Rebsorten von Ma bis MZ: alle wichtigen Rebsorten mit dem Anfangsbuchstaben M

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Rebsorten mit M

Maceratino - weiße Rebsorte

Maceratino in Kürze

Relativ seltene Sorte

Synonyme für Maceratino Aribona, Bianchetta, Greco delle Marche, Greco Fino, Maceratese, Montecchiese, Ribona, Verdicchio Marina

Die Maceratino ist eine recht seltene italienische Weißweinrebe. Die Maceratino wird ausschließlich in der Weinregion Marken in Mittelitalien angebaut. Hier wird sie vor allem in der Provinz Macerata kultiviert, kleinere Bestände sind aber auch in den benachbarten Provinzen Ancona und Asccoli Piceno zu finden. Hier wird auch der DOC-Wein Colli Maceratesi gekeltert – für die weiße Variante ist die Maceratino die dominierende Sorte; sie muss in diesem Wein zu 70-100% enthalten sein. Den Colli Maceratesi Bianco gibt es auch in den Varianten Passito und Spumante.
Diese Weißweinrebe ergibt strohgelbe Weine, die säurebetont sind und über ein duftiges Bukett mit feinem Mandelaroma verfügen.
Sie ist mittel bis spät reifend und liefert hohe Erträge.

Die Synonyme, die für diese Weißweinsorte gebräuchlich sind, sind recht vielfältig und sorgen immer wieder für Verwirrung. DNA-Untersuchungen haben inzwischen allerdings Lichts in Dunkel gebracht und ergeben, dass die Maceratino trotz darauf hindeutender Synonyme weder identisch noch verwandt mit folgenden Sorten ist: Greco, Greco Bianco, Grechetto und Trebbiano Toscano.
Eine enge verwandtschaftliche Beziehung besteht allerdings mit der Sorte Verdicchio Bianco.

Magliocco Canino - rote Rebsorte

Magliocco Canino in Kürze

Nicht mit Gaglioppo identisch

Synonyme für Magliocco Canino Magliocco Ovale, Maglioccolone, Magliuacculu

In der Weinregion Kalabrien, im Süden Italiens, ist die rote Rebsorte Magliocco Canino zu finden. Sie wird hier in erster Linie in den beiden Provinzen Cantanzaro und Cosenza kultiviert und ist für den DOC-Wein Terre di Cosenza Rosso als Hauptsorte zugelassen.
Außerhalb Kalabriens gibt es geringe Bestände dieser Sorte in den italienischen Weinregion Marken und Sizilien.
Früher war die Magliocco Canino die häufigste Rotweinrebe Kalabriens, dann ging ihr Bestand deutlich zurück. Heute wird sie in überschaubarem Rahmen angebaut, wobei die Angaben über die Rebfläche, die mit dieser Sorte bestockt ist, stark schwanken (500 – 1500 Hektar). Diese schwankenden Angaben können auch damit zusammenhängen, dass die Magliocco Canino häufig mit der Gaglioppo verwechselt wird. Es handelt sich allerdings um zwei eigenständige Sorten, die allerdings häufig miteinander verschnitten werden.
Für Verwirrung sorgt auch bis heute der Umstand, dass schon im Mittelalter verschiedene in Italien vorkommende Rebsorten als Magliocco bezeichnet wurden. DNA-Untersuchungen haben inzwischen ergeben, dass es lediglich zwei Magliocco-Sorten gibt, die miteinander verwandt sind: Canino und Dolce. Die Dolce ist allerdings deutlich seltener; sie wird zwar in Kalabrien unter zahlreichen Synonymen angebaut, bedeckt aber nicht mehr als 90 Hektar Rebfläche.
Die Magliocco Canino ist eine spät reifende rote Rebsorte, die empfindlich auf Dürre reagiert. Aus ihr können tanninreiche Rotweine gekeltert werden, die sich gut lagern lassen. Übliche Verschnittpartner sind Gaglioppo und Aglianico.

Malagousia - weiße Rebsorte

Malagousia in Kürze

Gewinnt wieder an Bedeutung

Synonyme für Malagousia Malagouiza, Malagouissa, Malaouiza, Malaoyzia

Die Malagousia ist eine weiße Rebsorte aus Griechenland. Hier ist sie unter einigen sehr ähnlich klingenden Synonymen bekannt. Die Weißweinrebe war beinahe ausgestorben, wurde aber in den 1970er Jahren wiederentdeckt und erfreut sich seit den 1990er Jahren wieder zunehmender Beliebtheit. Seither nimmt die Malagousia eine immer wichtiger werdende Position im Bereich der qualitativ hochwertigen Weißweine Griechenlands ein.
Die größte Bedeutung hat die Malagousia gegenwärtig im Weinbaugebiet Makedonien, aber auch auf Paros (Insel der Kykladen) gibt es einige wirklich vielversprechende Weine aus dieser Sorte.

