Wissenswertes über die Rotweinrebe Rosenmuskateller

Rosenmuskateller - rote Rebsorte

Rosenmuskateller in Kürze

Recht seltene Muskateller-Sorte

Synonyme für Rosenmuskateller Isonzo, Moscato Rosa, Muscat des Roses Noir, Muskat Crveni, Muskat Ruza (Porecki), Tamjanika Crna und Uva Rosa

Die rote Rebsorte Rosenmuskateller ist unter diversen Namen bekannt. Neben Rosenmuskateller sind auch die Bezeichnungen Moscato Rosa und Muskat Ruza Porecki von Bedeutung. Viele weitere Synonyme existieren parallel dazu.
Verbreitet ist die Rosenmuskateller vor allem in Südtirol. Dort wird sie gegenwärtig auf einer Fläche von rund 60 Hektar angebaut, womit sie zu den eher selten vorkommenden Muskatellersorten zählt. Nennenswerte Bestände von rund 15 Hektar gibt es in Kroatien, der eigentlichen Heimat der Rebsorte. Zumindest wird angenommen, dass die Rosenmuskateller aus Dalmatien in Kroatien stammt. DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass die kroatische Sorte Muskat Ruza Porecki und Rosenmuskateller identisch sind, was die Annahme stützt, die Sorte sei im 19. Jahrhundert vom Balkan nach Südtirol gelangt. Bei der DNA-Analyse kam außerdem heraus, dass es sich um einen direkten Nachkommen der Muscat Blanc handelt. Der Kreuzungspartner der Muscat Blanc und damit der zweite Elternteil der Rosenmuskateller konnte bisher nicht ermittelt werden.

Die Moscato Rosa ist im Weingarten nicht einfach, da sie vor allem wegen ihrer dünnen Beerenhaut anfällig für Krankreiten sowie empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen wie Sonne und Frost. Dazu kommt, dass es sich um eine weibliche Rebsorte handelt, während in der Regel Hermaphroditen kultiviert werden. Da die weibliche Rebe auf Fremdbefruchtung, zum Beispiel durch Wind oder Insekten, angewiesen ist, liefert sie instabile Erträge und neigt zum Verrieseln.
Winzer, die sich dem Risiko aussetzen und die Rosenmuskateller anbauen, können aber auch belohnt werden. Reifen die Weinbeeren ohne Zwischenfälle aus können sie entweder im vollreifen Zustand gelesen werden oder sie trocknen am Rebstock und eignen sich dann hervorragend für Passito.

Wein aus dieser mittel bis spät reifenden Sorte ist blassrot bis rötlich-braun in der Farbe, wodurch sie sich sehr gut für Roséweine eignet. Die Aromen sind in der Regel stark ausgeprägt und lassen an reife Beeren, an Rosenblätter und süßliche Gewürze denken. Daher eignet sich die Moscato Rosa hervorragend für Süßweine.

 
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