorte als Verschnittpartner verwendet, zum Beispiel für Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon oder auch Merlot.
Im der Aromatik erinnert der Wein zunächst an Bananen, mit zunehmendem alter entwickelt er eine Veilchennote.

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