Die Malagousia ist eine früh reifende Rebsorte, de anfällig für Botrytis und Flaschen Mehltau ist, mit Dürre kommt sie dafür gut zurecht.
Wein aus dieser Sorte ist üblicherweise körperreich und verfügt über ein duftendes Bukett. Die Aromen sind von Noten nach Aprikosen und Pfirsichen geprägt, dazu tritt in der Regel ein leicht würziger Muskatton.
Wohl in erster Linie wegen dieser Muskatnote wird spekuliert, ob diese Sorte mit der Malvasia verwandt sein könnte. Belege für diese These gibt es allerdings noch nicht. Es bleibt also abzuwarten, ob zukünftige DNA-Analysen eine derartige Verwandtschaft belegen können, oder eben nicht. Wie dem auch sei, Auswirkungen auf die Qualität dieser Rebsorte hat dies nicht, denn diese ist unbestritten hoch. Vielleicht ließe sich die Sorte außerhalb Griechenlands bei einer bestehenden Verwandtschaft besser vermarkten – aber das ist reine Spekulation.

Malinger - weiße Rebsorte

Malinger in Kürze

Vor allem als Tafeltraube verwendete Sorte

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Frankreich

Synonyme für Malinger Early Malingre, Früher Gelber Malingre, Madeleine Blanche de Malingre, Précoce de Malingre, Précoce Blanc

Malinger oder auch Précoce de Malingre ist eine weiße Rebsorte, die der Überlieferung nach um 1840 von einem französischen Gärtner namens Malingre in der Nähe von Paris aus Sämlingen gezogen worden sein soll.
DNA-Untersuchungen im Jahr 2009 haben ergeben, dass die Malinger aus der Kreuzung Bicane x Pinot hervorgegangen ist. Ob diese Kreuzung von Malingre vorgenommen wurde oder ob es sich um eine spontane Kreuzung handelte, oder ob ein Kollege Malingres die Kreuzung vornahm und die Setzlinge weitergab, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden.

Die Malinger – wie die Rebe in Deutschland meist genannt wird – ist sehr früh reifend. Sie ist widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten und entwickelt sehr süße Beeren.
Wein aus dieser Rebsorte ist extrem selten, da die Malinger eher als Tafeltraube verwendet wird. Die Weine werden als rieslingähnlich, allerdings mit weniger Säure, beschrieben.

Die weiße Rebsorte ist gegenwärtig kaum noch zu finden, hatte allerdings bisher noch nie wirklich große Verbreitung erreicht. In Frankreich stehen im Département Vendée, an der Atlantikküste, Rebstöcke auf der Fläche von knapp einem Hektar. In Deutschland gibt es kleine Anpflanzungen an der Ahr und in der Pfalz, insgesamt beläuft sich die Fläche aber auf nicht mehr als vier Hektar.
In einigen anderen Ländern wird die Sorte als Tafeltraube angebaut.

Mammolo - rote Rebsorte

Mammolo in Kürze

Eignet sich gut zum Verschnitt mit Sangiovese

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Italien
  • Region: Toskana

Synonyme für Mammolo Fegeri, Mammola, Montanaccio, Schiorello, Sciarello, Uva Mammola Berühmte Weine aus Mammolo

  • Chianti
  • Vino Nobile di Montepulciano

Die rote Rebsorte Mammolo stammt aus Italien. Sie erbringt Rotweine mit deutlichem Veilchenduft, sodass sich ihr Name schnell erklärt, denn das Veilchen heißt im Italienischen „mammole“.
Die Rotweinrebe ist unter verschiedenen Synonymen bekannt, so unter anderem auch als Malvasia. Auf der zu Frankreich gehörenden Mittelmeerinsel Korsika ist die Mammolo unter der Bezeichnung Sciaccarello bekannt und spielt dort eine wichtige Rolle. Sie wird auf Korsika auf einer Fläche von rund 800 Hektar angebaut und gerne mit Sangiovese, die hier Nielluccio heißt, verschnitten. Nach Korsika gelangte die rote Rebsorte vermutlich zur Zeit der Republik Genua als genuesische Kaufleute weite Teile des Mittelmeerhandels beherrschten. Sie brachten die höchstwahrscheinlich aus der Toskana stammende Rebe auf die Insel, wo sie sich rasch etablierte.
In ihrer ursprünglichen Heimat ist die rote Rebe heute nur noch relativ selten zu finden. Die Angaben über die Rebfläche reichen von 60 bis 200 Hektar. Zugelassen ist die Sorte, die auch hier gerne mit Sangiovese verschnitten wird, für zahlreiche DOC- und DOCG-Weine wie Chianti, Rosso di Montepulciano und Vino Nobile di Montepulciano.

