Informationen über die Weißwein-Rebe Rieslaner

Rieslaner - weiße Rebsorte

Rieslaner in Kürze

Neuzüchtung aus Deutschland

Synonyme für Rieslaner Mainriesling, Würzburg NI-11-17

Die weiße Rebsorte Rieslaner ist eine Neuzüchtung aus Deutschland. Hervorgegangen ist die Rieslaner aus der Kreuzung Silvaner x Riesling, die 1921 an der Bayerischer Landesanstalt für Wein- und Gartenbau durch August Ziegler vorgenommen wurde. Zunächst geriet die Weißweinrebe in Vergessenheit, 1950 wurde sie aber von Dr. Hans Breider wiederentdeckt. Breider setzte sich in der Folge stark für die Sorte ein und schon wenige Jahre später erhielt sie den Sortenschutz, ab 1968 wurde sie für den Anbau in den beiden deutschen Anbaugebieten Franken und Pfalz zugelassen.

Bis heute ist sie in Franken und der Pfalz zu finden, wo jeweils rund 40 Hektar mit der Rieslaner bestockt sind. In anderen Regionen, wie in Rheinhessen und in Baden kommt sie ebenfalls vor, allerdings in sehr geringem Umfang.

Im Weinberg stellt die Weißweinrebe einige Ansprüche. Sie benötigt die besten Lagen, um voll auszureifen und neigt zum Verrieseln. Die Sorte ist von Natur aus ertragsarm, was der Qualität des Weines natürlich zugutekommt. Rieslaner hat in der Regel einen sehr hohen Säuregehalt, reift er nicht voll aus, ist der Wein extrem sauer. Wegen seines Säuregehalts wird er in der Regel als Spätlese oder Auslese gekeltert. In sehr guten Jahren, in denen es im Herbst viel Sonne gibt, kann aber auch ein Rieslaner Kabinett von außerordentlicher Qualität sein. Die Weine verfügen üblicherweise über ein gutes Alterungspotential.
In der Farbe ist der Wein gelblich-grünlich, sein Aroma ist fruchtig und erinnert an Riesling: Oft sind zitrusartige Noten zu erkennen, bei sehr reifem Lesegut eher tropische Früchte wie Mango und Maracuja.
Trotz der unbestrittenen Vorzüge des Weines konnte sich die Rebsorte Rieslaner in den deutschen Weinbergen nie wirklich durchsetzen.

 
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