Wein degustieren - Wie verkostet man Wein?

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Wie verkostet man Wein?

Bei einer Weinprobe sollte der Unterhaltungswert nicht im Vordergrund stehen, sondern der Wein. Leider gibt es immer mehr kommerzielle Weinproben, bei denen es im Vordergrund steht, die Gäste möglichst gut zu unterhalten, ihnen etwas zu essen zu servieren und am Ende möglichst viel Wein zu verkaufen.
Dies hat mit einer professionellen Weinverkostung nur wenig zu tun. Auch wenn die hier vorgestellte Form der Degustation etwas weniger unterhaltsam erscheinen mag, ist sie doch die weitaus professionellere und Sie werden auf Dauer deutlich mehr über Wein lernen und ihn besser beurteilen können als auf anderem Wege.

Voraussetzungen für eine gelungene Verkostung

Konzentration
Wein zu verkosten beansprucht alle Sinne in gehörigem Maße. Wenn Sie den Kopf nicht freihaben und sich nicht voll auf die Degustation konzentrieren können, werden Sie weniger fein schmecken und riechen.

Neutraler Geschmack
Kaugummi, Minzbonbon, Zigaretten, Kaffe und viele andere Genussmittel beeinträchtigen den Geschmackssinn. Vor einer Weinprobe sollten Sie daher nichts essen, nicht rauchen und sich auch nicht die Zähne putzen.
Auch starke Parfums oder andere intensiv riechende Kosmetika sollten Sie zu diesem Anlass nicht verwenden.

Das Weinglas
Verwenden Sie ein Verkostungsglas für die Weinprobe. Wenn Sie mögen, vergleichen Sie bei der Degustation denselben Wein aus verschiedenen Gläsern. Sie werden überrascht sein, welche Unterschiede sich bemerkbar machen.

Weintemperatur
Um einen Wein unter optimalen Bedingungen verkosten und beurteilen zu können, sollte er die ideale Trinktemperatur haben.

Tageszeit / Beleuchtung
Für die Beurteilung eines Weines spielt auch das Licht eine Rolle. Am besten wird eine Weinprobe daher bei Tageslicht durchgeführt. Ist dies nicht möglich, ist es wichtig, dass der Raum möglichst hell und natürlich beleuchtet ist.
Außerdem sollte ein weißes Tischtuch oder einige Blätter Papier vorhanden sein. Dies ist der ideale Hintergrund für die optische Beurteilung des Weins.

Professionelle Unterstützung
Wenn Sie sich selbst zu unsicher fühlen und lieber auf die fachkundige Unterstützung eines Profis vertrauen, können zum Beispiel Weinproben auf Mydays buchen oder Sie wenden sich an einen Winzer oder Weinhändler Ihres Vertrauens und fragen nach einem entsprechenden Angebot.

Die Vorbereitung

Lüften Sie den Verkostungsraum gründlich, damit er frei von störenden Gerüchen ist.
Stellen Sie etwas gewürfeltes Weißbrot und eine Karaffe mit Leitungswasser bereit, um die Geschmacksnerven während der Verkostung neutralisieren zu können.
Legen Sie Zettel und Stift bereit, um sich während des gesamten Verkostungsprozesses Notizen machen zu können.
In ein Verkostungsglas werden etwa 50 ml des Weines eingeschenkt, der probiert und beurteilt werden soll.

Der Ablauf einer Weinverkostung

Zunächst wird das Aussehen des Weines beurteilt. Ist der Wein klar oder trüb, wie ist die Intensität der Farbe?
Danach wird am Wein gerochen. Dazu wird der Wein im Glas geschwenkt, um möglichst viele Aromen freizusetzen. Gibt es Misstöne? Wie intensiv sind die Aromen? Welche Aromen können Sie erkennen?
Erst anschließend wird der Wein probiert. Bei Verkostungen nimmt man einen nicht zu großen Schluck des Weines in den Mund. Dabei sollte man den Wein entweder schlürfen oder nach der Aufnahme durch die gespitzten Lippen Luft einsaugen. Das optimiert das Geschmackserkennen. Danach bewegt man den Wein zunächst an die verschiedenen Stellen der Zunge, um einzelne Nuancen herauszuschmecken und „kaut“ den Wein danach im Mund. Idealerweise sollte man den ersten Schluck wieder ausspucken und schauen, was im Mund zurückbleibt. Beim zweiten Schluck geht man genauso vor, schluckt den Wein jetzt allerdings, um den Abgang beurteilen zu können.
80% des Geschmacks nehmen wir Menschen über die Nase wahr. Das ist auch der Grund, warum wir, wenn wir erkältet sind, nicht nur nichts riechen, sondern auch fast nichts schmecken.

Einfacher Schmecktest
Um herauszufinden, ob Sie zu der Gruppe der Nichtschmecker gehören, etwa 25% aller Menschen sind „geschmacksblind“, oder ob Sie ganz normal schmecken, können Sie diesen einfachen Geschmackstest machen.
Verkosten Sie blind einen Teelöffel Sahne und einen Teelöffel milch (3,5% Fettanteil). Wenn Sie bei dieser Blindverkostung die unterschiedliche Viskosität der beiden Milchprodukte unterscheiden können, zählen Sie zu den „Normalschmeckern“. Können Sie keinen Unterschied feststellen, zählen Sie dazu den Nichtschmeckern und haben auch mit anderen Geschmacksunterschieden Probleme.

 
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