Die mittel bis spät reifende Rebe ist anfällig für Botrytis und recht widerstandsfähig gegen andere Erkrankungen. Aus ihr werden fruchtige, tanninarme Rotweine mit mittlerem Alkoholgehalt und intensivem Veilchenduft gekeltert, der oft von einer würzigen Kaffeenote begleitet wird.

Mandilari - rote Rebsorte

Mandilaria in Kürze

Im Rückgang begriffene Sorte

Synonyme für Mandilaria Amorgiano, Dombrena Mavri, Doubraina Mavri, Kontoura, Kytoura, Mandalari, Mantilaria, Montoyra, Tsoumpraina Mavri Berühmte Weine aus Mandilaria

  • Retsina

Die Heimat der roten Rebsorte Mandilaria liegt in Griechenland, mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Ägäischen Inseln. Hier ist sie bis heute zu finden, insbesondere auf der Insel Rhodos. Die Mandilaria ist unter zahlreichen Namen bekannt und auch auf dem griechischen Festland verbreitet, wo sie in der Region Attika für die rote Version des Retsina verwendet wird. Für diesen bekannten Wein wird die Mandilaria reinsortig ausgebaut, sonst ist sie in der Regel eher Bestandteil von Cuvées, in denen sie mit Kotsifali verschnitten wird. Für welche Art von Wein die Sorte verwendet wird, hängt in erster Linie vom Weingarten ab, in dem sie gedeiht. Denn nur in den besten Lagen erbringt sie sehr gute Qualität, sodass sie auch reinsortig ausgebaut Wein von guter Qualität ergibt. Diese Weine eignen sich für den Ausbau im Barrique und können durchaus mit guten westeuropäischen Rotweinen mithalten.

Die Mandilaria its eine spät reifende Rotweinrebe, die widerstandsfähig gegenüber Trockenheit und Dürre ist. Sie ist allerdings anfällig für Botrytis und Falschen Mehltau.
Aus ihr können dunkelrote, teils dunkelviolette Weine mit hohem Tannin- und geringem Alkoholgehalt gekeltert werden.

Die Anbaufläche für diese rote Rebsorte ist seit Ende der 1990er stark rückläufig. Damals waren in ganz Griechenland gut 1.600 Hektar mit dieser Sorte bestockt, inzwischen sind es nur noch etwas mehr als 800 Hektar. Eine Umkehr oder zumindest ein Stocken dieses Trends ist bisher nicht zu erkennen.

Manseng - weiße Rebsorte

Manseng in Kürze

Alte baskische Rebe

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Frankreich
  • Region: Baskenland

Die Rebsorte Manseng stammt aus dem Baskenland. Ihre beiden Varianten Gros Manseng und Petit Manseng sind für füllige, pikante Weißweine bekannt, die in Südwest-Frankreich gekeltert werden.
Vor allem der Weißwein Jurancon, aber auch der Côtes de Gascogne erfreuen sich seit einigen Jahren wieder großer Beliebtheit, sodass die Rebfläche für Manseng langsam aber stetig wächst.
Eigentlich sollten die beiden Varianten Gros Manseng und Petit Manseng getrennt voneinander betrachtet werden, doch in vielen Weingärten stehen sie gemischt oder seit so vielen Jahren, dass der Winzer gar nicht weiß, um welche der beiden Varianten es sich tatsächlich handelt.
DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass die Gros Manseng ein Nachkomme der Petit Manseng ist. Eine Bezeihung zur roten Rebe Manseng Noir konnte in diesem Zuge ausgeschlossen werden.

Außerhalb des Baskenlandes sind Manseng-Reben eher selten. Allerdings gibt es in Brasilien und Uruguay kleinere Bestände, bei denen es sich vermutlich um Petit Manseng handelt.

