Qualitässtufen und Klassifizierung spanischer Weine

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Klassifizierungen spanischer Weine

Neben dem Tafelwein und dem Landwein gibt es in Spanien die beiden höchsten Qualitätsstufen DO und DOC für Weine mit kontrollierter Herkunft. Neben diesem bekannten System der Weinklassifizierung gibt es für spanische Weine eine ganze Reihe an Zusatzangaben, die in der Regel Auskunft über die Lagerung des jeweiligen Weines geben.

Vino de Mesa

Der spanische Tafelwein trägt die Bezeichnung Vino de Mesa und kann aus dem gesamten Land stammen. Auf dem Etikett sind Angaben zu Herkunftsregion, Rebsorte und Jahrgang nicht zulässig.

Vino de la Tierra

Der Vino de la Tierra ist mit der in Deutschland bekannten Qualitätsstufe des Landweins gleichzusetzen. In Spanien ist es zulässig, das beim Vino de la Tierra Rebsorte und Jahrgang auf dem Etikett angegeben werden. Dieser Wein muss aus einer begrenzten Anbauregion stammen, die keinen DO-Status hat. Zurzeit gibt es in Spanien 46 dieser zugelassenen Regionen. Ein Wein muss aus zumindest 60% aus der genannten Region stammen, um die Bezeichnung Vino de la Tierra tragen zu dürfen.

DO – Denominacion de Origen

Die spanische Herkunftsbezeichnung DO gilt in erster Linie für Wein, ist aber auch für andere Lebensmittel aus Spanien zulässig und so mit der französischen AOC vergleichbar. Aktuell gibt es in Spanien mehr als 60 DOs, die sich über alle Weinbaugebiete des Landes verteilen. Für die Weine, die aus einer der DOs in Spanien stammen gelten Beschränkungen für die Ertragsmengen, die zugelassenen Rebsorten und die Anbaubereiche.

DOCa – Denominacion de Origen Calificada

Bis zum Jahr 2003 war die Denominacion de Origen Calificada die höchste Qualitätsstufe für spanische Weine. Sie ist noch über der DO angeordnet und wurde zuerst an Rioja verliehen. Weine, die als DOCa klassifiziert sind, müssen besonders strenge Kriterien erfüllen, die über die Vorschriften, die für einen DO-Wein gelten hinausgehen.

Vino de Pago

Seit 2003 gibt es die Klassifizierung Vino de Pago, die nach spanischem Weinrecht die höchste Qualitätsstufe für spanischen Wein ist. Weine, die sich als Vino de Pago bezeichnen dürfen, müssen mindestens die Anforderungen von DOCa-Weinen entsprechen. Bisher wurden gut ein Dutzend Weine aus Spanien aus verschiedenen Anbauregionen, vor allem aus Castilla-La Mancha mit dieser Qualitätsstufe ausgezeichnet. Im Gegensatz zu den anderen spanischen Qualitätsstufen wird diese Klassifikation nur an einzelne Weingüter vergeben und nicht an ganze Lagen oder Weinbauregionen. Ein Wein, der als Vino de Pago auf den Markt kommt, soll den typischen Charakter seiner Lage zum Ausdruck bringen und muss aus Trauben gekeltert werden, die ausschließlich in eigenen Weingärten des Weinguts angebaut wurden. Außerdem darf ein Vino de Pago auf dem Etikett keine weiteren Herkunftsangaben oder Qualitätsbezeichnungen führen.

Ein paar Beispiele für Vino de Pago aus Spanien in unserem Wein-Sortiment

Weinbaugebiete in Spanien (zum Vergrößern anklicken)

Karte der Weinbau-Gebiete in Spanien

Mehr Informationen zum Weinbau in Spanien und den einzelnen spanischen Weinbauregionen finden Sie hier!

Qualitätsstufen innerhalb spanischer Weinbaugebiete

Joven
Die Bezeichnung Joven oder Vino Joven steht für einen spanischen Jungwein, der nicht im Eichenfass gereift ist, sondern jung getrunken werden sollte.

Semi Crianza / Roble
Ein Wein, der nicht lang genug im Barrique gereift ist, um die Bezeichnung Crianza zu tragen, wird häufig als Semi Crianza oder Roble bezeichnet. Dabei handelt es sich um keine offizielle Qualitätsstufe, sondern um eine inoffizielle Bezeichnung.

Crianza
Weine aus Spanien, die mindestens zwei Jahre gereift sind bevor sie auf den Markt kommen werden als Crianza bezeichnet. Innerhalb dieser Reifezeit muss ein Crianza einige Zeit im Barrique gelagert worden sein. Wie lange der Barriqueausbau dauern muss hängt von den Vorgaben der jeweiligen DO ab. Während in der DO Toro für einen Crianza sechs Monate im Barrique vorgesehen sind, muss es in Rioja ein Jahr sein.

Reserva
Unterschieden wird zwischen einer roten Reserva und der weißen Reserva.
Ein Rotwein, der die Bezeichnung Reserva trägt, muss mindestens ein Jahr im Holzfass gelagert worden sein und anschließend zwei weitere Jahre in der Flasche gereift sein.
Ein Weißwein mit der Bezeichnung Reserva muss mindestens sechs Monate im Fass und 18 Monate in der Flasche gelagert worden sein, ehe er auf den Markt kommt.

Gran Reserva
Eine roter Gran Reserva aus Spanien muss für mindestens zwei Jahre im Holzfass gereift und anschließend drei Jahre in der Flasche gelagert worden sein.
Eine weiße Gran Reserva muss zumindest sechs Monate Fasslagerung und 42 Monate Flaschenlagerung aufweisen.

 
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