Wissenswertes über die Rebsorte Rotberger aus Deutschland

Rotberger - rote Rebsorte

Rotberger in Kürze

Deutsche Neuzüchtung

Synonyme für Rotberger Geisenheim 3-37, Redeberger

Die Rotberger ist eine rote Rebsorte aus Deutschland. Es handelt sich um eine Neuzüchtung aus der Rebenforschungsanstalt Geisenheim im Rheingau aus dem Jahr 1928. Vorgenommen wurde die Kreuzung der Rorten Trollinger (Schiava Grossa) x Riesling durch Dr. Heinrich Birk. Birk gilt als Spezialist für die Rieslings-Rebe und war stets daran interessiert, eine früher reifende Variante zu erschaffen, die gleichzeitig alle hervorragenden Eigenschaften der Riesling-Rebe aufweist. Die Rotberger hat diese Bedingungen nicht erfüllt.

Recht zeitgleich mit der Rotberger wurde in Österreich die Sorte Blauer Zweigelt entwickelt, die auch den Namen Rotburger trägt, aber keinesfalls mit der Rotberger verwandt oder gar identisch ist! Die Zweigelt-Rebe ist aus der Kreuzung St. Laurent x Blaufränkisch hervorgegangen und hat sich zur wichtigsten Rotweinrebe Österreichs entwickelt.
Diese Erfolgsgeschichte teilt die Rotberger nicht. Sie erhielt zwar 1969 den Sortenschutz, konnte sich aber nie durchsetzen. Aktuell belegt sie zwischen 15 und 20 Hektar in allen deutschen Anbaugebieten. Die größten Flächen finden sich im Rheingau und in Rheinhessen. Kleinere Bestände gibt es auch in Lichtenstein und in Italien, wo sie im Trentino angebaut wird, sowie in Übersee in Neuseeland, Kanada, Südafrika und in den USA.

Die rote Rebsorte ist früh reifend und ertragreich. Sie ist anfällig für den Echten Mehltau.
Der Wein, der aus der Rotberger gekeltert wird, ist in der Regel hellrot bis rubinrot in der Farbe, körperreich und verfügt über ein intensiv duftendes Bukett. Die Sorte eignet sich besonders für Roséwein und zur Herstellung von Sekt.

 
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