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Manteudo - weiße Rebsorte

Manteudo in Kürze

Autochthone portugiesische Sorte

Synonyme für Manteudo Mantheudo, Mantuedo, Monetudo, Montua

Um die Rebsorte Manteudo gibt es einige Verwirrung. Vermutlich handelt es sich um eine autochthone Weißweinsorte, die in der portugiesischen Region Alentejo beheimatet ist.
Neuere Untersuchungen lassen jedoch Zweifel aufkommen, ob es sich tatsächlich um eine eigenständige Sorte handelt.
Zur Verwirrung trägt bei, dass es in Portugal und Spanien einige Sorten gibt, die Manteudo heißen oder diese Bezeichnung als Namensteil aufweisen.
So gibt es eine Sorte, die den Namen Manteudo trägt, in Alentenjo vorkommt und aus der Kreuzung Arinto do Dao x Siria hervorgegangen ist.
Eine andere Sorte trägt den Namen Manteudo Branco und soll laut Ampelograph Pierre Galet eigenständig sein. Manteudo Branco ist aber gleichzeitig ein Synonym für Listan de Huelva, die vor allem in Andalusien und in Alentejo angebaut wird.
Des Weiteren gibt es die rote Sorte Manteudo Preto, die nach neuesten DNA-Analysen ebenfalls als eigenständig gilt.

Mantonegro / Manto Negro - rote Rebsorte

Mantonegro in Kürze

Mallorcas Rebe Nr. 1

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Spanien
  • Region: Mallorca

Synonyme für Mantonegro Cabelis, Moll, Prensal

Die rote Rebsorte Mantonegro, oft auch Manto Negro genannt, ist die Hauptrebsorte der Insel Mallorca. Hier ist auch ihre Heimat. Auf Mallorca ist die Rotweinrebe in beiden DOP-Bereichen Binisalem und Pla i Llevant zugelassen. In der Regel wird sie mit der ebenfalls auf Mallorca heimischen Sorte Callet verschnitten.
Die Mantonegro-Rebe ist vermutlich aus einer natürlichen Kreuzung zweier, ebenfalls auf der Baleareninsel heimischen Sorten entstanden. DNA-Analysen haben ergeben, dass es sich um die Sorten Sabate x Callet Cas Concos handelt. Dieses Ergebnis wird allerdings von einigen Experten angezweifelt. Die Zukunft wird vielleicht genauere Ergebnisse liefern, sodass sich die Eltern dieser Rotweinrebe zweifelsfrei benennen lassen.

Die Anbaufläche für die Mantonegro ist seit einigen Jahren rückläufig. Im Jahr 2000 waren knapp 500 Hektar mit ihr bestockt, inzwischen sind es nur noch knapp 300.

Die mittel bis spät reifende Manto Negro ist anfällig für Botrytis, dafür relativ widerstandsfähig gegen Mehltau. Aus ihr können leichte, hellrote Weine mit fruchtigen Aromen und duftigem Bukett gekeltert werden, die allerdings zur Oxidation neigen. In Kombination mit Callet haben die Weine mehr Struktur und in der Regel eine höhere Qualität.

Mantonico Bianco - weiße Rebsorte

Mantonico Bianco in Kürze

Oft mit Montonico Bianco verwechselt

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Italien
  • Region: Kalabrien

Synonyme für Mantonico Bianco Mantonacu, Mantonica Vera, Mantonico Maclugnese, Mantonico Pizzutella Berühmte Weine aus Mantonico Bianco

  • Bivongi
  • Donnici
  • Pollini

Die Heimat der weißen Rebsorte Mantonico Bianco liegt vermutlich in Italien, wo sie zu Beginn des 17. Jahrhunderts erstmals erwähnt wurde. Es gibt allerdings auch die Theorie, die Sorte sei deutlich älter und stamme aus Griechenland. Von dort sei sie dann auf dem Seewege nach Italien gelangt, wo sie heute entlang der Küste Kalabriens angebaut wird und für die drei DOC-Weine Bivongi, Donnici und Pollino zugelassen ist.
DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass die Mantonico Bianco an der Kreuzung der beiden Sorten Gaglioppo und Nerello Mascalese beteiligt war. Eine verwandtschaftliche Beziehung zur Rotweinrebe Castiglione, die auch als Mantonico Nero bekannt ist, konnte hingegen nicht nachgewiesen werden.
Aufgrund der Namensähnlichkeit kommt es immer wieder zu Verwechslungen mit der Montonico Bianco, bei der es sich allerdings um eine nicht verwandte weiße Rebsorte handelt, die an der gesamten italienischen Adriaküste angebaut wird. Selbst in den Bestimmungen der DOC-Bereiche Bivongi, Donnici und Pollino herrscht in dieser Hinsicht Unklarheit.

