Wissenswertes über die Rotwein-Rebe Ramisco aus Portugal

Ramisco - rote Rebsorte

Ramisco in Kürze

Wurzelechte Sorte aus Portugal

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Portugal
  • Region: Colares

Synonyme für Ramisco Ramisco de Colares, Ramisco Tinto

Die Ramisco ist eine Rotweinrebe aus Portugal. Das Besondere an dieser Sorte, die ausschließlich im kleinen Anbaubereich Colares an der Atlantikküste Portugals vorkommt, ist, dass es sich um eine der wenigen wurzelechten Rebsorten Europas handelt. Die Weingärten von Colares befinden sich auf tiefen Sandböden, die eine 2-3 Meter dicke Schicht bilden. Diesem Umstand verdankt es die Ramisco, dass sie von der Reblaus verschont wurde, denn dieser Schädling konnte auf diesem tiefen Sandboden nicht überlegen. Daher kann diese Rebsorte bis heute wurzelecht angebaut werden.

Die Bestände dieser roten Rebsorte sind seit einigen Jahren im Rückgang begriffen. Dies liegt in erster Linie daran, dass die Rebflächen im Bereich Colares immer weiter schrumpfen. Die DOC liegt nördlich von Lissabon am Atlantik. Durch die zunehmende Verstädterung der Region und zunehmenden Wohnungsbau schrumpft die Fläche, die für den Weinbau zur Verfügung steht.

Ramisco ist eine spätreifende Sorte mit sehr dickschaligen Beeren. Rotwein aus der Ramisco ist daher sehr farbkräftig sowie sehr säure- und tanninhaltig. Die Aromen erinnern an Zedernholz, Pilze und Waldboden, dazu kommen Noten dunkler Früchte und ein Hauch Veilchenblüten. Oft weisen die Weine auch einen dezent salzigen Charakter auf, der durch die Nähe zum Meer entsteht. Es ist zu empfehlen, den Ramisco nicht direkt zu trinken, sondern die Flaschen erst einige Jahre Reifen zu lassen, da ein gutes Exemplar durchaus einige Jahrzehnte lagern kann.

DANN-Untersuchungen haben ergeben, dass die Ramisco mit den beiden Sorten Sercial und Trincadeira Preta eng verwandt ist. Beide Sorten stammen aus Portugal. Ob die Ursprünge der Ramisco tatsächlich in Portugal liegen oder eventuell in Frankreich, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Es gibt zumindest die Theorie, dass die Rotweinrebe im 13. Jahrhundert von Alfons III. König von Portugal von Frankreich nach Portugal gebracht worden sein soll. Bisher gibt es für diese Annahme allerdings keinen Beweis, sodass Ramisco weiterhin als portugiesische Rotweinrebsorte gilt.

 
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