Informationen über die Pignoletto im Rebsortenlexikon

Pignoletto - weiße Rebsorte

Pignoletto in Kürze

Gut für Schaumwein geeignete Sorte

Synonyme für Pignoletto Aglionzina, Grechetto di Todi, Greco Gentile, Occhietto, Pallagrello Bianca, Pignolino, Rebola, Uva Grilli

Die weiße Rebsorte Pignoletto stammt aus Italien, wo sie bis heute zu finden ist. Sie wird vor allem in der Emiliga-Romagna in der Umgebung von Bologna angebaut, wo sie gerne für die Schaumweinproduktion verwendet wird.
Der Name dieser Weißweinrebe bezieht sich auf die langgestreckte Form der Trauben hin, die an einen Tannenzapfen (ital. Pigna) erinnert.

Es gibt die Vermutung, die Pignoletto könne eine sehr alte Rebsorte sein, eventuell ein Nachkomme der von Plinius dem Älteren in der Antike erwähnten Pino Lieto. Einen Beleg für diese Hypothese gibt es allerdings nicht.
Alt ist die Pignoletto aber dennoch, eine erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem 17. Jahrhundert.
DNA-Untersuchungen haben inzwischen ergeben, dass die Sorten Ribolla Riminese und die Grechetto di Todi identisch mit der Pignoletto sind. Außerdem ist die Grechetto di Orvieto kein Klon der Pignoletto, vielmehr stehen diese beiden Reben in einer Eltern-Nachkommen-Beziehung zueinander.

Die Pignoletto ist mittel bis spät reifend und liefert große Erträge. Ihr Wein ist säuerlich-frisch und eignet sich hervorragend zur Herstellung von Schaumwein.
Sie ist in Italien, insbesondere in der Emilia-Romagna, aber auch in Umbrien, in diversen DOC und DOCG-Bereichen zugelassen, so zum Beispiel in der Colli Bolognesi, Colli di Imola, Colli di Rimini, Assisi, Todi und Colli di Perugi.
Die Anbaufläche für diese Weißweinrebe ist seit einiger Zeit im Rückgang begriffen. Um das Jahr 2000 waren in Italien noch rund 6000 Hektar mit Pignoletto bestockt, 2010 waren es nur noch knapp 2000 Hektar.

 
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