Die Mantoinico Bianco ist eine spät reifende Rebsorte, die gegen Pilzkrankheiten sehr widerstandsfähig ist. Sie erbringt blumige Weißweine mit deutlichem Kräuteraroma. In der Regel wird sie trocken ausgebaut, es gibt aber auch süße Dessertweine aus dieser Rebsorte. Trockene Weißweine aus dieser Sorte eignen sich gut für den kurzen Ausbau im Holzfass, wodurch sie eine fein würzige Note, die oft an Vanille erinnert, erhalten.

Marechal Foch - rote Rebsorte

Maréchal Foch in Kürze

Französische Hybridrebe

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Frankreich
  • Region: USA, Kanada

Synonyme für Maréchal Foch Foch, Kuhlmann 188-2, Marshal Fosh

Die nach dem berühmten General des 1. Weltkriegs benannte Rotweinrebe ist eine französische Hybride. Sie wurde vom französischen Rebenzüchter Eugene Kuhlmann zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Elsass gezüchtet. Die Maréchal Foch ist aus der Kreuzung einer Riparia-rupertis-Hybride mit der Vinifera-Sorte Goldriesling hervorgegangen.

Angebaut wird die Sorte vor allem in Kanada und den USA, insbesondere im Bundesstaat New York. Aber auch in der Schweiz sind einige Hektar mit ihr bestockt. In Frankreich war sie an der Loire früher recht weit verbreitet, ist aber inzwischen kaum noch zu finden.
In Deutschland wurde sie in den 1930er Jahren verboten – was sicherlich in erster Linie auf ihren Namen zurückzuführen ist, schließlich war Marschall Ferdinand Foch federführend bei den Verhandlungen des Waffenstillstands von Compiègne. Seit 2008 ist die rote Rebsorte in Deutschland wieder zugelassen, wird allerdings kaum kultiviert.

Die Maréchal Foch ist eine früh reifende und frostharte Sorte, sodass sie sich sehr gut für den Anbau in kühlen bis kalten Anbauzonen eignet. Sie ist unempfindlich für beide Mehltauarten und Botrytis.
Sie erbringt farbkräftige Rotweine mit hohem Tanningehalt. Üblicherweise zeigen diese Weine eine deutliche Kräuternote, oftmals auch rauchige Aromen. Für mehr Substanz werden die Weine gerne im Holzfass ausgebaut. Für Tropfen, die spürbar leichter ausfallen sollen, setzten die Weinbauern auf Kohlensäuremaischung.

Mariensteiner - weiße Rebsorte

Mariensteiner in Kürze

Wenig verbreitete Neuzüchtung

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Deutschland
  • Region: Franken

Synonyme für Mariensteiner Würzburg B 51-7-3

Die weiße Rebsorte Mariensteiner ist eine Neuzüchtung. Es handelt sich um eine Kreuzung zwischen Silvaner x Müller-Thurgau, die 1951 unter der Aufsicht Dr. Hans Breiders an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau in Würzburg entstanden ist. Breider selbst hatte angegeben, die Mariensteiner sei aus der Kreuzung Silvaner x Rieslaner hervorgegangen. DNA-Untersuchungen aus dem Jahr 2012 haben ergeben, dass statt Rieslaner Müller-Thurgau beteiligt war.
Ihr Name leitet sich von der Festung Marienberg in Würzburg und der auf der anderen Seite des Mains gelegenen Top-Lage Würzburger Stein ab.

Seit 1971 hat die Mariensteiner den Sortenschutz und darf dementsprechend in allen deutschen Weinbaugebieten angebaut werden. Allerdings stößt die Weißweinrebe auf wenig Interesse. Lediglich in Franken gibt es einige Hektar, die mit ihr bestockt. Die Rebfläche ist allerdings rückläufig und umfasst inzwischen nur noch rund zwei Hektar.
Das kaum vorhandene Interesse an der spätreifenden Rebe liegt in erster Linie daran, dass sie sehr hohe Ansprüche an die Lage richtet und zudem anfällig für Echten Mehltau ist. Winzer setzen in Top-Lagen aber lieber auf bekannte hochwertige Sorten wie Riesling.

Die Sorte erbringt gelbgrün leuchtenden, säurebetonten Weißwein mit zartfruchtigem Bukett mit feinen Pfirsichnoten.

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