Ribolla - Rebula-Rebe weiße Rebsorte aus Italien im Rebsortenlexikon

Ribolla - weiße Rebsorte

Ribolla in Kürze

Sehr alte Sorte

Synonyme für Ribolla Avola, Gargania, Glera, Rebula, Ribolla Gialla, Robola

Streng genommen ist Ribolla keine Rebsorte, sondern die Bezeichnung für eine kleine Rebsortenfamilie. Eigentlich heißt die Rebe, um die es hier geht, Ribolla Gialla. Doch die Kurzform Ribolla ist weit verbreitet.
Weiter unten in diesem Artikel finden sich aber auch Informationen zu Reben-Familie Ribolla.
Die Rebe ist unter diversen Bezeichnungen verbreitet, was teilweise zu Verwirrung führt. Wichtig ist, dass sie trotz des darauf hindeutenden Synonyms, nicht mit Glera verwechselt wird. Zwischen diesen beiden Sorten gibt es keine Verbindung.

Die Ribolla ist eine sehr alte Sorte, die seit vielen Jahrhunderten in Norditalien und im angrenzenden Slowenien angebaut wird. Eine erste belegbare Erwähnung stammt aus dem Jahr 1296. Wie bei vielen derart alten Rebsorten kommt schnell die Vermutung auf, dass es sich um eine von Plinius dem Älteren erwähnten Sorten oder deren Nachfahren handelt könnte. Wie fast in all diesen Fällen kann das durchaus sein, einen Beleg dafür gibt es natürlich nicht.
Sicher ist, dass die Sorte über viele Jahre im Norden Italiens und auch in Slowenien weit verbreitet war. Mit der Reblauskatastrophe im frühen 20. Jahrhundert gingen die Bestände allerdings zurück. Heute ist in Italien eine Fläche von rund 450 Hektar bestockt, in Slowenien ist Fläche etwa doppelt so groß. In Italien ist die Ribolla in den beiden DOC-Bereichen Collio Goriziano und Colli Orientali del Friuli zugelassen. Vor allem im Anbaubereich Friaul-Julisch-Venetien besinnen sich wieder mehr Winzer auf die traditionellen, regionstypischen Sorten und bauen diese vermehrt an, so auch diese Weißweinrebe.

Die Ribolla Gialla ist eine mittel reifende Rebe, die nur geringe Erträge liefert. Aus ihr können gelbgoldene Weine mit deutlicher Säure und einem frischen Zitrusaroma gekeltert werden.

Rebsortenfamilie Ribolla
Es handelt sich um eine sehr alte Reben-Familie aus dem Norden Italiens.
Zu dieser Familie gehörten die Ribolla Gialla (siehe oben), die besonders weit verbreitet ist. Außerdem gibt es die Variante Ribolla Verde, die allerdings nur sehr selten kultiviert wird, weil ihre Weine recht nichtssagend ausfallen.
In Slowenien und Kroatien gibt es zudem die Rebula. In der Regel handelt es sich dabei um die Ribolla Gialla. Ob es dort weitere Varianten gibt, müssen zukünftige DNA-Untersuchungen zeigen.
Die Ribolla Nera, auch als Schioppettino bekannt, gehört übrigens nicht zur Familie der Ribolla-Reben. Es konnten keine verwandtschaftlichen Beziehungen nachgewiesen werden.

 
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