Die beliebtesten Spätburgunder Weine kamen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts aus dem Burgund. Es wird vermutet, dass diese Rebsorte dort schon von den Römern zur Weinerzeugung verwendet wurde. Der altrömische Schreiber Columella beschreibt in seinem De re rustica eine Sorte, die man der heutigen Spätburgunder zurechnen konnte.
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Die Herkunft von Pinot Nero / Spätburgunder
Umfangreiche Genanalysen aus den 1990ern lassen den Schluss zu, dass die Spätburgunder unmittelbar von Wildreben abstammen. In der Tat wuchsen bis zur Reblaus-Katastrophe zum ausgehenden 19. Jahrhundert auch im höchsten Norden Frankreichs. Kaiser Karl III. führte die Spätburgunder Rebsorte schon in 884 am Bodensee ein. Sie wurde damals „Clävner“ genannt und so findet man bis heute in Baden noch die Bezeichnungen „Klevner“ oder „Clevner“.Weinbaulich ist die Spätburgunder eher eine empfindliche Rebsorte. Die dünnhäutigen Beeren müssen vorsichtig gelesen werden, damit der Saft durch Verletzungen nicht zu früh freigesetzt wird. Daneben ist sie nicht sehr resistent gegen Klimaschwankungen. In Weinbaugebieten mit kühlem Klima findet man die Spätburgunder nur auf sonnigen Südhängen und auf kalkhaltigem Boden. Die Spätburgunder ist anfällig für den Echten und den Falschen Mehltau, Chlorose, Rohfäule und Viren. Bei einer Infektion mit Fadenwürmern, die die Reisigkrankheit übertragen, sind die Ausfälle im Ertrag weitaus höher als bei anderen Rebsorten.
















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